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Neue Preismodelle der Anbieter bieten neue Chancen für Konkurrenten und StartUps

Am 19. November 2013 hat die XING AG die Öffentlichkeit darüber informiert, dass aus amiando XING Events wird: „Neuer Name, neue Ausrichtung: amiando, Europas führender Anbieter von Online-Eventmanagement und -Ticketing, präsentiert sich fortan unter dem Namen XING EVENTS. Das Münchener Unternehmen gehört seit rund drei Jahren zur XING AG, Betreiber des gleichnamigen beruflichen Online-Netzwerks. XING EVENTS setzt ab sofort neben dem etablierten Kerngeschäft des Online-Ticketings auf die Präsentation und Kommunikation von Business-Events über XING. .“

Es handelt sich also nicht um ein klassisches Rebranding, sondern es sollen neue Mehrwerte für beide Seiten (Anbieter und Nutzer) geschaffen werden: „XING-CEO Thomas Vollmoeller: „XING zeichnet sich als einziges berufliches Online-Netzwerk durch einen integrierten, umfassenden Service für die professionelle Abwicklung von Events aus. Mit XING EVENTS wollen wir nun den nächsten Schritt gehen. Wir möchten den mitunter undurchsichtigen Veranstaltungsmarkt im Bereich der Business-Events transparent machen – mit dem Ziel, unsere mehr als 6,7 Millionen Mitglieder im deutschsprachigen Raum zu den besten und für sie nützlichsten Events zu führen. Auf Basis des Netzwerks führen wir im Zuge des Rebrandings erste Funktionen ein.“

Mit diesem Rebranding wurde aber auch klammheimlich das Pricing verändert. Während bisher Veranstalter von kostenfreien Veranstaltungen das amiando-Tool kostenfrei nutzen konnten, wird jetzt für jede Ticket-Erstellung mind. 99 Cent verlangt und (weiterhin) zusätzlich noch eine prozentuale Gebühr, die abhängig vom Verkaufspreis des Tickets ist. Das ist bisher nicht allen aufgefallen, denn leider wurden die Nutzer nicht direkt informiert und auf diesen Sachstand hingewiesen. Geht man so mit seinen Stammkunden um? Und in der PM wurde auf diese Preiserhöhung auch nicht hingewiesen. Insofern hat sich bisher die Kritik noch in Grenzen gehalten. Aber zumindestens StartUps und Konkurrreten sollten jetzt prüfen, ob XING Events nicht evtl. dadurch ein „Scheunentor“ geöffnet hat, durch das sie bequem durchlaufen können.

Was meine ich damit? Natürlich sollte aus meiner Sicht ein neues StartUp (=Konkurrent von XING Events) seine Dienstleistung nicht kostenlos anbieten. Aber es könnte z.B. ein modulares Preissystem entwickeln, sprich nur für das Geld verlangen, was die Nutzer wirklich benötigen. Zudem könnte ein Mindestpreis pro Veranstaltung verlangt werden. Denn letztlich gibt es zahlreiche Veranstaltungen, auf der es kostenpflichtige Tickets und Gästetickets gibt. Wie früher bei amiando könnte man dann für die kostenpflichtige Tickets eine Transaktionsgebühr verlangen und für die kostenfreien Tickets nichts verlangen, wenn ein Mindestumsatz generiert wurde. Oder man könnte grundsätzlich ein Fixum für jedes Event verlangen und zusätzlich nur eine Transaktionsgebühr verlangen, wenn kostenpflichtige Tickets verkauft werden.

Und wie könnte man das Startkapital für solch ein Neugründung einsammeln? Indem man eine Crowdfundingaktion startet und konkret Veranstalter anspricht, die durch das neue Preismodell von XING Event erhebliche Zusatzkosten haben. Diese Veranstalter könnten sich zwar eine eigene Lösung programmieren lassen, aber das ist i.d.R. wirtschaftlich nicht sinnvoll. Wenn sich aber mehrere Veranstalter zusammen tun, könnte das Sinn machen. Jetzt bräuchte es nur noch eine Matchingplattform, die Nachfrager und Anbieter zusammenbringt. Via Crowdfundingaktion könnte im zweiten Schritt noch mehr Unterstützungskapital eingesammelt werden.

Bildquellenangabe: M. Großmann / pixelio.de

4 Responses to Neue Preismodelle der Anbieter bieten neue Chancen für Konkurrenten und StartUps

  1. Erdal sagt:

    Hi Burkhard, wie haben vor einiger Zeit mit Markus Lehleiter eine Anbindung von amiando für die wj-frankfurt.de Website besprochen. Markus vertrat damals die Ansicht, dass es sich negativ auswirken würde, wenn es mal kostenpflichtig werden sollte. An so eine Veränderung im Preis-Modell hatte ich damals wirklich nicht gedacht. Naja, er hat recht behalten. Tschau, Erdal

  2. Hallo Erdal,

    so schnell kann es gehen 🙂

    Gruss

    Burkhard

  3. Erdal sagt:

    Wir ziehen bald in den Riedberg. Würden Euch gerne zur Einweihungsfeier einladen. Grüße mal Mireille von mir.

  4. Marc sagt:

    Glaube nicht das ein Start-up einen Vorteil davon hat das ganze spielt Eventbrite eher in Karten

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