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Wie Sherry-Erbe Chris Sandeman mit Gratis-Stadttouren viel Geld verdient

Chris Sandeman könnte eigentlich das Leben eines Jungschnösels führen, ist er doch einer der Erben des Sandeman-Sherry-Imperiums. Und tatsächlich liebt er es, viel zu reisen. Doch dann dann hat er sich in die Stadt Berlin verliebt und gewundert, dass es zu wenige englischsprachige Informationen und wirklich gute Touristenführungen für Amerikaner und Engländer gab. Und so hat er im Jahr 2004 die Firma Sandeman´s New Berlin gegründet. Ein halbes Jahr nach seiner ersten englischsprachigen Touristenführung, die am 1. April 2004 stattfand, war er in seinem Segment schon Marktführer. Wie konnte das funktionieren?

Ein Erfolgsgeheimnis war sichlich sein englischsprachiger Reiseführer, der überall dort kostenfrei ausliegt, wo sich englischsprachige Touristen aufhalten, wie z.B. bei Starbucks, Subway und Donkin Donuts. Den Reiseführer kann er kostenfrei anbieten, weil er sich mit Werbung im Heft refinanziert. Selber nutzt er den Reiseführer, um auf seine Touristenführungen aumerksam zu machen. Und jetzt kommt die nächste Überraschung. Die Basistouren, per Fuß oder Fahrrad, werden ebenfalls kostenfrei angeboten. Das hat sich nicht nur schnell bei den Touristen als Geheimtipp herumgesporchen, sondern die TouristenGuides weisen auch überall darauf hin. Auf den Guide-Schildern steht: Free Tours.

Und wie verdienen jetzt Sandeman und die TouriGuides trotzdem Geld? Ganz einfach: Die Free-Tours kosten zwar nichts, aber Trinkgeld darf natürlich gegeben werden. Und überall wird darauf hingewiesen, dass 10 EUR Trinkgeld pro Person angemessen wären. Zum Glück sind es die Angelsachsen gewohnt, viel Trinkgeld bei guter Leistung zu zahlen. Umgekehrt würde das mit deutschen Touristen in New York nicht so gut funktionieren:-) Jetzt wissen wir also, dass die TouriGuides, wenn sie einen guten Job machen, ihr Geld verdienen. Und was ist mit Sandeman? Er nutzt die FreeTours als Appetizer. Sein Geld verdient er dann mit Spezialtouren, die Geld kosten. Nach seinen Angaben buchen fast 50 % der Teilnehmer der FreeTours auch eine Spezialtour.

Das Konzept geht auf. Sandeman generiert mehrere Millionen EUR Umsatz pro Jahr und die Konkurrenten hassen den Neueinsteiger. Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muss man sich eben hart erarbeiten. Sein Geld verdient aber Sandeman längst nicht mehr nur mit Touren durch Berlin. Mittlerweile expandiert er europaweit und bietet die Free Tours auch in München, Hamburg, Amsterdam, Paris, London, Edinburgh und Madrid an. Weitere Städte werden sicherlich bald folgen. Da soll noch einer behaupten, die Free Economy würde nur im Internet Erfolge feiern.

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15 Responses to Wie Sherry-Erbe Chris Sandeman mit Gratis-Stadttouren viel Geld verdient

  1. […] so Burkhard zum Konzept von Free Tours, die quasi kostenlose Touri-Touren durch Städte wie Berlin anbieten: Wie Sherry-Erbe Chris Sandeman mit Gratis-Stadttouren viel Geld verdient Werbung Artikelzusatzinfos 1. Tags: free tours, ideen, reisen 2. weitere Artikel (Kommentare) […]

  2. Ich habe im Juli eine Free Tour in Edinburgh mitgemacht, und muss sagen die war wirklich klasse (viele Insider Informationen, viele Anekdoten, viel zur Geschichte, …). Wir waren mit unserer Pfadi Gruppe mit 15 Leuten dabei, und haben unserem Guide 50 Euro Trinkgeld gegeben. Insgesamt waren ca 30 Leute pro Guide unterwegs.

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  7. […] zurückgreifen können. in diesem sinne ist es vielleicht doch gar nicht so schlecht sein geld mit touristenführungen zu verdienen… zumindest oberflächlich […]

