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Kuriose Geschäftsideen sorgen für PR-Hype

Wie ich gestern bereits erwähnt habe, veranstaltet Kerstin Hoffmann bis zm 30.06.2010 die Blogparade „Diesseits der Trampelpfade – ungewöhnliche Werbe- und PR-Aktionen“. Folgende Fragen sollen Blogger in ihren Postings beantworten: „Mit welchen ungewöhnlichen Aktionen machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam?“. Oder: „Was raten Sie Ihren Werbe-, PR- und Marketingkunden?“. Diesmal bin ich nicht nur mit einem Artikel dabei, sondern mit einer ganzen Serie. Nachdem ich gestern die Serie damit begonnen habe, ungewöhnliche Werbeplätze vorzustellen, berichte ich heute über ungewöhnliche Geschäftsideen, die ein gefundenes Fressen für die Medienvertreter darstellen. Im Gegensatz zu vielen Werbeaktionen können es ungewöhnliche Geschäftsidee schaffen, langfristig in den Medien zu erscheinen.

Bei Pet-Airways müssen Menschen draussen bleiben

Hunde und Katzen, die im Flugzeug nicht unter dem Sitz passen, müssen i.d.R. im nicht klimatisierten Frachtraum die Flugreise verbringen und sind dabei selber ihrem Schicksal überlassen. Keine Stewardess schaut regelmäßig vorbei, um die Vierbeiner mit Getränken zu versorgen, ihnen in dieser Streßsituation Zuspruch zu geben und in Notfällen medikamentös zu helfen. Nach Ankunft des Fliegers dauert es dann auch noch meist Stunden, bis man die Vierbeiner endlich abholen und wieder aufpäppeln kann. Sie sind meist noch Wochen danach ganz verstört. Genau so ist es Alysa Binder und Dan Wiesel mit ihrer Hündin Zoe ergangen. Und dieses Erlebnis war die Basis für eine eigene Geschäftsidee, eine Fluglinie nur für Haustiere. Während sich viele am Anfang verwundert die Augen gerieben haben, entwickelt sich das Unternehmen sehr gut und expandiert immer stärker.

Der Wall Street Prison Consultant weiß, wovon er redet

Insbesondere Investmentbanker waren früher gerngesehene Kunden in Juweliergeschäften, bei Nobelkarossenanbietern, bei Immobilienmaklern etc. Heute bleiben viele dieser Kunden aus, da sie keinen Job mehr haben oder zumindestens ihren aufwendigen Lebensstil nicht nach aussen tragen wollen, um nicht in die Schusslinie der Öffentlichkeit zu geraten. Allerdings gibt es einen Unternehmen, bei dem derzeit das Geschäft mit der Zielgruppe Investmentbanker boomt: Es handelt sich um den WallStreetPrison Consultants Larry Levine. Sein Name ist Programm. Er hilft WallstreetBankern, die eine Haftstrafe absitzen müssen. Auf jede Frage kennt er eine Antwort. Er erklärt, wie der erste Tag im Gefängnis abläuft, wie die medizinische Versorgung aussieht und welcher Prison-Slang gesprochen wird. Ja, er fungiert tatsächlich auch als Fremdsprachenlehrer 🙂 Dass er sich auskennt, muss er keinem lange beweisen, da er selber Jahre hinter den schwedischen Gardinen verbracht hat. Es gibt fast keinen Fernsehsender in den USA, der nicht schon über die Idee berichte hat.

Auch für Trauringe gibt es Särge, um sie nach der Scheidung zu beerdigen

Auf die skurile Iee, einen Sarg für Eheringe anzubieten, kam Jill Testa, nachdem ihre Ehe nach 20 Jahren scheiterte. Sie schildert auf Ihrer Webseite eindringlich, welche Gefühle sie in welcher Reihenfolge nach Ihrer Scheidung durchmachte. Um ein “neues Leben‹ zu beginnen, entfernte sie alle Bilder ihres ehemaligen Ehemannes und warf sie in eine Pappschachtel. Doch was sollte sie mit Ihrem Ehering machen? Sie feierte mit einem guten Freund an dem Platz, an dem sie ihren Mann das erste Mal sah, eine Art “Verabschiedungsprozedur‹ und drückte den Ring in ein Pan Cake. Am nächsten Tag kam ihr die Idee, statt einem Pan Cake einen Mini-Holzsarg zu nehmen. Mittlerweile ist daraus eine Geschäftsidee geworden. Im Internet werden mittlerweile verschiedene Mini-Sargmodelle angeboten.

Das Null-Stern-Hotel bricht mit vielen Konventionen

“Das Null Stern Hotel ist eine Erfindung der Künstlerzwillinge Frank und Patrik Riklin vom St.Galler Atelier für Sonderaufgaben. In Kooperation mit der Gemeinde Sevelen entstand das weltweit erste Null Stern Hotel als lustvolle Erweiterung des gängigen Hotelangebots. Das Low-Budget-Hotel bietet ein innovatives Nischenprodukt in mehrheitlich leerstehenden Luftschutzanlagen der Schweiz in Form einer Kunstinstallation. Die Gemeindemitglieder haben die gebrauchte Ausstattung gespendet. Die mehr als 50 Schlafplätze kosten zwischen 6 und 25 EUR. Diese Idee zeigt, dass man bestehende Regeln nicht brechen muss, sondern sie einfach nur erweitern kann, in die eine oder andere Richtung. Nicht jede Regelerweiterung führt zu wirtschaftlichem Erfolg. Aber sie kann zumindest für viel Publicity sorgen. Und das kann auch ein Pfund sein, mit dem man auch wuchern kann.

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