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Das Immobilienportal Loftville will „Waffengleichheit“ zwischen Mieter und Vermieter herstellen

Es gibt Ideen, die erst auf dem zweiten Blick interessant erscheinen. So erging es mir beim Immobilienportal Loftville, die solvente Mieter mit Vermietern zusammenbringen wollen. Warum sollen Vermieter dort eine attraktive Wohnung einstellen, wenn den ganzen Job sowieso ein Makler für sie übernimmt und sie wenig damit zu tun haben, außer sich aus den Top-5-Kandidaten den besten heraus zu picken? Denn letztlich ist das System in Deutschland pervers. Ich als Mieter bezahle den Makler, der aber in erster Linie die Interessen des Vermieters berücksichtigt.

Als ich obiges Gründerszene-Interview mit den Gründern von Loftville angeschaut habe, wurde mir aber sofort klar, dass auf Loftville auch Makler Wohnungen einstellen können und damit den Ausleseprozess beschleunigen können. Damit ist die Chance groß, dass auf Loftville spannende Angebote eingestellt werden. Von den Erfahrugnen der Makler hängt es jetzt ab, ob das zum Dauerläufer wird oder in einer Sackgasse endet. Denn da die Makler die Objekte nicht exklusiv bei Loftville einstellen müssen, werden Sie verschiedene Portale gegeneinander antreten lassen und letztlich entscheiden, was am besten läuft.

Deshalb sind die Macher von Loftville gefordert, viele solvente Mieter auf die Plattform zu bringen. Die Invitation-Only-Strategie hat mich diesbezüglich nicht überzeugt. Vielmehr fand ich erfolgsversprechend, dass gezielt Firmen angesprochen werden, deren Mitarbeiter gut verdienen und die Wohnungen suchen. Diese Firmen werden auch am ehesten die Mitgliedschaftsgebühr für Wohnungssuchende bezahlen, die nach Abschluss der Betaphase erhoben werden soll. Ich bin gespannt, ob sich dieses Einnahmenmodell rechnen wird. Auch wenn noch nicht alles rund erscheint, so könnte Rechnung für Loftville aufgehen, wenn man am Ball bleibt und weiter optimiert.

Fazit: Das StartUp sollte man auf jeden Fall im Auge behalten. Ich persönlich fände zumindestens momentan ein Portal am spannendsten, das interessante Immobilieninvestments vorqualifiziert. Denn momentan gibt es eine riesige Nachfrage nach Betongold. Viele Investoren mit Angst vor Inflation und Börsencrash investieren ihr Geld wieder gerne in Immobilien. Die Makler können die Nachfrage derzeit gar nicht bedienen. Viele Investoren werden auch im jetztigen Boom wieder die Niete ziehen. Wer hier helfen kann, die Spreu vom Weizen zu trennen, wird Erfolg haben.

Aber es gibt auch noch ganz andere innovative Ideen, sich ein Scheibchen am Immobilienvermittlungsmarkt abzuschneiden. Deshalb werde ich heute hier im Blog als nächstes zwei weitere innovative Ideen vorstellen, die den Markt zumindestens aufschrecken könnten. Und es sind Ideen aus dem Ausland, die vielleicht für die interessant sind, die noch nach einer guten Geschäftsidee für Deutschland suchen. Denn was bringen Euch Ideen, die hier schon umgesetzt worden. Wer die Idee für sich sucht, die noch nicht besetzt ist, der ist hier richtig.

5 Responses to Das Immobilienportal Loftville will „Waffengleichheit“ zwischen Mieter und Vermieter herstellen

  1. werbefilm sagt:

    Ich finde das eine gute Idee, die Loftville da hat! Sollten Sie in einem kleinen Werbefilm mal schmackhaft machen! Das ließe sich doch super realisieren!
    Hier ein Beispiel:
    Werbefilm

  2. S. Georg sagt:

    Guten Tag,
    ich bin Maklerin aus Frankfurt und fand das Experiment Loftville sehr spannend. Interessenten zu kontaktieren, die etwas mehr Sorgfalt auf ihre Wohnungssuche legen, anstatt mit einem Mausklick etliche Makler anzuklicken und hinterher nicht mehr zu wissen, wen man überhaupt, wegen welcher Wohnung kontaktiert hat.

    Wie gesagt, eine gute Grundidee! Leider habe ich auf meine Angebote, die alle sehr sorgsam mit guten Bildern und vielen Informationen eingestellt wurden, nicht eine einzige Anfrage bekommen!

    Auch die Onlinepräsentation geht ungewohnt schleppend vor sich. Es dauert Stunden oder sogar mehr als einen Tag, bis man die Bestätigung von Loftville erhält, dass das Objekt online ist. Schnelle Änderungen mit einem Mausklick am Objekt, sind zumindest via Maklersoftware, so nicht möglich. Man muss dazu online gehen.
    Auch ein exklusives Einstellen einer Immobilien ist bei Null Anfragen nicht ratsam. Warum sollen die Leute also bezahlen, wenn dieselbe Immobilie dann auch bei Scout und Co. zu finden ist?
    Für mich ist das Ganze ein Anfang, aber bisher noch kein Erfolg. Ich als Makler möchte jedenfalls nichts dafür bezahlen (auch in Zukunft nicht, falls so etwas angedacht ist) und überlege, was mir das Ganze überhaupt bringt.
    Ich bin enttäuscht.

  3. […] Das Immobilienportal Loftville will “Waffengleichheit” zwischen Mieter und Vermieter her… […]

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