  8. […] Sherry-Erbe Chris Sandeman verdient mit Gratis-Stadttouren viel Geld Chris Sandeman hat im Jahr 2004 damit begonnen, in Berlin kostenfreie Städtetouren für angelsächsiche Touristen anzubieten. Die TourGuides verdienen durch Trinkgelder trotzdem gutes Geld und die Firma von Chris Sandeman verdient ihr Geld durch das Angebot von Spezialtouren, für die die Touristen eine Gebühr bezahlen. Somit nutzt Sandeman die Gratistouren quasi als Appetizer. Mittlerweile bietet Sandeman seine Touren in vielen Städten in Europa an und macht dadurch siebenstellige Umsätze. offbeat – personalisierte Reiseführer David L. Sifry, der Gründer von Technorati, will langfristig personalisierte Reiseführer zu 30.0000 verschiedenen Reisezielen anbieten. Als Autoren sollen sowohl Profis als auch Amateure gewonnen werden. Die Personalisierung erfolgt nach Abfrage des Kunden nach Abreiseort, Zielreiseort, Unterkunft, Reisezeit und Namen. Anschliessend kann der Kunde entscheiden, ob er eine PDF-Version für 9,95 EUR oder eine Paperback-Version für 24,95 EUR bestellen will. Wenn jetzt noch Preise (z.B. durch Werbung) gesenkt werden und eine Content-Partnerschaft mit einem Reise-Social-Network abgeschlossen werden, könnte die Idee fliegen. Wellenreiten im Sportgeschäft Das Sportgeschäft Adrenalina in Orlando (Florida) hat eine Flowrider-Anlage innerhalb des Sportgeshäfts installiert, um den Kunden ein Indoor-Wellenreiten-Vergnügen anzubieten. So können sie ein Surfboad an Ort und Stelle ausprobieren, bevor sie es kaufen. Mann kann aber einfach nur Spass haben, wenn man schon stolzer Besitzer eines Surfboards ist. Ab 20 USD für eine halbe Stunde ist man dabei. Man kann aber auch “Clubmitglied‹ werden und einen Monats, Halbjahres- oder Jahresbeitrag bezahlen und erhält dann Rabatt. Mit dem Kopf-über-Haus die Welt umdrehen und damit viel Geld verdienen Klausdiusz Golos und Sebastian Mikiciuk haben das erste “Kopf-über‹-Haus in Deutschland gebaut und zwar in Trassenheide auf der Ferieninsel Usedom. In diesem 300.000 EUR teuren Haus ist bis auf die Treppe alles Kopf-über eingebaut worden, so dass man u.a. einmalige Fotos schießen kann. Das umgedrehte Haus soll zur Tourismusattraktion werden. Bei Eintrittspreisen zwischen 4 und 6,50 EUR könnte sich die Investition schnell amortisieren. DigiWall – Spiel, Spaß und Fitness an der Kletterwand Die DigiWall ist eine Kletterwand, allerdings ist sie breiter als hoch. Trotzdem haben Kinder und Erwachsene viel Spaß, die Digitaltechnik macht es möglich. Es wird z.B. ein Programm angeboten, in dessen Rahmen der Teilnehmer gewinnt, der die meisten aufleuchtenden Griffe in einer Minute abklatscht. Damit ist die DigiWall besonders für Kinder ein großer Spaß, ohne große Verletzungsgefahr. Quantyparks – Motocrossanlage mit elektroangetriebenden Motocross-Motorrädern Hans Eder hat von externen Partner eine Motocrossmaschine mit Elektroantrieb entwickeln lassen. Im Rahmen der Vermarktung entstand die Idee, eigene Motocrossanlagen zu betreiben, auf denen nur die Maschinen mit Elektroantrieb gefahren werden dürfen. Wer einmal erlebt hat, wie schnell und agil die Maschinen sind, der überlegt auch, eine Quantya zu kaufen. Vibrant Brains Studio – Fitnessstudios für´s Gehirntraining Im Vibrant Brains Studio in San Francisco kann man nicht seine Muskeln, sondern sein Gehirn trainieren. Angelehnt am Geschäftsmodell von Sportfitness-Studios kann man eine Jahresmitgliedschaft zu einem Preis von 600 US Dollar buchen. Zielgruppe sind insbesondere Senioren, die geistig fit bleiben wollen und das in geselliger Umgebung. Mit Mini-U-Boot “Nemo 100‹³ kann jeder abtauchen In einer Wert in Frankfurt-Oder wurde das Mini-U-Boot “Nemo 100″ gebaut. Angetrieben wird es von 2 Elektromotoren, ist 4 Meter lang und 1,80 Meter breit. Da bei einem Verkaufspreis von 180.000 EUR die Käufer nicht Schlange stehen, kann jeder seit dem 5. September 2008 für 99 EUR für einen halbe Stunde im Helensee abtauchen und unter dem Wasser sogar das U-Boot steuern. Dadurch wird nicht nur Touristen ein einmaliges Erlebnis geboten, sondern auch potentielle Käufer angelockt werden. Wie eine Tür zum Sportgerät werden kann Tobias Fränzel hat sich als Designer Gedanken darüber gemacht, wie man den engen Wohnraum optimal nutzen kann. Er kam auf die Idee, einen Zimmertür als Tischtennisplatte zu verwenden. Dafür kann eine Platte, die in die Tür integriert ist, um 90 Grad gedreht werden, damit sie als Tischtennisplatte verwendet werden kann. Die Spieler stehen in den verschiedenen Zimmern und können sich damit sportlich austoben. Sarah´s Smash Shack: Mit Scherben Geld verdienen Sarah Lavely and Ed King haben 200.000 USD investiert, um sich im August 2008 mit dem Geschäft “Sarah´s Smash Shack‹ selbständig zu machen. Hier kann man keine Teller kaufen, sondern zerdeppern. Die Presse liebt die Story, mal schau´n ob das die Kunden und die Gründer auch noch in einem Jahr so sehen. « Trend Map 2009   […]

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  14. Sebi sagt:

    Bin gerade auf diesen Artikel gestoßen und wundere mich, dass das Konzept so positiv kommuniziert wird, denn die Stadtführer von Sandeman müssen „Kopfgeld“ bezahlen (was sie nicht sagen dürfen) und so oft drauf zahlen.
    Quelle: Frontal 21 vom ZDF:
    http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/4/0,1872,8048100,00.html

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