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Was ich mir vom ECommerce-Küchenspezialisten kiveda noch wünschen würde

Mit viel Tam Tam ist der ECommerce-Küchenspezialist kiveda vor wenigen Tagen in den Markt eingestiegen. Michael Börnicke, der neue CEO des StartUps, verkündet lauthals in einer PM: „Kiveda wird den Küchenmarkt über einfache und bequeme Bestellung von zuhause, günstige Preise, schnelle Lieferung und guten Rundum-Service revolutionieren. Die Kunden dürfen gespannt sein. So bieten wir über unsere Webseite www.kiveda.de ab sofort komplette Qualitäts-Küchen made in Germany, vom Kunden individuell gestaltet, inklusive der wichtigsten Elektrogeräte ab einem Preis von unter 1.000 Euro an. Inbegriffen ist selbstverständlich die kostenlose Lieferung. Der fachgerechte Aufbau durch unsere Montageexperten ist ebenfalls im Angebot zu finden.“

Damit ist klar, wer angegriffen werden soll. Es handelt sich um IKEA und Küchen-Quelle. Und die Zielgruppe ist auch klar. Es handelt sich um Studenten, ecommerce-affine Kunden und Kunden mit dem eher schmalen Geldbeutel. Und tatsächlich gibt es neben den Preis vor allem zwei weitere überzeugende Verkaufsargumente von kiveda. Zum einen bietet kiveda einen ganz netten Konfigurator an, mit dessen Hilfe man in wenigen Minuten seine „Traumküche“ zusammenstellen kann. Das geht einfach und schnell. Und auch die Auswahl an Küchengeräten ist für den Anfang ganz gut, vom NoName- bis zum Markenanbieter. Hier besteht aber noch Ausbaupotenzial, wenn man besonders die kaufkräftige Kundschaft eines Tages ansprechen will.

Noch mehr überzeugt hat mich das Versprechen, dass innerhalb von 10 – 14 Tagen nach Bestellung geliefert werden kann. Das ist aus meiner Sicht für eine maßkonfigurierte Küche in diesem Preissegment ein echter Mehwert. Denn häufig wird beim Umzug die Küche zuletzt geliefert, so dass es häufig wochenlang nur Mikrowellenfutter gibt, wenn man neu in eine Wohnung (ohne Küche) umgezogen ist. Und natürlich kann man sich auch einen festen Liefer- und Aufbautermin wünschen. Undselbstverständlich kann man gegen Mehrkosten auch ein Aufbauteam bestellen. Fehlt jetzt nur noch, dass ich mir die Küchen noch in Showrooms vor Ort anschauen kann. Erste Planungen für Berlin als ersten Standort gibt es aber schon.

Was ich außerdem noch vermisse ist, dass man auch einen ersten Besichtigungstermin eines Experten kinderleicht per Online-Tool buchen kann. Denn viele Kunden haben Angst, zu bestellen, ohne dass vorher ein Experte vor Ort den Plan nochmals überprüft hat. Weiterhin würde ich mir natürlich mehr Planungstools wünschen, um einen Plan online zeichnen zu können. Vor einiger Zeit habe ich z.B. über uDecore berichtet, die eine hilfreiche PlanungsApp anbieten. Evtl. wäre auch eine Zusammenarbeit mit Paintcklicker hilfreich, um den Kunden 3D-Planungstools anbieten zu können. Kurzum fehlt mir noch etwas die ECommerce-Rafinesse. Aber das kann ja noch kommen.

13 Responses to Was ich mir vom ECommerce-Küchenspezialisten kiveda noch wünschen würde

  1. Ralf Bartsch sagt:

    Kein Hersteller in Deutschland liefert nach Vertragsabschluss mit dem Kunden in 14 Tagen eine Küche ! Es mag sein, dass ich eine Küche bestelle und diese nach 14 Tagen am Lager eintrifft, aber dann muss der Auftrag erst disponiert werden. Alleine zwischen An- und Auslieferung vergehen mindestens 2-3 Tage.
    Wer übernimmt die Haftung bei einer fehlerhaften Bestellung ?
    Wer gibt die Masse an ? (AUfmasspflicht)
    Wer macht das Aufmass ?
    Was ist, wenn die Masse falsch sind oder der Kunde die Wandbeschaffenheit falsch eingeschätzt hat ? Mehrkosten bei Montage ? Wer übernimmt die ?

