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Airbord: Mit einem „Luftkissen“ den Berg runter rodeln

Vor drei Wochen habe ich hier im Blog die erste Geschäftsidee (Snowtubing) für den nächsten Winter vorgestellt, von der ich bisher noch nicht viel gehört habe. Im Kommentarfeld hat sich eine nette Diskussion entwickelt, warum sich diese Idee, die schon etwas älter ist, bisher noch nicht durchgesetzt hat. Manchmal liegt es gar nicht an der Idee, sondern am Timing oder der Umsetzung (Standort, Pricing, ….). Man muss nicht immer etwas neu erfinden, sondern manchmal ältere Ideen nur etwas ummodeln.

Jetzt habe ich ein Winterprodukt ausfindig gemacht, das es auch schon einige Jahre gibt: Airboard. Es handelt sich um High-Tech-Rodelkissen, die mit Luft gefüllt sind. Im Gegensatz zum Autoreifen kann man das Airbord allerdings durch Gewichtsverlagerung sehr gut steuern, so dass man keinen Blindflug unternehmen muss. Die Preise sind allerdings gesalzen: Ab 200 EUR erhält man die Einstiegsprodukte, man kann aber locker 300 EUR und mehr dafür ausgeben. Wenn ich bedenke, dass eine Luftmatratze nur einen Bruchteil kostet, dann kann der hohe Preis des Airbords schon zum Kaufkiller werden. Vielleicht ist das der wesentliche Grund, warum wir bisher noch nicht auf allen Pisten solche Airbords finden.

Erfunden hat das Airboard der Schweizer Joe Steiner aus Zug. Mehr als zehn Jahre hat er getüftelt, bevor er im Jahr 2001 das Airboard auf den Markt gebracht hat. Das Standard-Ariboard ist 1,20 m lang und 3 kg schwer. Man kann Spitzengeschwindigkeiten bis zu 100 km/h erreichen. Allerdings ist das auf buckelige Pisten gar nicht möglich, weil das Airboard nur kleine Unebenheiten abpolstert. Zudem ist das Airboard nur auf wenigen Pisten zugelassen. Praktisch ist allerdings die Handhabung. Die Luft kann jederzeit rausgelassen werden und dann das Airboard zusammengefaltet werden.

Habt Ihr schon Erfahrungen mit den Airboard gemacht? Was sind Eure Erfahrungen. Wird es jemals sein Nischendasein verlassen können? Ich freue mich auf Euer Feedback.

7 Responses to Airbord: Mit einem „Luftkissen“ den Berg runter rodeln

  1. Reinhard sagt:

    Hallo Burkhard, Airboards setzen unsere Outdooranbieter seit einigen Jahren im Funbereich ein. Ähnlich wie mit den Tubes ist auch hier der Sicherheitsaspekt nicht zu vernachlässigen. Rutschen auf der schiefen Ebene (rodeln, Bockerlfahren, tuben, airboarden usw…) sind Aktivitäten die Spass machen, ohne grösseren Lernaufwand von Jedermann ausgeübt werden können. Aus meiner Tourismuserfahrung stellen sie aber kein Hauptfreizeitmotiv dar. Einzelne Skiberge können sich damit fantastisch positionieren – z.B. der Karkogel in Abtenau/Lammertal http://www.karkogel.com
    darüberhinaus ergeben sich im (Fun)Eventbereich ebenfalls tolle Möglichkeiten.
    Der Sicherheitsaspekt sollte aber in jedem Fall berücksichtigt werden, wilder Hund spielen und Selbstüberschätzung sind völlig uncool.

  2. Achmed Ischiklar sagt:

    Also ich kenne diese Teile noch aus meiner Schulzeit – und das ist schon über 20 Jahre her. Muss Anfang der 1980er Jahre gewesen sein. Dieser „Schlitten“ sah ähnlich aus wie jetzt: mit einer dreieckigen Spitze. Auf der Unterseite gabs eine starke Gummifläche mit Längsrillen für eine gute Geradeausfahrt und Griffe an den Seiten. Leider ist er kaputt gegangen, als ich über einen wohl zu großen Ast gerast bin. Aber Gaudi gab es auf jeden Fall auf der Piste. Mein Vater hatte diese Schlitten über den Kaufhof in Köln bezogen. Wäre zu fragen, wer denn in den 80er Jahren diese Kissen erfunden hat. Grüße – A. Ischiklar

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