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Warum spielen so wenige Hotels auf der gesamten Klaviatur der Preisdifferenzierung?

Hotelbuchungsportale und -suchmaschinen machen es möglich, dass ich verschiedene Hotelangebote in einer Stadt vergleichen und für jedes Hotel das günstigste Angebot herausfiltern kann. Dabei gibt es aber ein entscheidendes Problem: Ich kaufe die Katze im Sack! Denn ich kann zwar Wünsche äußern (Zimmer im obersten Stock, Zimmer mit Blick aufs Meer,…), aber erst vor Ort weiß ich wirklich, welches Zimmer ich bekomme und ob ich Glück gehabt habe oder nicht. Das ist aber vielen Gästen zu riskant. So nehmen sie direkt mit dem Hotel Kontakt auf und buchen ein festes Zimmer, was natürlich nur dann erfolgsversprechend ist, wenn ich das Hotel schon kenne und weiß, welche Zimmer am besten sind.

Warum lassen sich die Hotels nicht von Kinos, Konzertveranstaltern, Kreuzfahrtgesellschaften oder anderen Anbietern inspirieren, die einem die Möglichkeit anbieten, einen festen Platz online zu buchen. Vor mehr als 2,5 Jahren habe ich hier im Blog schon solch ein Angebot aus dem Gastgewerbe beschrieben: „Das Szene-Restaurant Wagaboo in Barcelona bietet ein Onlinereservierungssystem an, mit Hilfe dessen man nicht einfach nur einen Tisch zu einer bestimmten Uhrzeit reservieren kann, sondern sich seinen Wunschtisch aussuchen kann…..Ich würde mir nicht nur wünschen, dass mehr Restaurants solch einen Buchungsservice anbieten, sondern vor allem auch Hotels… Natürlich würde solch ein Angebot auch eine Änderung des Preissystems bedingen.“

Die Konsequenz wäre natürlich, dass ich nicht nur einen Preis für Hotelzimmer anbiete, sondern je nach Lage variiere. Je nach Hotelarchitektur ergeben sich daraus vielleicht mehr als zehn Preiskategorien pro Hotel pro Saison. Es gibt ja schon Angebot von größeren Hotelanlagen (unterschiedliche Preise für Zimmer im A, B oder C-Haus, Meerblick, Zimmer mit Meerblick und Balkon), die in die richtige Richtung gehen. Mein Vorschlag ist allerdings, dass man nicht nur grob die Lage wählen kann, sondern genau ein bestimmtes Zimmer buchen kann. Zusätzlich könnte man weiterhin sog. Glückszimmertarife anbieten, wie man das von Kreuzfahrtgesellschaften kennt. Im Rahmen dieser Buchung erhält man zum günstigsten Tarif einer Zimmerklasse die Chance, upgegradet zu werden, wenn das Hotel am Anreisetag nicht komplett ausgebucht sein sollte.

Solch ein Preisdifferenzierungsmodell mit Buchungsprogramm hätte mehrere Vorteile: Die Hotels könnten insgesamt höhere Einnahmen erzielen, müßte die Erwartungen der zahlungskräftigen Besucher nicht mehr enttäuschen und könnten zudem erreichen, dass sich mehr Besucher direkt über die Hotelseite anmelden (Stichwort: Kundenbindung). Clevere Webentwickler könnten entsprechende Buchungsprogramme entwickeln und Hotels als Mietlösung anbieten. In einem zweiten Schritt könnte der Programmierer evtl. auch ein neues Hotelbuchungsportal, auf dem o.g. Buchungsmöglichkeiten angeboten werden, aufbauen und damit ein USP aufbauen. Alternativ könnten auch White-Label-Lösungen für Hotelbuchungsportale oder Hotelbewertungsplattformen angeboten werden.

5 Responses to Warum spielen so wenige Hotels auf der gesamten Klaviatur der Preisdifferenzierung?

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