In Geschäftsidee, Idee - Drink, Idee - Franchise, Idee - Gastro, Idee - Mobil

Shams Coffee ist die mobile Antwort auf Starbucks & Co.

Noch haben nicht alle erkannt, dass ich am Tag des Kaffees hier im Blog nur gute Business-Ideen rund um die Bohne vorstelle, die die Welt etwas lebenswerter macht. Zum Abschluss möchte ich eine Geschäftsidee näher vorstellen, die perfekt dazu passt. Es handelt sich um das Espresso-Franchisekonzept Shams Coffee. Die Macher sammeln derzeit auf bestBC Crowdkapital ein, um die Idee noch schneller in Deutschland bekannt zu machen und möglichst schnell flächendeckend in Deutschland anbieten zu können. Geld kann nicht alles lösen, aber doch viele Dinge beschleunigen. Und wenn eine Idee gut ausgereift ist, muss man doch auf die Tube drücken, um die Markteintrittsbarrieren für andere möglichst hoch zu hängen.

Ich hatte gestern auf dem Launch-Event von bestBC die Möglichkeit, sehr lange mit Mohammad Reza Shams zu sprechen, einem der beiden Gründer von Shams Coffee. Er hat mir die Gründerstory kurz und sehr plastisch dargestellt. Die Idee zu Shams Coffee kam, als die Cafeteria in der Bibliothek zumachte und Mo den Gedanken nicht mehr aus dem Kopf bekam, gerade jetzt eine leckere Tasse Kaffee zu trinken. Aus der Idee wurde die Geschäftsidee, mit einem Kaffeefahrrad vor der Uni-Bibliothek Kaffee zu verkaufen. Doch irgendwann im Winter wurde es zu kalt. Leider konnten sie mit dem Fahrrad nicht ins Gebäude fahren. Deshalb haben sie eine mobile Espressobar bauen lassen, die flexibel und variabel war, d.h. innen und außen betrieben werden konnte. Sie passt durch jede Tür, in jeden Aufzug. Sie ist Euro-Paletten-normiert und kann so durch die ganze Republik geschickt werden.

Das Wachstumspotenzial ist riesig: Überall dort, wo der Einsatz stationärer Gastronomie aus vielen Gründen nicht in Frage kommt, kann die Shams Coffee Espressobar® erfolgreich eingesetzt werden, im Vergleich zur stationären Gastronomie sind Investitionen und Betriebskosten wesentlich geringer. Und es ist egal, ob man nur für einen Tag auf einem Großevent oder drei Monate an einem Standort agiert, weil dort z.B. gerade die Cafeteria umgebaut wird. Die beiden Gründer suchen nun Franchisenehmer, die sich mit dieser Idee irgendwo in Deutschland selbständig machen wollen. Erster Zielmarkt sind die ganzen Uni´s in Deutschland. Mo und Co. haben einen genialen Weg gefunden, wie die Univerwaltung ihnen immer die besten Standorte zuweist. Das ist leider Betriebsgeheimnis 🙂

Genial finde ich zudem, dass die Espressobar ohne einen festen Wasseranschluss auskommt und es somit sehr wenige Standortrestriktionen gibt. Zudem kann die Bar stand alone oder im Verbund mit mehreren Stationen betrieben werden, je nach den Bedürfnissen vor Ort. Nachdem die Gründer selber länger als 6 Monate hinter dem „Tresen“ standen, ist das System nun so ausgereift, dass das Wachstum via Franchise kommen kann. Einem erfahrenen Gastronom muss ich nicht sagen, welche Margen im Kaffee-Business zu verdienen sind. Und dann wird alles auch noch als Franchisekonzept betrieben.

Nach einer halben Stunde Interview mit Mo habe ich sofort verstanden, warum das Experten-Team von bestBC aus mehr als 100 eingreichten Konzepten dieses Projekt rausgepickt hat, um mit ihm als erstes an den Start zu gehen. Trotzdem wird es eine Herausforderung werden, den eher internetaffinen Crowdvestoren zu vermitteln, dass man auch außerhalb der Webszene schnell viel Geld verdienen kann, ohne hohe Startinvestitionen durchführen zu müssen. Aus meiner Sicht gehört Shams Coffee zu den drei aussichtsreichsten StartUps, die bisher auf deutschen Crowdinvestingplattformen vorgestellt wurden. Die Zukunft wird natürlich erst zeigen, ob ich mit dieser Einschätzung richtig liege. Und natürlich darf ein Hinweis am Ende nicht fehlen:

Selbstverständlich handelt es sich hier nicht um eine Beteiligungsempfehlung, sondern nur um eine persönliche Einschätzung. Ich übernehmen keine Haftung für Fehlinvestments.

