In Geschäftsidee, Idee - Agent, Idee - Hotel, Idee - Web, Marketing - Preis

hotelsnapper ist das Hotelpreisverhandlungsportal zu Last Minute Konditionen

Die Gründer von hotelsnapper haben es erkannt: „Hotelzimmer sind eine verderbliche Ware: Wenn ein Zimmer am Abend nicht gebucht ist, hat der Hotelier seine Dienstleistung umsonst erbracht. Er kann die Nacht nicht irgendwann später verkaufen.“ Deshalb könnte der Hotelmanager, der noch freie Raumkapazitäten hat, der Versuchung erliegen, in Last Minute Portalen seine Hotelzimmer zu Niedrigpreisen zu verscherbeln. Das kann allerdings schnell zum Bumerang werden, insbesondere wenn die Stammgäste, die zu Normalpreisen gebucht haben, davon „Wind bekommen“. Deshalb haben die Jungs von hotelsnapper einen anderen Weg gewählt, damit der Schnäppchenjäger und das Hotel zusammenkommen. Und das funktioniert so:

„Auf dem neuen Portal www.hotelsnapper.de geben Reisende ihre Anforderungen in die Suchmaske ein: „München-Schwabing, DZ, Anreise heute, zwei Nächte, vier Sterne, 70 Euro.“ Diese verbindliche Anfrage leitet Hotelsnapper an diejenigen seiner Partner-Hotels weiter, die grundsätzlich den Anforderungen in Bezug auf Lage oder Kategorie entsprechen. Hat der Kunde sein Anforderungsprofil und seinen Preis gewählt, gilt das Motto „first come, first serve“ – denn sobald das erste Hotel das Angebot akzeptiert, gilt der Deal als bindend, das Hotel kann dem Gast die Buchungsbestätigung senden. Dies ist auch der Augenblick, in dem der Gast erfährt, wo er tatsächlich wohnen wird.“

Damit dieses Vorgehen für den Kunden nicht zum Glücksspiel wird, sind nach Aussagen der hotelsnapper-Gründer ausschließlich Hotels zugelassen, die in den Gästebewertungen auf den einschlägigen Bewertungsportalen (zum Beispiel HolidayCheck) Top-Bewertungen aufweisen. Das finde ich einen guten Ansatz, wenn er auch ausbaufähig ist. Denn jeder Kunden hat individuelle Präferenzen und möchte, dass die berücksichtigt werden. Deshalb sollte der Kunden die Möglichkeit haben, seine Präferenzen in einem Auswahlmenu anzuklicken, damit die Vermittlung möglichst treffsicher wird. Und möglichst sollte er auch Hotels nennen können, die definitiv nicht in Frage kommen.

Dieses Feintuning wird sicherlich nach den ersten Erfahrungen und Feedbacks der Kunden noch erfolgen. Der Grundansatz ist schon einmal sehr gut. Sehr spannend finde ich noch einen anderen Aspekt, der in der Presseinformation von hotelsnapper erwähnt wird: „Das Hotel hat neben der Annahme des Angebots auch einmalig die Möglichkeit, ein Gegenangebot zu platzieren. Dem Hotelier sind 70 Euro zuwenig, 80 Euro könnte er annehmen? Dies teilt er dem Gast per Internet entsprechend mit. Der Gast kann nun wiederum seinerseits das erhöhte Angebot des noch anonymen Hoteliers annehmen und damit die Buchung für beide Seiten fixieren.“

Wer in obiges Video oder dieses wirklich geniale Layout-Puzzle reinschaut, der kann schon einen kleinen Blick in die Buchungsseite von hotelsnapper wagen. Auf den ersten Blick kann ich erkennen, dass ein Durchschnittspreis für die zu buchenden Hotelkategorie angezeigt wird, damit man als Kunden eine Orientierung hat, welcher Preis „normal“ ist. Wenn der Kunden dann seinen Wunschpreis genannt hat, wird angegeben, wie wahrscheinlich es ist, dass er ein Hotelzimmer zu diesem Preis bekommt. Genau solche Orientierungswerte helfen dem Kunden, seinen Verhandlungsspielraum auszuloten und zu verhindern, dass unrealistische Preise angefragt werden. Solche Tools helfen, damit Nachfrager und Anbieter zusammenkommen.

Und nur wenn ein Deal zustandekommt, verdient auch hotelsnapper, die „nur als“ Vermittler auftreten. Bei Hannes habe ich erfahren, dass die Vermittlungsprovision pro Deal bei 14 % des verhandelten Zimmerpreises liegen soll. Diese Provision ist natürlich im Preis für den Hotelgast schon eingepreist. Ich kann mir aber vorstellen, dass für größere Hotelketten hier noch ein Verhandlungsspielraum liegt. Denn um auch gute Angebote haben zu können, ist eine Zusammenarbeit mit namhaften Hotelgruppen elementar wichtig und auch schon gesichert. Somit steht dem Start des Portals im Herbst 2010 nicht mehr viel im Weg. Die Hausaufgaben sind aus meiner Sicht gemacht. Und natürlich könnt Ihr via Blog, Facebook und Twitter auf dem Laufenden bleiben.

5 Responses to hotelsnapper ist das Hotelpreisverhandlungsportal zu Last Minute Konditionen

  1. Tolle Idee, besser finde ich aber http://www.vadingo.com und vor allem ist die Seite schon online.

  2. […] anzubieten. So geschehen wieder vor wenigen Tagen, als ich die Hotelpreisverhandlungsplattform hotelsnapper vorgestellt habe. Denn in diesem Zusammenhang hat mich Klaus Swoboda auf eine ähnliche Plattform […]

  3. […] kurzem habe ich mit hotelsnapper und Vadingo zwei Hotelpreisverhandlungsportale vorgestellt, die den Hotels die Möglichkeit geben, […]

  4. […] Durch Preisdifferenzierung hat U2 den Durchschnittspreis pro Ticket in den letzten 20 Jahren von 12 auf 100 USD erhöht Die Abo-Kunden der Zeitschrift “Monocle” zahlen 50 % mehr als Käufer am Kiosk Nextrestaurant orientiert sich am Pricing-Modell von Fluggesellschaften und sorgt damit für garantiert volle Auslastung Care 500 reduziert den Kaufpreis für ein Elektroauto deutlich, weil die Batterie nur vermietet wird Durch Produktbundling höhere Preise durchsetzen Dinner for Dogs veröffentlicht auf der Webseite keine Preise, weil die Preis-Leistung erklärungsbedürftig ist Mit dem group-buying-widget syncFu steigt der Absatz bei sinkenden Preisen Sind andere einmal günstiger, gibt es von shoe4you die doppelte Preisdifferenz zurück Mit der Hotelcard werden Restbettenkontingente zum halben Preis angeboten Auf hotelsnapper können die Hotelpreise individuell verhandelt werden […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.