manugoo

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manugoo baut mit der Konsumgüter-Crowdfundingplattform ein wichtiges Standbein auf

tchibo-ideas war in Deutschland für fünf Jahr die führende Anlaufstelle, wenn man eine Idee für eine Konsumgüterproduktidee hatte, die man nicht aus eigener Kraft umsetzen wollte oder konnte. Wir haben gerade die 5-Jahres-Zwischenbilanz veröffentlicht. Deutlich dynamischer ist das angelsächsische Pendant, Quirky, gewachsen. Und insofern kam schon öfters die Frage auf, welche Anbieter hier in Deutschland für mehr Wettbewerb sorgen würde. Die Antwort geben jetzt Florian Meise und Janosch Gößling, die vor kurzem die Crowdsourcingplattform „manugoo“ gestartet haben.

Ähnlich wie bei tchibo-ideas und Quirky kann jeder auf der Plattform Produktideen einstellen. Die Experten von manugoo prüfenn kostenlos, ob die Idee realsierbar und markttauglich ist. Sollten anschliessend genügend Menschen den Vorschlag unterstützen, werden die einzelnen Schritte des Produktdesigns: Research, Konzept, Entwurf, technische Entwicklung und 3D-Rendering gemeinsam mit der Crowd durchgearbeitet. Durch den Input vieler Nutzer, wird es möglich sein, die Idee produktionsreif und zielgruppengerecht auszuarbeiten. Im nächsten Schritt wird ggfs. auch durch Einbindung der Öffentlichkeit entschieden, wie das Produkt produziert werden soll.

Sobald das Produkt fertiggestellt wurde, wird es von manugoo u.a. über den Onlineshop und das eigene Geschäft in Solingen vermarktet und vertrieben. Als Sieger eines Gründerwettbewerbes können sie das Ladenlokal ein Jahr lang mietfrei nutzen. Im Online- und Offlineshop können allerdings vergleichbar zum Erfinderladen auch schon fertig entwickelte und produzierte Produkte von Designern gekauft werden. Dadurch kann von Beginn an ein breites Produktsortiment angeboten werden und nötige Einnahmen durch Verdienst der Handelsmarge erzielt werden. Und den Kunden kann ab sofort ein „vollwertiges Einkaufserlebnis“ geboten werden. Clever.

Wie auch schon während ihres Studiums nehmen die beiden Gründer auch jetzt noch gerne Auftragsarbeiten an. Dabei entwickeln sie Produkte für Unternehmen und Privatpersonen in den Bereichen Konsum- und Investitionsgüter. Sie übernehmen dabei die Aufgaben: Neu ist, dass sie zwecks Marktforschung und Veredelung bzw. Weiterentwicklung der Produktidee auch die Crowds auf ihrer Plattform mit einbinden können. Anschliessend können sie mit ihrem Netzwerk von Produzenten von Groß- und Kleinserien in den verschiedensten Bereichen von der Sonderanfertigung, über Prototypen bis hin zur Klein- und auch Großserien die Produkte herstellen lassen. Da ist die Einnahmensäule, die von Beginn an das StartUp finanzieren kann.

Und zuletzt haben die beiden Gründer auch noch genug Produktideen in der Schublade, die sie gerne selbst produzieren und vermarkten wollen. Mit Hilfe der Plattform können sie auch dabei die Crowds frühzeitig einbinden, um die Produktidee zu verfeinern oder ganz neue Zielgruppen zu erschließen. Und natürlich können die Produkte auch offline. und online vertrieben werden. Das Ladengeschäft dient zudem dazu, um potentiellen Auftraggebern im Showroom von den bisherigern Auftragsarbeiten zu begeistern. Insgesamt erscheint das Konzept rund und gut durchdacht. Es handelt sich um eine passende Weiterentwicklung der Quirky-Idee für ein StartUp, das von Beginn an genug Einnahmen generieren soll, um die Lebenshaltungskosten der Gründer zu finanzieren.

3 Responses to manugoo baut mit der Konsumgüter-Crowdfundingplattform ein wichtiges Standbein auf

  1. Katrin sagt:

    Hey das ist ja eine Saucoole Idee. 🙂

  2. […] Ende 2013 versucht manugoo sein Glück. Das Zwischenergebnis: Bisher gibt es immerhin schon 5 Produkt-Prototypen, die im […]

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