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Warum die Flensburger Brauerei der größte Pilzzüchter Deutschlands werden könnte

Beim Brauprozess fällt tonnenweise ein „Abfallprodukt“ an, der Treber (unlöslicher Malzbestandteil). Bis jetzt wurde er meist für kleines Geld an Landwirte als Viehfutter verkauft. Immer schon haben zahlreiche Brauereien Überlegungen angestellt, wofür man dieses Nebenprodukt noch verwenden könnte. Nach zehnjähriger Forschung und Vergabe einer Diplomarbeit zu dem Thema ist die Flensburger Brauerei auf die Lösung gekommen, den Treber als Nährsubtrat für die Pilzzucht zu verwenden.

Ursprünglich war der Plan, Shiitake-Pilze zu züchten, denen in Japan besondere Heilkräfte nachgesagt werden. Jedoch wurde die Shiitake-Pilze grün vor Schimmel, als der Treber als Nährboden verwendet wurde. Erst als Holzschnitzel und Körner als „Dünger“ verwendet wurden, stellte sich der Erfolg ein. Jetzt verkauft die im Jahr 2008 eigens dafür gegründete Tochtergesellschaft „Glückspilze GmbH & Co. KG“ Shiitaki-Pilze in norddeutschen Supermärkten für 20 EUR das Kilo, allerdings ist damit das Verwertungsproblem des Trebers noch nicht gelöst.

Weitere Versuche haben allerdings gezeigt, dass der Kräuterseitling, ebenfalls eine Pilzsorte, prächtig auf dem Treber gedeiht. Das Potenzial ist riesig. In der Region stehen nicht nur 63 ausgediente Militärbunker als Anbauorte zur Verfügung, sondern bei der Flensburger Brauerei fallen jährlich auch 10.000 Tonnen Treber an. Wenn diese ganze Menge für die Pilzzucht verwendet werden würde, würde die Brauerei zum größten Pilzproduzenten Deutschland werden. Dann könnte aus der Tochtergesellschaft, die derzeit einen Jahresumsatz von 1 Mio EUR anpeilt, ein nennenswertes Profitcenter werden.

Gefunden bei welt.de

Weitere Beispiele, wie Neben- oder Abfallprodukte zu Topsellern werden:

3 Responses to Warum die Flensburger Brauerei der größte Pilzzüchter Deutschlands werden könnte

  1. Daß die Glückspilze GmbH & Co. KG zum größten Pilzzüchter werden will ist glaube ich unwahrscheinlich. Es zeigt sich aber, dass das Projekt Unterstützer hatte und daß es eben manchmal braucht bis man eine entsprechende verwertbare Idee realisieren kann. Wenn das überall so konsequent umgesetzt würde, wären wir der Kreislaufwirtschaft bereits deutlich näher!

  2. […] Warum die Flensburger Brauerei der größte Pilzzüchter Deutschlands werden könnte Shared um 06:55 Uhr via Google Reader Beim Brauprozess fällt tonnenweise ein “Abfallprodukt‹ an, der Treber (unlöslicher Malzbestandteil). Bis jetzt wurde er meist für kleines Geld an Landwirte als Viehfutter verkauft. Immer schon haben zahlreiche Brauereien Überlegungen angestellt, wofür man dieses Nebenprodukt noch verwenden könnte. Nach zehnjähriger Forschung und Vergabe einer Diplomarbeit zu dem Thema ist die Flensburger Brauerei auf die Lösung gekommen, den Treber als Nährsubtrat für die Pilzzucht zu verwenden. […]

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