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In Geschäftsidee, V - In eigener Sache, V - Top 10

Top 10 internationale StartUps 2013

Eine gute Geschäftsidee ist die Basis für ein erfolgreiches StartUp. Jedes Jahr stellen wir hunderte solcher Ideen hier im Blog vor. Im Rahmen dieses Jahresrückblicks stelle ich heute 10 internationale StartUps vor, die mit einer außergewöhnlich erfolgsversprechenden Idee im Jahr 2013 durchgestartet sind. Entscheidend ist nicht der Zeitpunkt der Gründung, sondern wann das StartUp seine Idee in den Markt eingeführt hat. Dazu zähle ich keine Crowdfundingaktion. Erst wenn das Produkt am Markt erhältlich ist, läuft die „Stoppuhr“.

Aufgrund der strengen Auswahlkriterien haben es einige spannende StartUps, über die ich hier im letzten Jahr berichtet habe, nicht in diese Liste geschafft. Dazu gehören z.B. Protos, Copenhagen Wheel oder Toymail. Der Grund liegt darin, dass deren Produkte im Jahr 2013 noch nicht erhältlich waren, sondern lediglich erst vorbestellt werden konnten. Auf der anderen Seite präsentiere ich hier StartUps, die schon vor 2013 gegründet wurden, deren Markteintritt aber erst 2013 erfolgte.

Touchcast leutet ein neues, interaktives Video-Zeitalter ein
Online-Videos an sich sind bisher wenig interaktiv, was eigentlich sehr schade ist. Das dachten sich auch Charley Miller und Erick Schoenfeld, ehemaliger Chefredakteur von TechCrunch. Das Ergebnis lautet TouchCast. Mit Hilfe von VApps (Video-Apps) könnt Ihr Euer Video mit Hilfe von TouchCast richtig “lebendig gestalten”: Egal ob Ihr eine Google-Map, Twitter-Stream, Bilder, andere Videos etc. einbinden wollt. All das geht (und sogar gleichzeitig) mit TouchCast. Wie das aussehen kann, seht Ihr oben im Bild. Zwar können auch bisher Nutzer neben ihrem Video in anderen Fenstern Facebook, Twitter und Co. parallel laufen lassen, aber in diesem Fall wird alles vom Videoproduzenten in einem Bildschirm zur Verfügung gestellt und gesteuert. Diese Technologie könnte das In-Video-Shopping revolutionieren.

Slingshot Shopping ist das next big Thing im ECommerce
Die Enttäuschung ist häufig groß. Man entdeckt auf einer Herstellerseite z.B. ein leckeres Produkt und sucht anschließend im Onlineshop des Lebensmittelhändlers, bei dem man normalerweise einkauft. Und schwups, genau dieses Produkt kann man dort nicht erwerben. Geht das auch anders und vor allem für den Kunden auch bequemer. Ja! SlingshotShopping macht das in Großbritannien möglich. Der Produkthersteller muss nur den SlingShot-Button auf seiner Webseite, Facebookseite oder in seinen Werbebanner integrieren. Dann kann der Kunde dort ganz bequem drauf klicken und bekommt angezeigt, bei welchen Händlern er die Produkte erwerben kann. Voraussetzung ist, dass man bei diesen Händlern auch ein Account angelegt hat bzw. im Rahmen des Shoppingvorgangs anlegt. Derzeit sind Händler wie Tesco, Sainsbury´s und mysupermarket angeschlossen.

Silvercar ist ein Autovermietung, die nur ein Automodell in einer Farbe anbietet
Silvercar ist ein StartUp, dass das Einfachheitsprinzip verfolgt. Es vermietet nur das Modell AUDI A 4 in der Farbe silber. Der Kunde braucht sich somit nicht jedes Mal auf ein neues Modell einstellen. Und Silvercar bündelt damit seine Einkaufsmacht. Zudem erleichtert die Konzentration auf ein Modell eines Herstellers Wartung und Reparaturen und Kundenservice. Buchung und Entsperrung des Autos vor Ort erfolgen über iPhone, iPad oder Co. Und im Audi-Bordcomputer sind auch schon alle relevanten Reisedaten eingegeben, die man bei der Online-Bestellung angegeben hat: Die Hotels auf der Reiseroute und die bevorzugten Radiostationen. So muss man nicht lange etwas einrichten, bevor man startet. Die erste Automietstation wurde in Dallas am Flughafen eröffnet, es folgten Austin, Los Angeles und San Francisco.

Beauty-Vloggerin Michelle Phan entwickelt Beauty-Serie mit ihren Fans
Der Youtube-Kanal der Beauty-Vloggerin Michelle Phan hat mehr als 5 Mio Abonnenten. Deshalb hat sich L`Oreal diese Trendsetterin herausgesucht, um die neue Beautylinie „em“ heraus zu bringen. Besonders an dieser neuen Kosmetikserie ist, dass Michelle Phane die Produktpalette zusammen mit ihren Fans im Youtube-Kanal entwickelt. So entstand z.B. eine Serie von Make-Up Life-Paletten: Day Life, Night Life, Career Life, Beach Life, Love Life und Party Life. Mit 75 USD pro Life-Palette sind die Produkte bewusst nicht im Niedrigpreissegment angesiedelt.

