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Zwischenfazit der Avocado-Store-Gründer in WiWo

Vor ca. 2 Jahren hatten die Gründer von Avocado Store, Philipp Gloeckler und Stephan Uhrenbacher die Idee allen deutschen Produzenten grüner Produkte eine gemeinsame Plattform zu bieten. Es gab viele Vorschusslorbeeren durch Presseerwähnungen und Siegerpokale von Wettbewerben. Und mittlerweile haben sie mit 13.000 Angeboten von mehr als 100 Anbietern ihr Ziel heute erreicht, mit dem Avocado Store Deutschlands größten Marktplatz für grüne Produkte aufgebaut zu haben.

Jetzt zieht der Mitgründer Philip Glöckler im letzten Artikel für das Wiwo-Tagebuch Zwischenbilanz: „In dieser Zeit habe ich viel über das Gründen gelernt: dass man mit wenig Geld schnell Erfolg haben kann, wenn die Idee gut ist. Aber auch, dass manche Schritte länger dauern als gedacht – etwa die Suche nach einem Investor, der unsere Expansion ins Ausland finanziert. Aber das frustriert mich nicht wirklich. Wir haben Avocado Store gegründet, um den nachhaltigen Konsum zu unterstützen und um davon zu leben. Und diese Vision ist mir mehr wert als Expansion um jeden Preis.“

Und die Moral von der Geschichte: Auch vermeintlichen Überflieger, die zum StartUp des Jahres gekürt werden und einen erfolgreichen Unternehmer und BA im Boot haben, fällt nicht alles in den Schoß. Sie müssen z.B. an der Rentabilität ihres Geschäftsmodells feilen, weil keine neuen Investoren Schlange stehen. Sie haben auch Probleme mit potentiellen Zahlungsausfällen. Und sie machen auch ganz normale Fehler im Alltag, wie wir alle. Für jeden Gründer eines E-Shops sind auf jeden Fall ein paar Anregungen dabei, wie z.B. die Tatsache, dass man über Twitter einen Business Angel finden kann 🙂

Und was halte ich nun von solchen Online-Tagebüchern, die von Gründern selbst geschrieben werden? Wenn ich ehrlich bin, finde ich die Ausbeute an Erkenntnissen relativ mau. Das liegt natürlich daran, dass die Gründer ihre Wettbewerber nicht unbedingt schlau machen wollen und sich deshalb sehr bedeckt zeigen. Vielmehr wird solch ein Tagebuch als PR-Tool von den Gründern verstanden und deshalb ist die Aussagekraft meist so groß wie die einer Pressemitteilung. Das größte Manko ist, dass nicht ein Journalist alles kritisch begleitet. Das macht enable2start deutlich besser, wenn dafür auch ein hoher Preis bezahlt wird.

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