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Impulse-Magazin bietet nach dem Restart Anzeigenpreise nach Unternehmensgröße und noch viel mehr an

Das war vor einigen Monaten schon ein „Knaller“ als Gruner + Jahr ankündigte, u.a. nicht weiter die FTD und das Impulse-Magazin verlegen zu wollen. Gerade beim Impulse-Magazin roch diese Meldung nach einem Neuanfang, denn grundsätzlich war Impulse wirtschaftlich gesund, allerdings musste einiges an Ballast abgeworfen werden. Denn letztlich erdrückten das kleine Magazin die Overheadkosten des Gruner + Jahr – Verlages. Und zudem war das Impulse-Magazin im Vergleich zu den Flagschiffen wirtschaftlich nicht wirklich bedeutsam für G+J. Und so übernahm der bisherige Chefredakteur Nikolaus Förster im Rahmen eines Management Buy-outs das Unternehmermagazin impulse von Gruner+Jahr und trimmt es seitdem auf Rentabilität. Hilfe bekam er vom Minderheitsinvestor Dirk Möhrle, dem ehemaligen Chef und Miteigentümer der Baumarktkette Max Bahr.

Laut Aussagen von Förster werden mittlerweile wieder schwarze Zahlen geschrieben. Das liegt aber nicht nur am Umzug in weniger teure Büroräume und das Abstreifen der unverhältnismäßig hohen Overheadkosten von G+J, sondern auch an anderen Maßnahmen. So entschieden sich die neuen Macher, auf die Ausschreibung von Aboprämien für Neuabonnenten zu verzichten. Denn diese Art der Neuanwerbung ist wirtschaftlich ruinös. Und die neuen Macher von Impulse können und wollen es sich nicht leisten, wirtschaftlich unsinnige Maßnahmen weiter fortzuführen. Wozu auch, so warf und wirft das Impulse-Magazin Gewinne ab, wenn man die G+J-Overheadkosten ausblendet. Anhand dieser Maßnahme erkennt man schnell, dass jetzt Unternehmer „an der Front“ stehen, die ein anderes Verhältnis zum Thema „Kosten-Nutzen“ haben.

Die zwei neuen, starken Männer des Impulse Magazins sind aber nicht nur gute Sanierer. Sie wollen auch neue Impulse setzen. So hat die Ankündigung im Januar für Aufmerksamkeit gesorgt, dass die Anzeigenpreise nach Firmengröße gestaffelt werden. Während ein normaler Anzeigenkunde für eine 1/1-Seiten-anzeige 18.000 Euro zahlen muss, gibt es darauf 10 Prozent Rabatt für mittelgroße Unternehmen (bis 249 Mitarbeiter), 20 Prozent für kleine Firmen (bis 49 Mitarbeiter) und bis zu 40 Prozent für Kleinstunternehmen (bis 9 Mitarbeiter). Hier handelt es sich natürlich etwas um Augenwischerei. Denn Großkunden erhalten dafür Rabatte für Mehrfachanzeigen. Und ob sich Kleinstunternehmen die trotzdem stolzen Anzeigenpreis leisten können und wollen, ist auch noch eine offene Frage.

Aber vielleicht ist die Anzeigenpreisstaffelung nach Firmengröße nur ein erstes Anzeichen für viele neue Innovationen im Hause Impulse. Warum fängt Impulse nicht endlich mal an, einen fairen und günstigen Preis für die ePaper-Ausgabe des Magazins anzubieten. Hier sehe ich noch enormes Wachstumspotenzial hinsichtlich der Leserschaft, was auch positive Auswirkungen auf die Anzeigeneinnahmen haben kann. Und weiterhin wäre es wichtig, die Webseite dem Social Media Zeitalter anzupassen. Wir präsentieren hier ja immer wieder Erfolgsbeispiele dafür, wie z.B. UpWorthy. Zudem vermisse ich neue Vertriebsmodelle, neue Produktideen etc. Aber das kann ja noch kommen. Nikolaus Förster bloggt ja wenigstens schon und wird darüber vielleicht viele wertvolle Tipps von Lesern und Experten erhalten.

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