De Correspondent Onlinemagazin finanziert sich ausschliesslich durch Abogebühren
De Correspondet ist ein Onlinemagazin aus Holland, in etwa vergleichbar mit BrandEins. Allerdings erscheint es nur online. Zudem wird keine Werbung geschaltet, um 100% unabhängig zu bleiben. Vielmehr finanziert sich das Magazin ausschliesslich durch Abogebühren. Das Abo kostet 60 EUR pro Jahr. Während einer Crowdfundingaktion konnten noch vor dem Start knapp 19.000 Abonnenten gewonnen werden. Die Artikel für das Magazin werden vorab veröffentlicht, so dass die Leser ihren Input und know how einbringen können. So sieht ein Erfolgsmodell für Mitmach-Onlinemagazine der Zukunft aus.

Turnhills macht den virtuellen Schaufensterbummel zum Shoppingerlebnis
Nicht jeder hat das nötige Kleingeld, um regelmäßig in den angesagtesten Städten der Welt shoppen zu gehen. Das soll aber dank der Turnhill-App anders werden. Mithilfe der Crowd werden die Schaufenster wichtiger Geschäfte in New York fotografiert. Täglich werden die “Schaufensterbilder” bei Veränderungen aktualisiert. Mit Hilfe der Windows-Shopping App kann man nicht nur mehr über die ausgestellten Produkte und Preise erfahren, sondern auch direkt online shoppen. Wem noch das nötige Kleingeld fehlt, der kann die favorisierten Produkte in einer virtuellen Wunschliste ablegen. Super spannend ist diese App auch für Trendscouts, Modedesigner und Modeeinzelhändler.

VeriFirstTo ist der Onlineshop für Early-Adopter
Wenn Du die richtige Zielgruppe hast, musst Du nicht über den Preis verkaufen. Aus dieser Erkenntnis heraus hat Marcel Knobil, der z.B. die Marken-Agentur Superbrands gegründet hat, Ende 2012 VeriFirstTo gestartet. Dabei handelt es vereinfacht gesagt um eine OnlineShop für den Early Adaptor, dem es wichtiger ist, als erster Produkte zu besitzen oder Leistungen in Anspruch zu nehmen, als mit dem Rechenschieber einzukaufen. Die Kunden kommen vorrangig aus Großbritannien, den USA sowie aus Deutschland, Italien, Russland und Brasilien. Sehr viel mediale Aufmerksamkeit erhielt der VeryFirstTo in diesem Jahr, als dort eine zweijährige Weltreise zum Preis von 1 Mio GBP angeboten wurde.

Das Anti-Shark-Design macht die SAMS-Mode zum Lebensretter
SAMS (Shark Attack Mitigation Systems) bietet nach jahrelanger Forschung seit 2013 spezielle Schwimmanzüge an, die den Schwimmer für den Hai unsichtbar machen oder ihn sogar zur Flucht verleiten. Die Idee basiert auf Forschungsergebnissen von Professor Shaun Collin und Professor Nathan Hart vom Ocean Institute, die lange über das Jagdverhalten und Sehvermögen von Haien geforscht haben. Sie haben u.a. herausgefunden, dass Haie farbenblind sind und sich kurz vor dem Angriff auf ihr Sehvermögen verlassen. Die SAMS-Schwimmanzüge fungieren nun wie Tarnanzüge, so dass der Hai den “Feind” schwer lokalisieren kann oder durch die Kontrastwechsel verwirrt wird. Die Professoren haben sich die Anti-Hai-Muster patentieren lassen und möchten über Lizenzeinnahmen ihre Erfindung verwerten.

Scoopinion prasentiert mit Hilfe eines Browser-Plugins passende Lesetipps
Dieser Online-Dienst bietet ein Browser-Plugin für Google Chrome, welcher das Leseverhalten des Nutzers analysiert und auf dieser Basis Lese-Tipps gibt. Damit soll gewährleistet werden, dass der Leser nicht mehr selber suchen muss, sondern je nach seinem Interessengebiet dynamisch und automatisch neue Lesetipps erhält, entweder via E-Mail-Newsletter oder direkt via Browser oder Community. Das Startup hat sich ins Open Innovation House in Helsinki eingemeitet. Ziel ist es, dass hier Studenten, Forscher, StartUps und etablierte Unternehmen (wie z.B. Microsoft, Nokia, etc.) an Open Innovation Projekten zusammenarbeiten.

Mit Sellbox kann der Dropbox-Content kinderleicht vermarktet werden
Der Cloud-Speicherdienst Dropbox erfreut sich enormer Beliebtheit. Das Einstiegspaket ist kostenfrei, bei höherem Datenvolumen kostet die Nutzung eine Gebühr. Deshalb werden es viele Nutzer zu schätzen wissen, dass sie mit Sellbox eine Möglichkeit, diese Kosten wieder zu refinanzieren. Via Sellbox kann man sich bei Dropbox einloggen, anschliessend die Dateien aussuchen, die man als kostenpflichtigen Download anbieten wollt, einen Preis festlegen und via Facebook oder Twitter promoten. Der Käufer zahlt via Paypal.

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