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Outsourcing als Chance (2): twago

Nachdem ich im ersten Teil der Serie „Outsourcing als Chance für Gründer und Unternehmer“ auf die Beweggründe für den Start dieser Serie und auf eigene Erfahrungen eingegangen bin, möchte ich heute einen ersten Anbieter im Outsourcing-Markt vorstellen. Es handelt sich um die internetbasierte Offshoring-Plattform twago. twago bedeutet „Teamwork Across Global Offices‹ (sinngemäß: Zusammenarbeit von Teams in weltweiten Büros). Ziel ist es, hochwertige Dienstleistungen weltweit über das Internet zu vermitteln. Grundsätzlich fokussiert twago sich auf die Vermittlung von Dienstleistungen, die an einem beliebigen Ort weltweit vor einem Monitor erbracht werden können. Die Spannweite der vermittelten Dienstleistungen umfaßt die konzeptionelle Erstellung von Webseiten und Programmierung von Software, Grafikdesign sowie administrative und Schreib-/Übersetzungsdienstleistungen.

Die Funktionsweise wird auf der Webseite wie folgt beschrieben: „Europäische Kunden stellen Projekte ein, Service-Anbieter weltweit geben Angebote ab, der Kunde vergleicht und entscheidet frei, welcher Anbieter für seine spezielle Situation am besten passt. twago unterstützt Anbieterauswahl und Projektdurchführung mit einer Vielzahl an Produktfeatures wie dem twago Projektmanagement-Tool, ausführlichen Unternehmensdarstellungen der Service-Anbieter mit Projekthistorie und –Bewertung sowie sicherer Zahlungsabwicklung. twago ist der größte Anbieter in Deutschland mit einer Wahlmöglichkeit für Kunden zur Zusammenarbeit mit hochqualifizierten deutschen Service-Anbietern oder alternativ der einfachen und sicheren Verlagerung von Aufträgen in aufstrebende Schwellenländer (Offshoring). Bereits heute nutzen Service-Anbietern aus 87 Ländern die Plattform zur virtuellen Zusammenarbeit mit Privat- und Geschäftskunden in ganz Europa.“

Was ist nun besonders an twago, da es schließlich schon für fast alles Ausschreibungsplattformen gibt? Zum einen hat man hier die Wahlmöglichkeit zwischen Home- und Offshoring. Bei einigen Dienstleistungen ist man eben besser im Inland aufgehoben, in anderen Bereichen wiederum bieten ausländische Partner das bessere Preisleistungsverhältnis an. Zum anderen gefallen mir die Servicefeatures besonders gut. So kann z.B. der Ausschreibende festlegen, dass der potentielle Auftragnehmer die komplette, detaillierte Projektbeschreibung erst einsehen kann, wenn er die Vertraulichkeitsvereinbarung unterschrieben hat und ausdrücklich freigeschaltet wurde. Hilfreich finde ich auch den Verifizierungsservice von Usern und Referenzen. Das erhöht das Vertrauen der Auftraggeber und verhindert, dass Betriebsspionage durchgeführt wird.

Gegründet wurde twago 2009. twago ist eine Marke der Bejali Internet GmbH & Co. KG mit Sitz in Berlin (Deutschland). Bejali Internet GmbH & Co. KG ist in Privatbesitz der drei Gründer Gunnar Berning, Maria Lindinger und Thomas Jajeh. Besonders konzeptstark finde ich, dass sich das twago-Team beim Aufbau seiner Plattform selber vieler Outsourcingpartner bedient hat. Durch eine Kooperation mit internationalen Service-Anbietern aus Deutschland, der Schweiz (Übersetzungen), Kanada (Webdesign), den Philippinen (Firmenlogo) und Russland (Programmierung) realisierte die Firma nach eigenen Angaben Einsparungen von über 60% und konnte sich damit vermehrt auf die Akquisition von Kunden fokussieren.

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