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Mit individuellen Schneidebrettern aus Holz will Bitboards die Computer-Nerds in die Küche locken

Es gibt fast kein Produkt mehr, dass ich als Kunde nicht individuell zusammenstellen oder personalisieren lassen kann. In der Rubrik „Idee – Customizing“ habe ich bisher 65 solcher Ideen und Angebote vorgestellt. Mit egoo gibt es auch eine Internetplattform, die sich auf dieses Thema spezialisiert hat. Und obwohl die Auswahl schon riesig ist, überraschen mich findige Gründer mit immer wieder neuen Ideen. Via Handelskraft bin ich jetzt auf Bitboard aufmerskam geworden. hier kann ich ein Holzbrett nach eigenen Vorstellungen bestellen.

Auf der Webseite erläutert der Erfinder Samuel Raymann kurz die Gründerstory: „Das Projekt «Bitboard» entstand aus dem Wunsch nach einem Schneidebrett mit Space Invaders-Muster. Gesehen hatte ich ein solches im Internet. Leider war es bereits ausverkauft und wurde zuvor nur in den USA geliefert. Aus diesem Grund beschloss ich, mir von einem Schreiner ein solches Brett anfertigen zu lassen. Die Idee mit dem Pixelbild auf einem Schneidebrett fanden auch einige Freunde von mir interessant. Doch beim Motiv gingen die Vorstellungen auseinander. Weshalb also nicht jedem sein eigenes Design ermöglichen? Eine spannende Aufgabe für einen Interaction Designer wie mich. Schliesslich ist das Resultat der Interaktion auf der Website nachträglich physisch (an)fassbar, funktional und ästhetisch sehr ansprechend.“

Jedes Bitboard ist eine Einzelanfertigung und besteht aus hellem Ahorn und dunklem Nussbaum. Das Holz stammt aus der Schweiz und wird von den Sozialen Einrichtungen und Betrieben der Stadt Zürich verarbeitet. Die Holzwürfel werden von Hand verleimt und das fertige Bitboard mit einem natürlichen Pflanzenöl behandelt. Der Leim sowie das Öl sind lebensmittelecht. Ganz billig ist der Spaß allerdings nicht. Man muss mindestens 139 CHF bezahlen, um die Gäste bei der nächsten Küchenparty zu beeindrucken. Oder es gelingt damit der Lebenspartnerin, den Computer-Nerd öfters in die Küche zu locken und dazu zu motivieren, Gemüse, Obst etc. zu schneiden 🙂

Sehr gut gefällt mir die Galerie auf der Webseite. Kunden, die keine Lust haben, selbst ein Schneidebrett-Muster zu designen, können aus einer Vielzahl von Mustern auswählen, egal ob geekig, tierisch oder typografisch. Insofern werden sich wahrscheinlich nicht nur Computer-Nerds über solch ein Schneidebrett als Geschenk freuen. Es kommt natürlich auf das richtige Muster an. Um das Produkt im Vorweihnachtsgeschäft bekannter zu machen, hat Samuel Raymann ein pfiffiges Video bei Youtube und Co hochgeladen. Durch den Animationen im Video wird die Zielgruppe passend angesprochen. Clever, richtiges Tool und Machart.

Was ich noch vermisse, sind clevere Kooperationsaktionen. So habe ich im Januar 2013 über das Panorama-Küchenmesser berichtet. Hier ist die Klinge in Form eines Bergpanoramas geschliffen. Ebenfalls eine Idee aus der Schweiz. Jetzt wäre es doch passend, wenn beide Anbieter auf ihrer Webseite jeweils auf das Angebot des anderen hinweisen würden. Aber vielleicht wissen die beiden Jungunternehmer (bisher) auch nichts voneinander. Das sollte hiermit geändert werden.

6 Responses to Mit individuellen Schneidebrettern aus Holz will Bitboards die Computer-Nerds in die Küche locken

  1. Julia Auer sagt:

    Auch wenn diese Innovation seinen Nutzen als Schneidebrett nicht besser erfüllen wird als ein herkömmliches, finde ich die Idee schon ganz nett und kreativ. Individualität ist heutzutage ein Stichwort, mit dem man gutes Geld machen kann. Mainstream ist out, jeder will mit persönlich angehauchten Gegenständen seinen eigenen Geschmack repräsentieren. Als Weihnachtsgeschenk sicher ein guter Kauf, es ist sowohl praktisch als auch kreativ.

  2. Schade, ein Backlink hätte uns gefreut 🙁
    Beste Grüße, Cornelia

  3. Hallo Cornelia,

    sorry, grundsätzlich verlinke ich immer meine Infoquelle. Hiermit nachgeholt.

    Du bringst mich auf die Idee, in Zukunft nur noch auf Anbieter, über die ich berichte, zu verlinken, wenn auch die meinen Artikel im Social Web erwähne. Vielleicht fallen mir aber noch andere Ideen ein, um das Miteinander zu betonen. Die Infoquelle werde ich auch in Zukunft verlinken.

    Gruss

    Burkhard

  4. Samuel sagt:

    Hallo Burkhard und Cornelia,

    herzlichen Dank für eure Artikel. Es ist sehr motivierend wenn das Herzblut-Projekt auf positive Kritik stösst. Natürlich gibt es noch vieles zu verbessern. So zum Beispiel die erwähnte Kooperation mit Panoramaknife.
    Der Export nach Deutschland ist leider im ersten Anlauf am geringen Volumen gescheitert. Aber vielleicht wage ich irgendwann einen zweiten Versuch.

    Beste Grüsse aus der Pixelwerkstatt

    Samuel

  5. […] vorbei und es kann Bilanz gezogen werden. Eindeutiger Lesersieger war in diesem Monat der Artikel Mit individuellen Schneidebrettern aus Holz will Bitboards die Computer-Nerds in die Küche locken. Man merkt, dass Weihnachten vor der Tür steht und alle auf der Suche nach passenden Geschenken […]

  6. Samuel sagt:

    Vor einem Jahr hat Burkhard über die Bitboard-Schneidebretter berichtet, vielen Dank nochmals. In der Zwischenzeit ist einiges passiert. Die Kooperation mit Panoramaknife besteht leider noch nicht. Doch seit kurzem sind die Bitboard auch in Deutschland (bzw. in ganz Europa) erhältlich. Mehr dazu im Kraftwerk-lastigen Blogpost http://bitboard.ch/blog/2014/11/trans-europa-express-hier-sind-die-roboter/

    Beste Grüsse,
    Samuel

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