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Neue Chancen für Gastronomen, Händler und Eventveranstalter durch ortsbezogene soziale Netzwerke

Durch den Launch des ortsbezogenen Social Networks friendticker wird das Thema rund um die location based Services für Mobiltelefone auch in Deutschland immer breiter Beachtung finden. In der Blogosphäre wird gerade darüber diskutiert, ob friendticker als deutsches Copy Cat von forsquare langfristig eine Überlebenschance hat. Martin Weigert empfiehlt im Netzwertig-Blog, altbewährte Pfade einzuschlagen: „friendticker täte gut daran, jetzt alles auf möglichst viele Kooperationen in den Kernmärkten zu setzen, seine Nutzer mit echten Gratisprodukten für ihre Aktivitäten zu belohnen und den Dienst rechtzeitig zu verkaufen – entweder an ein Medienhaus, das aus irgendwelchen Gründen der Überzeugung ist, ein langfristiges strategisches Investment zu tätigen, oder aber an einen US-Konkurrenten. Dann wäre die Rechnung aufgegangen.“

Holger Schmidt wagt in einem aktuellen FAZ-Artikel den globalen Blick und fragt nach den Überlebenschancen von Foursquare: „Allerdings muss sich das Unternehmen bereits gegen starke Konkurrenz behaupten. Google ist mit seinem Lokal-Dienst Latitude ebenso in diesem neuen Markt unterwegs wie die jungen Firmen Gowalla und Brightkite. Damit nicht genug. Immer mehr Schwergewichte steigen in das lokale Internet ein: „Ich bin sicher, dass auch Facebook eine Check-in-Funktion vorbereitet. Twitter arbeitet an einem Geo-System, dass jeder Tweet wie ein Check-in funktioniert. Die Check-in-Funktion wird Grundbestandteil aller sozialen, ortsbezogenen Dienste“, sagte Crowley (CEO von Foursquare, Anmerkung von mir). Auch der Handy-Hersteller Nokia arbeite an einer Check-in-Funktion. „Künftig werden noch mehr Unternehmen in diesem Markt eintreten“, ist sich Crowley sicher.“

Die große Frage wird sein, ob die User langfristig lieber alles aus einer Hand (via Google, Facebook und Co.) haben wollen oder eher die Services von Spezialisten nutzen wollen, die miteinander über große Konnektoren miteinander verbunden sein werden. Ich persönlich tendiere in meinen Prognosen zur zweiten Variante. Das soll aber nicht weiter das Thema hier im Posting sein. Vielmehr empfehle ich allen lokalen Playern, wie Gastronomen, stationären Händlern und Eventveranstaltern, sich frühzeitig mit diesen ortsbezogenen Social Networks auseinander zu setzen. Eine Idee könnte z.B. für Gastronomen darin bestehen, beim 10. Besuch ein Gratisgetränk anzubieten oder in die VIP-Lounge einzuladen. Die Herausforderung muss auch darin bestehen, die wichtigsten „Netzwerkknoten“ ausfindig zu machen und mit ihnen in Kontakt zu treten. Friendticker, Foursquare und Co. werden sicherlich bald entsprechende Angebote an die lokalen Player machen, z.B. Werbe- und Couponaktionen gegen Gebühr anbieten.

Stellt sich eine wesentliche Frage: Erkennt der kleine Gastronom oder Einzelhändler, der nicht zu einer großen Kette gehört, diese Chancen und wird er sie auch nutzen? Oder anders gefragt: Wer kann ihm dabei helfen? Die Werbeagentur um die Ecke, die ein paar Flyer für die nächste Werbeaktion druckt, wird wahrscheinlich nicht weiterhelfen können. Social Marketing Experten werden sich eher nicht mit Klienten abgeben, denen man erst einmal die ganze Internetwelt näher bringen muss. Wie wäre es aber damit, wenn die Lieferanten (z.B. Brauereien, Getränkehändler und Co.) in die Bresche springen und gemeinsam mit ihren Kunden entsprechende Kampagnen entwickeln, durchführen und auch bezahlen. Damit könnte man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Man macht sich als Hersteller selber bekannt und hilft seinen Abnhemern, damit sie es noch möglichst lange bleiben.

7 Responses to Neue Chancen für Gastronomen, Händler und Eventveranstalter durch ortsbezogene soziale Netzwerke

  1. Mcarla sagt:

    Hallo Burkhard,

    spannender Artikel. Ich gebe dir vollkommen recht, das da einiges an Potential für kleine und mittlere Unternehen steckt. Sicherlich ist es auch ein Weg, in Zusammenarbeit mit Lieferanten zu agieren und so deren Potential zu nutzen. Trotzdem denke ich das auch Social Media Dienstleister hier die in Bresche springen können. Vor allen Dingen dann, wenn Sie sich auf kleine und mittlere Unternehmen fokussieren.

    Beste Grüße Mario

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