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Wie ein Taxifahrer mit einem Invest von 12,95 EUR ein Alleinstellungsmerkmal erzielt

In vielen Branchen ist der Verdrängungswettbewerb brutal geworden. Nicht überall gibt es deshalb einen runiösen Preiswettbewerb, wie z.B. im Taxigewerbe. Dafür steigen allerdings die Leerstandszeiten. Unter dem Strich bringen damit viele Taxifahrer heute weniger nach Hause als noch vor einem Jahr. Deshalb braucht es gute Ideen, um sich von der Masse abzusetzen. Der gebürtige Irander Ahmad Javanshir hatte solch eine Idee. Seit kurzem fährt er mit seinem Disco-Taxi durch Freiburg.

In einem fudder-Artikel wird beschrieben, wie Javanshir auf „Kundenjagd“ geht: „Bei Leerfahrten durch die Innenstadt lässt er die Discokugel strahlen, „Dance U Up Volume 1“ routieren und den Bass pumpen. Ein Schaulauf. Tatsächlich findet sich der ein oder andere Nachtschwärmer, der anerkennend den Daumen hebt, als er das lustige Taxi sieht. Ahmad reicht ein paar Visitenkarten heraus und fährt zum nächsten Kunden.“

Sein Investment betrug stolze 12,95 EUR. So teuer war die Discokugel im Baumarkt. Ich hoffe nur, dass die Taxi-Innung oder Verkehrsbehörde ihm keinen Strich durch die Rechnung macht und wieder irgend einen Paragraphen findet, der das Betreiben solch einer Diskokugel im Taxi verbietet. Sonst müßte Javanshir wieder auswandern. In Amsterdam und Madrid gehören solche Disco-Taxis schon fast zum Stadtbild.

9 Responses to Wie ein Taxifahrer mit einem Invest von 12,95 EUR ein Alleinstellungsmerkmal erzielt

  1. Rainer sagt:

    Für alle Freiburger – und dort insbesondere die Fahrradfahrer – und insbesondere an Regentagen – hoffe ICH hingegen, dass die Behörde diesen Paragraphen DOCH findet.

    Javanshir wird nicht auswandern, sondern eine weitere gute Idee haben.

  2. Christian Maria Fischer sagt:

    Ein anderer Taxifahrer gewinnt und bindet Satmmkunden u. a. über sein Blog. Siehe hier: taximann-koll.blogspot.com

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  5. Emmanuel sagt:

    Das dumme am Taxigewerbe ist, dass weiter Prüfungen zur Personenbeförderung stattfinden und dadurch immer neue Kutscher auf die Straße kommen, obwohl es schon seit der Wende zunehmend dunkler in diesem Gewerbe aussieht. Offensichtlich fehlt diesem Dienstleistungszweig die entsprechende Lobby – deswegen wird wohl auch bald wieder mit Discokugeln und ähnlichem Schluß sein.

  6. Artur sagt:

    Ich denke auch, dass es bald verboten wird. Aber man muss sich heute was einfallen um neue Kunden zu bekommen.

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