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Garmz will jungen Modedesignern nicht nur eine Vermarktungsplattform bieten

Im Juli 2009 habe ich die Crowfundingplattform „Catwalk Genius“ vorgestellt, die a la sellaband Startkapital für junge Modedesigner einsammelt, damit anschliessend deren erste Modekollektion herausgebracht werden kann. Wie prognostiziert, läuft das Geschäft sehr zäh an. Trotzdem mangelt es nicht an Gründer, die sich in diesem Markt tummeln und Modeschöpfer eine Plattform für ihren wirtschaftlichen Durchbruch schaffen wollen. Das österreichische StartUp Garmz ist vor kurzem an den Start gegangen und versucht ebenfalls sein Glück. Das Konzept dahinter ist etwas anders:

Junge Modedesigner können Ihre Entwürfe bei Garmz hochladen. Die User können über die einzelnen Entwürfe abstimmen. Von den Gewinner-Entwürfen werden anschliessend Prototypen hergestellt und die Fotos auf der Plattform abgebildet. Nach Ermittlung der Herstellkosten durch Garmz bei potentiellen Herstellern in Fernost und der Angabe des Gewinnaufschlages durch den Designer wird ein Verkaufspreis festgelegt. Zu diesem Preis können die User verbindliche Vorbestellungen durchführen. Wenn die Mindestzahl der Bestellungen erreicht wurde, geht der Entwurf tatsächlich in Produktion. Zahlreiche Experten sind skeptisch, ob sich er wirtschaftliche Erfolg von Garmz einstellt, wie z.B. Jao Belo.

Auch ich bin skeptisch, ob für genug Entwürfe die kritische Masse erreicht werden kann. Aus meiner Sicht müssten weitere Elemente eingebaut werden, damit die Idee zündet. Mein Stichwort „Jill Sobule“. Mehr will ich ohne Beratervertrag nicht verraten 🙂 Jochen Krisch bemerkt einen anderen kritischen Punkt, den man ebenfalls nicht aus den Augen verlieren sollte: „Die Modewelt lebt vom Abkupfern und gegenseitigen Kopieren. Aber wie viele Designer werden damit leben können, dass ihre Ideen bereits vor der eigenen Produktion kopiert werden können, weil sie öffentlich einsehbar sind? Garmz setzt auf den zeitlichen Vorteil des eigenen Shops in dieser Frage, was mich nicht hundertprozentig überzeugt.“

One Response to Garmz will jungen Modedesignern nicht nur eine Vermarktungsplattform bieten

  1. […] Best Practice Businesss […]

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