9 Responses to Shams Coffee ist die mobile Antwort auf Starbucks & Co.

  1. Dominik sagt:

    Hi,

    guter Artikel, aber ein wenig mehr Recherche hätte ans Licht gebracht, dass es bereits ein erfolgreich agierendes Franchise-Konzept mit Coffee-Bikes in Deutschland gibt.
    Die Coffee-Bike GmbH aus der Nähe von Osnabrück besitzt bereits knapp 20 Franchisenehmer und ist in so gut wie jeder größeren deutschen Stadt und zudem in Bukarest zu bewundern.
    http://www.coffee-bike.com

    MfG,
    Dommi

  2. In der Tat ein interessanter Bericht Herr Schneider.
    Da es sich um ein Franchise Modell handelt, bin ich mir nicht sicher, ob „6 Monate hinter dem Tresen stehen“ eine ausreichende Qualifikation für den Einstieg in ein solches Geschäft ist. Auch wenn es einem als StartUp weh tut, sind vorhandene, erfolgreiche und zufriedene Franchisenehmer für einen Einsteiger, der ja mit diesem Einstieg seinen Lebensunterhalt verdienen möchte, das Beste Erkennungszeichen für positive Zukunftsaussichten. Ohne die Vertragsdetails zu kennen, ist die Vertragsgestaltung zwischen Franchisegeber und Franchisee ein weiterer sehr wichtiger Baustein für eine professionelle Zusammenarbeit. Es bleibt also noch viel Spielraum…

    Roland Schopp

  3. Hallo Dominik,

    ich bin in meinem Artikel extra auf Coffee-Bike eingegangen und habe den Unterschied zu Shams herausgearbeitet. Scheint mir, dass ich die Recherchearbeit geleistet habe, Du aber meinen Artikel nicht richtig gelesen hast 🙂 Die Shams-Espressobar fährt zwar auch auf Rollen, wird aber nicht von einem Fahrrad angetrieben und ist auch mehr eine Indoor-Lösung. Coffee-Bike dagegen ist geeignet, um am Tag auch längere Distanzen zu absolvieren, um an mehreren Standorten an einem Tag Kaffee to go anzubieten. Beide Konzepte haben somit Vor- und Nachteile. Aus meiner Sicht ist Platz für beide Konzepte in Deutschland.

    Starbucks war auch nicht das erste Kaffeebar-Franchisekonzept in der Welt, aber das Beste 🙂

    Gruss

    Burkhard

  4. Hallo Herr Schopp,

    das ist ein guter Hinweis, im Rahmen der Geld- und Franchisepartnerakquise mehr die Franchnisenehmer sprechen zu lassen, die es schon in mehreren Städten gibt. Hier habe ich im Artikel sehr verkürzt. Aber es sollte ja auch kein Werbeartikel werden 🙂

    Gruss

    Burkhard Schneider

  5. […] des Monats: Shams Coffee ist die mobile Antwort auf Starbucks & Co. Kurioseste Geschäftsidee des Monats:Auto-Kofferraum als Packstation Gamechanger des Monats:Bei […]

  6. Dominik sagt:

    Dann scheinen wir leider nicht den gleichen Artikel gelesen zu haben.
    Ich konnte auch nach einer Suche das Wort Coffee-Bike nicht finden außer in den Kommentaren.

    MfG,
    Dominik

  7. Hallo Dominik,

    gerne helfe ich. Ich zitiere den 2. Absatz meines Artikels:

    „Die Idee zu Shams Coffee kam, als die Cafeteria in der Bibliothek zumachte und Mo den Gedanken nicht mehr aus dem Kopf bekam, gerade jetzt eine leckere Tasse Kaffee zu trinken. Aus der Idee wurde die Geschäftsidee, mit einem Kaffeefahrrad vor der Uni-Bibliothek Kaffee zu verkaufen. Doch irgendwann im Winter wurde es zu kalt. Leider konnten sie mit dem Fahrrad nicht ins Gebäude fahren. Deshalb haben sie eine mobile Espressobar bauen lassen, die flexibel und variabel war, d.h. innen und außen betrieben werden konnte.“

    Mo und Co. haben nach ihren Aussagen ihre ersten Gehversuche mit dem Kaffeefahrrad gemacht, dann allerdings die Idee weiterentwickelt oder verändert (je nach Sichtweise).

    Gruss

    Burkhard

  8. Skessler sagt:

    Eine schöne Idee und gute Vorstellung.

    Den Hinweis aus oben stehendem Kommentar, FN bei der Partnersuche sprechen zu lassen, möchte ich ausdrücklich bekräftigen. Ich glaube, dass ein FN, der per Video über seine Erfahrungen berichtet, viel näher und authentischer und damit effizienter für die Akquise ist, als manch anderer Versuch der Vertrauensbildung. Wir bieten solche Möglichkeiten in unserem hauseigenen Filmstudio, allerdings scheuen z.T. FG und/oder FN den Aufwand.

    Dieses Konzept lässt sich möglicherweise wunderbar mit anderen mobilen Konzepten kombinieren. Spontan fällt mir das Franchisesystem EIZ Zauberei ein, mit mobilem Eis-Salon. Für den Endkunden ist das ein Traum, links der leckere Kaffee und rechts das vor den eigenen Augen frisch zubereitete Eis. Sei es ein Franchisenehmer für beide Konzepte oder zwei Franchisenehmer auf gemeinsamen Veranstaltungen…

  9. Hallo,

    als Mountainbike bzw Fahrrad Fan bin ich begeistert von der Idee…. Auch bei Fahrradveranstaltungen läßt sich das Konzept gut vermakrten…. für einen Festestandort finde ich das Konzept ein wenig gewagt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *