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Noch ist das e-Urinal eine Zukunftsvision

Schon vor Jahren habe ich darüber gelesen, dass in Asien High-Tech-Toiletten entwickelt werden, die noch viel mehr können, als nur zu spülen. In diese Richtung geht auch des e-Urinal, das der Industrie Designers Royce Zhang aus Shanghai konzipiert hat. Mit Hilfe dieses etwas anderen Urinals sollen durch einen Schnelltest u.a. der Blutzuckerspiegel, PH Wert und die Menge der im Urin enthaltenen roten und weißen Blutkörperchen angezeigt werden. Diese Angaben sollen helfen, dass gerade Männer, die Vorsorgeuntersuchungsmuffel sind, frühzeitig darüber informiert werden, wenn „Gefahr in Verzug“ ist. Letztlich kann auch die Medizin nur noch bedingt helfen, wenn bestimmte Krankheiten zu spät erkannt wurden.

Einschränkend muss man erwähnen, dass es sich bisher nur um ein Designkonzept handelt und leider noch nicht einmal ein Prototyp vorhanden ist. Aber das Ideenkonzept zeigt sehr gut, in welche Richtung der Selbstdiagnosetrend gehen kann. Natürlich werden solche Produkte zu teuer sein, um sie in den eigenen vier Wänden zu nutzen. Aber trotzdem könnte es sich dabei um mehr als ein Gimmik handeln. Denn durch die Vernetzung mit einem iPhone könnten die Werte dokumentiert und entsprechende Verläufe analysiert werden. So könnten quasi eine kleine Krankenakte via iPhone angelegt werden und die Werte auf einem Medizinportal mit denen anderer verglichen werden und auch Ratschläge gegeben werden, wie sich die Werte verbessern lassen würden.

Die Einsatzmöglichkeiten für das E-Urinal sind fast unbegrenzt. Natürlich denkt man zuerst daran, solche Gerätschaften in Krankenhäusern und Arztpraxen aufzuhängen. Aber wer von den Männern hält sich schon dort auf? Viel interessanter wäre es z.B., solche Urinale in den Toiletten von Apotheken bzw. von Einkaufszentren aufzuhängen, in denen auch Apotheken stationiert sind. Auch Fitnessstudios wäre lukrative Orte. Oder man geht ganz anders an das Thema heran und hängt die e-Urinale in Gaststätten auf. Das würde aber aus meiner Sicht nur funktionieren, wenn die e-Urinale den Alkoholgehalt im Urin auslesen können und dadurch ein Bezug zur Lokalität hergestellt und nicht alles immer bierernst genommen werden müsste. An diesen Beispielen erkennt man schnell, dass Selbstdiagnosen tatsächlich einen Mehrnutzen bieten können und nicht nur Arztverweigerer heranzüchtet.

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