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Warum das Szenegetränk Pimpinella (Schwimm-) Flügel verleiht

Jedes Jahr beginnt wieder das Rätselraten, welche Musikgruppe einen großen Sommerhit landet. Davon haben sich wohl auch die Erfinder des Erfrischungsgetränks „Pimpinella“ inspirieren lassen und im letzten Jahr ein alkoholfreies Sommergetränk für den Strand bzw. das Strandgefühl auf den Markt gebracht. Die Geschmacksrichtung ist Anis (und damit auch Namensgeber des Getränks), dem typischen und beliebten Geschmacksaroma vom Mittelmeer. Abgerundet wird der Geschmack mit einem Schuss Limette.

Als kleines StartUp, das letztes Jahr von Stephan Müller und Herbert Maier in Frankfurt gegründet wurde, ist die Markteinführung eine große Herausforderung, insbesondere weil alles selbst finanziert werden muss. Da die Geschäftsführer aus Frankfurt bzw. Nürnberg kommen, war die Idee schnell geboren, dort mit dem Marketing und Vertrieb zu beginnen. Schnell hat sich allerdings herausgestellt, sich lieber bundesweit auf große Städte zu konzentrieren und dort gezielt Getränkehändler anzusprechen, die sich gerade mit vermeintlichen Nischenprodukten von den grossen Haendlern absetzen wollen.

Weniger vielversprechend ist die Ansprache von Großhändlern (in der ersten Markteintrittsphase), da sie meistens kein Interesse haben, unbekannte Produkte zu führen. Auch Gastronomen fragen schnell nach Marketinguntersützung und Werbekostenzuschüsse. Das ist für ein kleines StartUp finanziell nicht zu stemmen. Vielmehr muss man auf die Suche nach eher ungewöhnlichen Vertriebswegen gehen. So ist z.B. die Ansprache von Flying Barkeepern bisher von sehr viel Erfolg gekröhnt. Sehr viele Vertriebspartner gewinnen die Gründer auch nach der Berichterstattung über sie in Getränkezeitschriften etc. So haben Sie z.B. von einem großen Feinkostgeschäft in Norddeutschland eine Anfrage erhalten und damit eine lukrativen Absatzkanal erschliessen können. Auch viele Gastronomen werden durch die Berichterstattung in Presse auf das Szenegetränk aufmerksam.

Das Ergebnis: Schon nach einem Jahr gibt es Pimpinella in Hamburg, Berlin, Koeln, Darmstadt, Frankfurt, Nuernberg/Franken, Muenchen, Wien, Lueneburg, Bonn, Hamm, Bamberg und demnächst voraussichtlich auch in Saarbruecken, Stuttgart, Heidelberg und Muenster zu kaufen. Parallel wird schon mit großen Supermarktketten in Deuschland sowie einem potentiellen Vertriebspartner im angrenzenden Ausland verhandelt. Die Erkenntnis daraus ist, dass man sich als kleines StartUp im Getränkemarkt sehr flexibel zeigen muss, was die Vertriebsstrategie angeht. Man sollte jede Chance nutzen, ohne sich zu verzetteln. Denn durch jeden neu gewonnenen Vertriebspartner werden andere Vertriebspartner auf einen aufmerksam und melden sich von sich aus, um sich als Vertriebskanal anzubieten.

Hinsichtlich des Marketingkonzeptes legen die Gründer die Schwerpunkte auf PR-Arbeit und Social Media. Im Juni diesen Jahres haben sie z.B. einen lustigen Video-Werbespot auf YouTube und Co. hochgeladen (siehe unten). Im ersten Moment erinnert der Spot hinsichtlich Machart und Inhalt an Red Bull. Gemeinsamkeiten sind aber rein zufällig. Denn Pimpinella hat eher den Strand als Hauptthema und verleiht deshalb Schwimmflügel. Aber nicht nur im Spot, sondern auch in Urlaubsgebieten und Schwimmbädern sollen bald Schwimmflügel mit dem Pimpinella-Werbeaufdruck verliehen bzw. verschenkt werden. Auch werden derzeit sehr viele Partner im Tourismus angesprochen, um Kooperationsmarketingaktionen durchzuführen. Am Point of Sales sollen die lebensgroßen Pappfiguren aus dem Film den Verkauf ankurbeln und auf das neue Getränk aufmerksam machen.

Trotzdem oder gerade deshalb sind die Ziele sehr ambitioniert. Wurden im zweiten Quartal diesen Jahres (erst) ca. 10.000 Flaschen verkauft, sollen in diesem Hochsommer schon 10.000 Flaschen pro Monat an Mann und Frau gebracht werden. Für den kommenden Sommer peilen die Gründer schon 40.000 Flaschen pro Monat an, im Folgejahr dann 80.000 pro Monat. Diese Zahlen sind nicht aus der „Luft gegriffen“. Dieser Absatzplan entspricht ungefähr den realisierten Absatzzahlen des Hersteller des Szenegetränkes „Wostok“, das für die Pimpinella Gründer in vielen Bereichen als Vorbild dient. Und wenn man sie nach ganz großen Zielen fragt, dann würden sie sich wünschen, das (Sommer) Pendant zum Almdudler zu werden. Wir drücken die Daumen für dieses StartUp aus Frankfurt.

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