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Mit bettervest startet die erste Crowdinvestingplattform für EnergieEffizienz-Projekte durch

Bereits im Januar 2013 habe ich erstmals über die Energieeffizienz-Crowdinvestingplattform bettervest berichtet. Es könnte zu einem meiner Lieblingsplattformen und -projekte in diesem Jahr werden. Das liegt daran, dass ich den Gründer Patrick Mijnals schon seit Jahren kenne und schätze. Zudem ist es ein Erfolgsprojekt made in Frankfurt am Main: Es wurde auf dem ersten StartUpWeekend in Frankfurt „geboren“ und Sitz der Gesellschaft ist selbstverständlich auch die Mainmetropole. Und last but not least beschäftigt sich bettervest mit Energieeffizienzprojekten, was wir in unserer Firma als Veranstalter der EnergieEffizienz-Messe seit mehr als sechs Jahren machen.

Schauen wir uns heute die Plattform näher an: Das Finanzierungsangebot richtet sich an etablierte kleine und mittelständische Unternehmen sowie Vereine, Kommunen und Institutionen. Den Auftakt macht das Projekt eines Zweirad-Händlers im bayrischen Pfaffenhofen: 85 Prozent der Stromkosten des Unternehmens Zweirad Kratzer entfallen auf die Beleuchtung der über 700 Quadratmeter großen Geschäftsfläche. Durch Energieberater wurde ein neues, energiesparendes Beleuchtungskonzept mit LED-Leuchtmitteln entwickelt. Mit dieser Maßnahme können ein Drittel der jährlich anfallenden Stromkosten des Betriebs eingespart werden.

Die dazu erforderliche Investitionssumme beläuft sich auf 7.300 Euro; das Kapital wird von den Crowdvestoren in Form von Genussscheinen zur Verfügung gestellt, die berechneten Einsparungen liegen bei rund 3.800 Euro pro Jahr. Diese Einsparungen fließen zum Großteil an die beteiligten Bürgerinvestoren zurück. Die Investition wird mit einer Rendite von rund 9 Prozent für die Investoren bereits nach 3 Jahren abgezahlt. Und auch die ökologische Rendite ist beachtenswert: 11,7 Tonnen CO2 können mit der Investition jährlich eingespart werden. Zum Profil künftiger Projekte hat mir Patrick in einem Interview folgendes verraten:

„Wir wollen keine Laufzeiten von mehr als 10 Jahren und am liebsten solche im Bereich von 3-5 Jahren. Damit fällt z.B. eine Standard-Gebäudededämmung raus: zu lange Amortisationszeit, ungeklärte Ökobilanz aufgrund von „grauer“ Energie, Entsorgungsthematik, Chemikalieneinsatz etc. Bei den ersten Projekten sollten die Renditen für die Crowd bei 5-10 Prozent (interner Zinsfuß) liegen. Eine Überlegung ist, dass die Projektinhaber das in Zukunft auch frei wählen können, sodass ein Vereinsprojekt vielleicht eher Spenden als Investments generiert, während ein Unternehmensprojekt den Marktgesetzen unterliegt.“

Was mir an bettervest gut gefällt? Dass ich in wirtschaftlich und umweltschutzorientierte Objekte investieren kann, die auch ohne hohe Subventionen rentabel sind. Das Investment ist i.d.R. weniger riskant als bei der Beteiligung an StartUps. Und letztlich baut bettervest im Laufe der Zeit eine beeindruckende Best-Practice-Datenbank auf. Es werden für jedes Projekt nicht nur wichtige Einsparkennzahlen genannt, sondern auch ein Energieeffizienzbericht veröffentlicht, der Unternehmen in vergleichbarer Situation als Orientierungshilfe dienen kann.

4 Responses to Mit bettervest startet die erste Crowdinvestingplattform für EnergieEffizienz-Projekte durch

  1. […] Die Fundingsumme von 5.550 EUR war tatsächlich überschaubar. Zudem nutzte das bettervest-Team die lange Vorbereitungszeit von mehr als einem Jahr, eine große Datenbank an Interessenten aufzubauen. Dabei half sicherlich, […]

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