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Kann die Marke „Hertie“ im Online-Handel Ihr Comeback feiern?

Die Brüder Jan und Nils Klöker haben bis heute 21 Onlineshops in den Bereichen Telekommunikation, Haushalt, Spielwaren und Wohnen aufgebaut. Alles hat vor mehr als 15 Jahren mit telefon.de angefangen. Mit Serviette.de und tepgo.de konnten weitere Onlineshops mit Führungsanspruch in ihrem Segment aufgebaut werden. Was fehlte, war das gemeinsame „Dach“ alle ECommerce-Aktivitäten. Insofern horchten die Medien auf, als 2012 bekannt wurde, dass die Brüder Klöker die Markenrechte an Hertie erwarben inkl. der Domain hertie.de.

Fast ein Jahr ließen uns die Brüder zappeln, bis jetzt der Launch von Hertie.de erfolgte. Seit dem 15. September 2013 und damit rechtzeitig zum Start des Weihnachtsgeschäftes können Kunden bei Hertie.de mehr als 500.000 Waren einkaufen. Ziel ist es, insbesondere auch Kunden anzusprechen, die bisher eher klassische Offline-Kunden waren. Erreicht werden soll das durch eine übersichtliche Präsentation des Warenangebotes im „Pinterest-Stil“.

Auf den ersten Blick wirkt die Präsentation der Waren etwas langweilig, aber schliesslich will man die eher traditionellen Offline-Kunden nicht „verschrecken“. Positiv aufgefallen sind mir die sog. Specials. So wird passend zum Oktoberfest die passende Deko angeboten. Auf einer anderen Unterseite werden passende Tisch-Deko-Trends präsentiert. In der rechten Spalte kann man durch die Anwendung passender Filter das Angebot schnell eingrenzen. Reicht das aus, um bestehende und neue Kunden zu Neukäufen zu verführen? Auf meine Anfrage antworteten mir die Marketingverantwortlichen darauf:

„Auch wir haben in unseren bisherigen Shops durch Innovationen und Kreativität die Kunden von uns überzeugen können. In unserem Teppichshop tepgo.de hat der Kunde die Möglichkeit, die Teppiche nach eigenem Wunsch zu konfigurieren. Ähnliche Serviceelemente wird Hertie auch in anderen Warengruppen in Zukunft zur Verfügung stellen. Im Gegensatz zum Wettbewerb bietet Hertie – heute und auch zukünftig an, seine Warenkörbe mit 0 Prozent zu finanzieren. Auch sortimentsseitig bietet Hertie Angebote, die bei anderen Vollsortimentern nicht zu finden sind wie z.B. Mobilfunkverträge.“

Allein auf ihre Stammkundschaft (HDK-Gruppe hat bisher ca. 1,5 Mio. Kunden), übersichtliche Darstellung der Produkte und Produktinnovationen wollen sich die Krögers nicht verlassen. Vielmehr sollen durch eine Anzeigenkampagne passend zum Weihnachtsgeschäft Offline-Kunden in den Hertie-Onlineshop gelockt werden. Ab nächsten Jahr ist dann eine TV-Werbekampagne geplant. Am meisten freuen sich nach Aussagen der Klökers bisher viele Lieferanten, die hoffen, damit ein Teil des wegbrechenden Umsatzes mit stationären Händlern wieder ausgleichen zu können. Und sie hoffen, dass die Marktmacht von Amazon und Co. durch Hertie und Co. etwas eingebremst werden können. Top, die Wette gilt.

One Response to Kann die Marke „Hertie“ im Online-Handel Ihr Comeback feiern?

  1. Ignatz Kiechle sagt:

    Es müßte jeweils Klöker heißen nicht Klöger oder Krögers

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