    Das ist ja eventuell eine tolle Idee, aber alleine schon am rechtlichen Rahmen gibt es zuwenig Sicherheit auf beiden Seiten (Regress, Mängel, fehlerhafte Montage, Rücjtrittsrecht usw.usw,)

  2. Ralf Bartsch sagt:

    Ergänzung:

    Auf der anderen Seite sind die abgebildeten Küchen bei Kiveda schon recht teuer.

    Diese wird man bei örtlichen Händlern wahrwscheinlich guenstiger und in der gleichen Zeit erhalten.

    Die Hersteller beliefern Kiveda in der gleichen Lieferzeit wie jeden anderen Händler.

    Natürlich kommen die Küchen direkt vom Hersteller ! Woher auch sonst. Es ist wohl unwahrscheinlich, dass ein Anbieter bei einem anderen Anbieter bestellt. Natürlich wird IMMER beim Hersteller bestellt !! Die Kiveda Aussage ist Augenwischerei und scheint mir nicht aufrichtig und verschleiert die tatsächlichen Bestellvorgänge.

    Außerdem weiss der Kunde oft nicht, welche spezifischen Möglichkeiten der einzelne Hersteller bietet. Es gibt bei jedem Hersteller ca. 150 verschiedene Unterschränke.
    Wenn Kiveda eine online Beratung mit einem Gang durch die virtuelle Ausstellung bieten kann, dann wird es interessant.

    So ist Kiveda ein Unternehmen, welches die gesamte Planung und die Verantwortung auf den Kunden überträgt. Dies dazu zur Preisen, die ich bei jedem Fachhändler bekomme.

    Ob dies die Revolution ist, mag zumindest bezweifelt werden.

    Für den Architekten oder dem Schreiner kann dies eine Alternative sein, da dieser ueber entsprechende Fachkenntnisse verfügt.

    Für den Laien eher eine Falle.

  3. Michael Bernhofer sagt:

    Für mich scheint das Konzept von Kiveda ein logischer Schritt in der Küchenindustrie. Seit Jahrzehnten hält der Handel den Mythos der scheinbar unfassbar komplexen Küche am Leben, die ohne einen sogenannten Fachmann nicht bestellt werden kann.

    Kommentare wie von Herrn Bartsch spiegeln dieses Verhalten exzellent wieder. Im Kern steht dahinter nichts anderes als die Vermarktung der eigenen „Dienstleistung“, die von der Mehrheit der Küchenkäufer nicht benötigt wird, wenn der Küchenkäufer transparent und verständlich behandelt wird.

    Ich bin gespannt, wie es im online Küchenverkauf weitgehend wird.

    Grüße, Michael

  4. Thomas sagt:

    Hallo,

    ich kann aus meiner langjährigen Erfahrung in der Küchenbranche nur sagen,daß es für den
    Laien fast nicht möglich ist eine geplante Küche !!!! Selbst auszumessen, ich rede nicht von
    einem 270 cm Küchenblock, der an eine 300cm lange Wand gestellt wird. Aber selbst dort
    habe ich festgestellt. daß die Küche nicht passte, weil zum Beispiel ein Wasserrohr auf der
    Wand, ein Vorsprung oder sogar eine nicht rechtwinklige Wand vorhanden ist.

    Ganz zu schweigen von Fensterbänken, oder falschen Bauplänen.
    Ich bin der festen Meinung, daß eine geplante Küche durch einen Fachmann ausgemessen
    werden sollte.
    Aber ich denke die Leute von Kiveda sind da auf dem richtigen Weg !!
    Künftig wird es auch Leute geben die Küchen vor Ort beim Kunden nachmessen werden

    Viel Glück beim Küchenkauf

    Thomas

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