In Geschäftsidee

Auch Kabarettisten haben gute Geschäftsideen

Häufig bekomme ich die Frage gestellt, wo man gute Geschäftsideen finden kann. Als erstes empfehle ich dann natürlich, regelmäßig meinen Blog zu lesen, in dem bisher schon mehr als 1.700 innovative Geschäftsideen präsentiert wurden. Natürlich gibt es auch noch viele andere gute Internetquellen. Besonders gut finde ich Blogs, in den Ideen von Designern vorgestellt werden, denn die wenigsten Designer setzen ihren Ideen auch um, weil sie häufig zu „kreativ“ sind. Das gilt für fast alle Künstler, wie z.B. auch Kabarettisten. Im Rahmen seiner aktuellen Bühnenshow stellt Ingmar Maybach-Mengede seine Geschäftsidee vor, die er umsetzen will, wenn ihn sein Hauptberuf als Pfarrer nicht mehr ernähren sollte, wie ich hier nachlesen konnte:

„“Ich plane mich selbstständig zu machen‹, verriet der Kabarettist – „als klerikaler Kapitalist‹. Seine kongeniale Geschäftsidee: Halbierung der Beerdigungskosten durch die Kooperation mit einem bekannten schwedischen Möbelhaus. Wer kenne das nicht: Man sucht das Regal „Billy‹ oder „Hemnes‹ selber aus, trägt es nach Hause und baut es dort sorgsam zusammen. („Meistens bleibt eine Schraube übrig.‹). „Wir Theologen nennen so etwas Beziehungsaufbau.‹ Wäre es nicht schön, den eigenen Sarg auch bereits zu Lebzeiten in einem vertrauten Einrichtungshaus auszusuchen und so eine Art “Diesseits-Jenseits-Kontinuität zu erreichen“?“

Ich weiß nicht, ob IKEA wirklich Interesse hat, dieses neue Marktsegment zu besetzen. Aber ich kann mir vorstellen, dass früher oder später ein Einrichtungshaus oder einfach ein cleverer Geschäftsmann auf die Idee kommen, den Markt für Bestattungen aufzurollen und das Aldi-Prinzip darüber zu stülpen. Es gibt einfach noch zu viele Branchen, in denen der Dornröschenschlaf vorherrscht. Diese Situation schreit nach neuen Ideen. Ich kann mich daran erinnern, dass der legendäre Investmentfondsmanager Peter Lynch in seiner Biographie von einem Investment in ein Bestattungsunternehmen schwärmte, das den Markt damals neu aufrollte, indem zu Lebzeiten Bestattungen zu Niedrigpreisen verkauft wurden, weil u.a. die Bestattungen auf dem weiten Land vorgenommen wurden.

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14 Responses to Auch Kabarettisten haben gute Geschäftsideen

  1. Es gab mal eine Schreinerin, die hat Workshops veranstaltet über Verwandlungsmöbel. Man hat sich ein Möbelstück gebaut, z. B. einen Schreibtisch, der dann im Todesfall zum Sarg wird. Die Idee war, dass man schon mit seinem Sarg sozusagen lebt…

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