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Wie die Silicon-Valley Millionäre für eine grünere Welt sorgen

In den letzten zehn Jahren sind viele Unternehmer und Angestellte aus dem Silicon Valley zu Reichtum gekommen. Der Umgang damit ist sehr unterschiedlich. Einige sind ausgestiegen und genießen das süße Leben. Andere machen so weiter wie bisher oder gründen neue Internet-StartUps. Und wieder andere nutzen die Millionen auf ihrem Bankkonto, damit die Welt „grüner“ wird. Sie investieren in oder starten Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Technologien. So wird das Silicon Valley langsam zum Green Valley. Ein Vorzeigeunternehmer mit diesem Hintergrund ist Martin Roscheisen, der vor sieben Jahren die Firma Nanosolar gegründet hat. Focus hat sich dieser Erfolgsstory angenommen:

„Nach seiner Promotion an der Stanford University hob der gelernte Informatiker Ende der 1990er-Jahre drei Internet-Firmen aus der Taufe, die er bald darauf mit einem Gesamterlös von über einer Milliarde Dollar verkaufte. Roscheisen war damals 33, suchte eine neue Geschäftsidee und gründete 2002 eine der ersten Firmen im Silicon Valley, die auf „grüne“ Technologie setzte. Gut 300 Mitarbeiter, die für eine Startup-Firma unüblich hohe Summe von 500 Millionen Investitionskapital und über 300 Patente stärken ihm den Rücken. Gefragt nach der Motivation für sein ehrgeiziges Projekt sagt Martin R.: „Ich wollte damals schlicht wissen, warum Solaranlagen eigentlich so teuer sind.““

Die Firma Nanosolar ist gerade dabei, die Herstellung von Solarpanels zu revultionieren. Sie erstellt mit Hilfe einer eigens entwickelten Nanotinte Solarfolien. Diese Folien werden mit Hilfe der altbekannten Drucktechnik hergestellt. Dadurch werden die großen Skaleneffekte der Druckindustrie erzielt. Das beschleunigt den Herstellungsprozess und reduziert die Herstellungskosten wesentlich. Die Folien werden in der Fabrik in San Jose hergestellt. Die Endfertigung findet in Luckenwalde bei Berlin statt, von wo aus auch der europäische Markt direkt bedient wird, der durch die garantierten Einspeisvergütungen berechenbarer ist. Nicht nur die Liebe zur alten Heimat war der Grund für diese Produktionsstätte in Deutschland.

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