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Wenn die Möbelproduktion on demand den Einzelhandel erreicht

In der BWL gibt es den Begriff des „kalkulatorischen Warenlagers“, umgangssprachlich auch „Eiserner Bestand“ genannt. Damit ist z.B. gemeint, dass ein Schuheinzelhandelsgeschäft genug Schuhe in jeder Größe auf Lager haben sollte, damit ein Kunde, der ins Ladengeschäft kommt, auch „sein Produkt“ gleich mitnehmen kann. Nicht nur viele Einzelhändler, sondern auch Massenproduzenten, leiden unter dem großen Warenlager, dass sie vorrätig halten müssen. Denn dieses Lager muss vorfinanziert werden und wenn man am Markt vorbeiproduziert, entstehen häufig hohe Verluste.

Wer kann sich das heute noch leisten? Das dachte sich Michael Dell schon vor dreißig Jahren und revoluionierte den Computermarkt durch seine On-Demand-Produktion. Mittlerweile folgen auch immer mehr kleine und mittelständische Produzenten und es wird nicht mehr lange dauern, bis auch Einzelhändler erst die Bestellung aufnehmen, um anschliessend in wenigen Minuten das bestellte Produkt zu produzieren und anzubieten. Ein Beispiel dafür ist die kleine Designer-Möbelmanufaktur „Unto this last“ in London.

Bei „Unto this last“ werden mittlerweile mehr als 3.000 Designer-Möbelstücke und Accessoires angeboten. Alle haben gemeinsam, dass sie aus Sperrholz hergestellt werden und erst nach Bestellung mit Hilfe einer 3-D-Software und CNC-Maschine hergestellt werden. Der Kunde muss ca. 1 Woche warten, bis er die Möbel zugschickt bekommt oder abholen kann. Auf besonderen Wunsch kann er aber schon jetzt zuschauen, wenn sein Möbelstück hergestellt wird. Was heute noch die Ausnahme ist, wird sicherlich bald nicht nur in der Möbelbranche zum Alltag.

Gefunden bei ipony

2 Responses to Wenn die Möbelproduktion on demand den Einzelhandel erreicht

  1. Michael sagt:

    Das klingt großartig. In großen Möbelhäusern können viele Möbelstücke, zwar Vorort besichtigt, meist aber nur noch auf Bestellung geliefert werden. Auch bei kleinen Möbeln, wie Stühlen, sind (heute) Lieferzeiten von 6-8 Wochen nicht ungewöhnlich – wie ich kürzlich selbst erfahren musste. Kurze Lieferzeiten wären daher für mich der (Haupt-)Vorteil.

    Bin gespannt wann wir Möbel-On-Demand in Deutschland erleben.

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