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Wird p2p-Carsharing bald auch in Deutschland salonfähig?

Deutschlands erstes privates Carsharing: tamyca from tamyca on Vimeo.

Im Mai 2010 habe ich einen meiner Blogartikel wie folgt betitelt: „p2p-Carsharing goes around the world“. Damals habe ich drei Onlinevermittlungsportale für p2p-Carsharing aus USA, Australien und England vorgestellt. Diese Plattformen ermöglichen es, dass Menschen ihr Auto an andere Menschen in der Nachbarschaft verleihen. Schliesslich war das die Basisidee, bevor andere Player in das Carsharinggeschäft eingestiegen sind und sich bis heute mit der Markterschließung schwer tun, weil das Netz an Carsharingstationen noch nicht engmaschig genug ist.

Die große Frage damals war nicht ob sondern wann auch die ersten Anbieter in Deutschland auf den Plan treten würden. Im November 2010 haben sich sechs Gründer von der RWTH Aachen und der Bucerius Law School in Hamburg mit der p2p-Carsharing-Plattform tamyca (tamyca ist die Abkürzung von take my car) an den Start gewagt. Ab 13 EUR pro Tag Mietgebühr bin ich Frankfurt dabei. Dazu kommen 7,50 EUR Vermittlungs- und Versicherungsgebühr pro Tag hinzu. Die Presse hat das Thema mit Vergnügen und flächendeckend aufgegriffen. Trotzdem ist das Angebot selbst für eine Stadt wie Frankfurt noch sehr bescheiden, sowohl was die Zahl der Standorte als auch der Autos angeht.

Davon lassen sich anscheinend weitere Anbieter nicht abschrecken. Im März 2011 ist Nachbarschaftsauto.de an den Start gegangen. Locken will man die User u.a. damit, dass in der Betaphase keine Vermittlungsgebühren anfallen. Leider kostet aber die Versicherung 8,90 EUR pro Tag und ist damit noch teurer als bei tamyco. Und da meine Suchanfrage leider kein Ergebnis angezeigt hat, kann ich auch leider nichts zum Angebotsumfang sagen. Wenn ich allerdings andere Berichte richtig verstanden habe, ist das Angebot erst in Berlin sehr umfassend.

Die große Frage lautet: Wird die Pionierarbeit der StartUps eines Tages belohnt. Ich glaube ja, aber ich bin mir nicht sicher, ob diejenigen die Ernte einfahren werden, die zuerst an den Start gegangen sind. Leider ist das ja häufig das Schicksal der ersten Pioniere. Denn aus meiner Sicht ist die Zeit von Einzelangeboten in der Mobilität vorbei. Es wird Zeit, dass Systeminnovationen den Vormarsch wagen. In meinem nächsten Artikel werde ich darauf näher eingehen.

2 Responses to Wird p2p-Carsharing bald auch in Deutschland salonfähig?

  1. […] letzten Blogartikel habe ich über die p2p-Carsharing-Onlineplattformen in Deutschland berichtet. Zum Schluss des […]

  2. […] StartUps Kommt P2P Autotausch auch in Deutschland? Ich würde es mir sehr wünschen […]

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