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Ein Gastro-Supermarkt will mit neuem Konzept gegen die Lebensmittelverschwendung ankämpfen

In der heutigen Überflussgesellschaft werden leider 30 – 40 % der Lebensmittel verschwendet bzw. weggeworfen. Das schreit nach guten Ideen. Die Tafeln in Deutschland haben dafür eine Lösung gefunden. Aber auch StartUps wittern in der Lösung dieses Problems eine Existenzgrundlage. Die Culinary Missfits wollen das hässliche Gemüse u.a. wieder salonfähig machen, indem sie es im Catering verarbeiten. Rubbies in the Rubble macht aus Gemüse und Obst, das weggeworfen werden soll, Soßen und Marmelade. Andere wollen mit Hilfe von Apps Lebensmittelverschwendung verhindern oder einen Tausch- bzw. Handelsplatz für Lebensmittel, die kurz vor dem Ablaufdatum stehen, anbieten. Ich selber habe ein innovatives Pricingmodell vorgeschlagen, das sich am Ablaufdatum orientiert.

Aber nicht nur hier in Deutschland machen sich viele Menschen Gedanken darüber, der Lebensmittelverschwendung den Kampf anzusagen. Auch in den USA werden ca. 40 % der geernteten oder produzierten Lebensmittel weggeworfen. Darüber hat sich Doug Rauch, ehemaliger Geschäftsführer des Einzelhändlers Trader Joe’s, Gedanken gemacht und ein Lösungskonzept entwickelt, das er nächstes Jahr zuerst in Dorchester (Massachusetts) in die Tat umsetzen will. Einen Namen gibt es auch schon für die neue Geschäftsidee: The Daily Table.

Die Idee dahinter ist, einen Lebensmittelsupermarkt zu eröffnen, der Produkte, deren Verfallsdatum ablaufen, verwenden, um Gerichte zu kochen und im Gastrobereich des Supermarktes anzubieten. Ziel ist es, eine gesundes Mitagessen unter dem Preis der Fast Food Konkurrenz anzubieten. Letztlich kann man Konsumenten fast immer über den Preis „lebnken“. Für obiges Konzept braucht es kreative Köche, die aus den jeweiligen Lebensmitteln etwas Schmackhaftes und Nährhaftes zaubern können. Aber letztlich gibt es heute genug Webseiten, auf denen man die Zutaten eingeben kann, um anschliessend passende Kochrezepte präsentiert zu bekommen.

Gefunden bei PSFK. Bildquellenangabe: Peter von Bechen / pixelio.de

6 Responses to Ein Gastro-Supermarkt will mit neuem Konzept gegen die Lebensmittelverschwendung ankämpfen

  1. […] es immer mehr gute Geschäftsideen, um der Lebensmittelverschwendung weltweit den Kampf anzusagen. Hier im Blog habe ich zahlreiche dieser Ideen vor kurzem im Rahmen einer Kurzzusammenfassung vorgestellt. Ein […]

  2. ich würde keine Produkte kaufen, die aus diesen Produkten hergestellt wurden, aber ich würde eine andere Version akzeptieren. Wenn krumme Gurken, fleckige Äpfel und Co günstiger angeboten oder als „Kochkiste“ günstiger angeboten würden, kämen sie bestimmt bei mehr Verbrauchern an, statt sie wegzuwerfen.

  3. Hallo Frau Scholz,

    die Idee mit der „Kochkiste“ finde ich nicht schlecht, aber ich vermute, dass der Kunde erst einmal länger an die Produkte herangeführt werden muss, um ein Abo- oder von einem Onlineversender solche Produkte anzunehmen.

    Der Trend nimmt auf jeden Fall Fahrt auf, wie mein Artikel vor 8 Tagen zeigt: http://www.best-practice-business.de/blog/zukunftstrends/2013/10/16/jetzt-verkaufen-auch-die-grossen-handelsketten-krummes-gemuese/

    Die Quintessenz: Es gibt viele Wege für das krumme Gemüse „nach Rom“. Alle Wege sollten ausprobiert werden, um zu prüfen, welche besonders erfolgsversprechend sind.

  4. […] knapp einem Jahr habe ich hier im Blog darüber berichtet, wie ein Supermarkt dank seines Inhouse-Restaurants erreichen will, dass fast […]

  5. […] Ein Gastro-Supermarkt will mit neuem Konzept gegen die Lebensmittelverschwendung ankämpfen […]

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