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Erstes Projekt auf Crowdfundingplattform „Kapitalfreunde“ erreicht Fundingschwelle

Crowdfunding wird auch bald in Deutschland zum Massenphänomen werden. Das liegt aber nicht nur daran, dass jetzt die Dickschiffe aus den USA den deutschen Markt anvisieren. Vielmehr gibt es immer mehr Spezialplattformen, die „Projekte zum Anfassen“ und in das Bewusstsein der Gesellschaft transportieren. Solch eine Plattform ist z.B. LeihDeinerStadtGeld, die Bürgerkredite mobilisiert, um Investitionsprojekte in Städten und Gemeinden realisieren zu können. Neben dem Finanzierungsaspekt kommen weitere wichtige Elemente hinzu, wie Marketing für das Projekt, Einbindung der Crowds in das Projekt etc. Auch mit den diesen Mehrwerten ist zu erklären, warum es seit kurzem die Crowdfundingplattform „Kapitalfreunde“ gibt, die Immobilienprojekte und Crowds als Kreditgeber zusammenbringt, denn die Kreditzinsen für Immobilienprojekte sind so niedrig wie noch nie.

Michael Ullmann, Macher der Plattform, erläutert die Mehrwerte in einem Interview wie folgt: „Für das Immobilienunternehmen bietet die Öffentlichkeit durch das Internet ebenfalls viele Vorteile. Sie erhalten für Projekte ein frühes und kostenloses Feedback von potenziellen Kunden. Sie machen Werbung für das Projekt, nicht nur bei den Kapitalgebern, sondern auch zukünftigen Nutzern der Immobilien. Das können Besucher des Cafés genauso sein wie ein Büromieter. Crowdfunding kann auch die Stadtentwicklung mit privaten Mitteln fördern. Vielleicht schaffen Sie es ja sogar, die Baubehörde mit einer Menge positiven Feedbacks im Rücken zu überzeugen. Crowdfunding heißt, eine Bürgerinitiative FÜR ein Projekt zu etablieren.“

Aber solche Plattformen leben auch von den ersten Funding-Erfolgen, die sie vorweisen können. Da ich mittlerweile fast täglich über zwei bis drei neue Crowdfunding-Plattformen hingewiesen werde, die irgendwo auf der Welt starten, bin natürlich auch ich wählerischer geworden und warte immer häufiger darauf, dass der erste „Proof of Concept“ erfolgt ist, indem das erste erfolgreich durchgeführte Funding vermeldet wird. So geschehen bei „Kapitalfreunde“, die am letzten Freitag vermeldet haben, dass ihr erstes Projekt „Atelierhaus Kleiner Ritter in Frankfurt-Sachsenhausen“ die Fundingschwelle von 50.000 EUR übertreffen konnte. Immerhin konnten bisher 63 Geldgeber bisher mobilisiert werden. Es sind noch sieben Tage Zeit, um dem Fundinglimit wenigstens noch etwas näher zu kommen.

Das erste Fundingprojekt auf o.g. Plattform ist aber nicht nur eine gute Visitenkarte, weil das Fundinglimit erreicht werden konnte. Sondern es ist auch Bauprojekt, dass wichtige Voraussetzungen erfüllt, um crowdfundingkompatibel zu sein. Zuerst stehen Profis hinter dem Projekt. Dann ist es ein Projekt mit durchdachter und ausgewogener Finanzierungsstruktur. Weiterhin ist das Projekt schon fast komplett vermietet. Aber am wichtigsten: Das Projekt sorgt dafür, dass ein schmudelliges Altgebäude neu aufgebaut wird und damit auch das Stadtbild Alt-Sachsenhausen aufhübscht. Das wichtigste: Das Projekt liegt in Frankfurt, der schönsten Stadt Deutschlands 🙂

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