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Nicht immer ist im ECommerce der Preis heiß

Längst hat sich im E-Commerce herumgesprochen, dass man nicht nur über eine gute Platzierung bei Google sondern auch bei Preissuchmaschinen viele neue Kunden finden kann. Allerdings geht das meist zu Lasten der Margen, weil bei vergleichbaren Produkten meist nur der Händler mit dem günstigsten Preis den Zuschlag bekommt. Und leider gibt es meist noch einen, der es noch billiger als man selbst anbietet. Das liegt häufig auch daran, dass es viele Neueinsteiger gibt, die nicht wirklich alle wichtigen Kostenfaktoren bei Ihrer Kalkulation berücksichtigen und deshalb häufig drauflegen oder ein enormes Risiko fahren. Blöd daran ist, dass diese Frischlinge immer wieder nachwachsen und deshalb die Preisführerschaftsstrategie im ECommerce selten langfristig zu hohen Gewinnen führt.

Es geht auch anders. Denn es gibt neben dem Preis noch viele andere echte Kaufargumente. Viele Kunden schätzen es z.B., gerade schwere oder sperrige Produkte durch den Paketdienst bis zur Haustür angeliefert zu bekommen. Selbst wenn das Produkt im Onlineshop nicht günstiger als im Einzelhandelsgeschäft ist kauft der Kunde in solchen Fällen gerne über das Internet. Diese Erkenntnis haben auch Oliver Hiller und Ulf Lauer gesammelt, die im Jahr 2009 die Lieblingsshop GmbH gegründet haben. Über ihr Internetportal lieblingswindeln.de verkaufen sie Windeln nicht wirklich zu Schnäppchenpreisen. Wer schon einmal diese großen Windelpakete nach Hause geschleppt hat, der weiß, dass solch ein Bringservice trotzdem ein echter Segen ist.

Fast selbstverständlich ist schon, dass man bei Lieblingswindeln.de nicht nur Windeln in der Einzelpackung, sondern auch im Abonnement bestellen kann. So wird schnell aus einem Erst- ein Stammkunde. Überraschend dagegen finde ich, dass die Auswahl an Windeln in diesem Windelshop auf den ersten Blick relativ klein erscheint. Das entspricht allerdings der Erfahrung der zwei Jungunternehmer, dass die Kunden keine riesige Auswahl wollen, sondern nur das Beste für Ihren Nachwuchs brauchen. Konsequent ist, dass mittlerweile nicht nur Windeln über den Shop verkauft werden, sondern auch viele andere nützliche Produkte für den Nachwuchs. Gerade was die Vertriebsstrategie angeht, werde ich in einem separaten Posting weitere interessante Aspekte aufzeigen, die dieses StartUp vorzuweisen hat.

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