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Prosumer-Restaurants auf dem Vormarsch

Der Starkoch Jamie Oliver aus England ist der Meinung, dass jeder kochen kann. Damit ist dann auch der Weg zum Mini-Gastronom nicht weit. Das hat sich auch Arno Rupert Maasdorp gedacht und in London den Saulton Supper Club eröffnet. Zweimal in der Woche wandelt er seine Wohnung in ein Restaurant um und bietet 16 Gästen ein edles 5-Gänge-Menü für 30 GBP pro Person an.

Das Angebot kommt so gut an, dass Arno meist Wochen im voraus ausgebucht ist. Kein Wunder, muss man im Restaurant meist das Zwei- bis Vierfache hinlegen. Und nicht erst in wirtschaftlich schwierigen Zeiten schauen die Gäste immer mehr auf das Geld. Und die Hobbyköche können eine Gästezahl von bis zu 16 Personen gerade noch managen.

Die Betreiber dieser „Prosumer-Restaurants“ wissen genau, wie Ihre Angebote ausgestaltet sein müssen, um keine Problemen mit den zuständigen Behörden zu bekomen. Sie nennen Ihr Restaurant „Club“ und nennen die Vergütung „Spenden“. Die Gäste bringen die alkoholischen Getränke selber mit, um keine Ausschank-Lizenz beantragen zu müssen.

Interessant ist, dass mittlerweile auch Köche aus Spitzenrestaurants diese Clubidee aufgreifen und das Menu im „Clubrestaurant“ für 100 GBP pro Person anbieten. Das zeigt, dass dieses Angebot nicht nur aus finanziellen Gründen interessant erscheint. Gastronomen sollten jetzt nicht überlegen, wie man solche Angebote verhindern kann, sondern wie man auf diesen Trend reagiert.

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