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In Geschäftsidee, Idee - LOHAS

5 Geschäftsideen: Weihnachtsbaum mieten statt wegwerfen

Spätestens jetzt werden sie wieder entsorgt, die Einweg-Weihnachtsbäume. Millonenfach. Ist das noch zeitgemäß in einer Zeit, in der es immer mehr gute Geschäftsideen gibt, um gegen die Lebensmittelverschwendung anzukämpfen. Wäre es nicht viel ökologischer und nachhahltiger, einen Weihnachtsbaum mit Wurzelballen zu kaufen, der nach Weihnachten wiederverwendet wird, indem er z.B. im eigenen Garten eingepflanzt wird. Das Problem: Nicht jeder hat einen eigenen Garten, in dem er jährlich neue Nadelbäume einpflanzen kann.

Wenn man das selber nicht bewerkstelligen kann, wäre es dann nicht sinnvoll, einen Weihnachtsbaum mit Wurzelballen zu mieten, damit er danach einer sinnvollen, nachhaltigen Verwendung zugeführt werden kann, wie z.B. der Aufforstung von Waldgebieten. Genau wegen dieser Gedankengänge habe ich meine Recherche zum Thema „Weihnachtsbaum mieten“ begonnen und bin überrascht gewesen, wie viele unterschiedliche Varianten und Angebote es zu diesem Thema gibt. Hier sind meine Top-5:

Baumschule vermietet Weihnachstbäume
Vor ca. 15 Jahren begann die Baumschule Becker in Luxemburg damit, Weihnachtsbäume zur Weihnachtszeit zu vermieten. Dieser Service unter der Bezeichnung „Rent a Christmas Tree“ gewinnt immer mehr Beliebtheit. Beim letzten Mal konnte die Baumschule mehr als 400 Tannen und Fichten im Topf vermieten. Es gibt auch immer mehr Stammkunden, die ein und denselben Baum jedes Jahr wieder mieten. Der Mietpreis liegt zwischen 30 und 100 EUR inkl. einer ausführlichen Einweisung, damit der Baum in den vier Wänden keinen Schaden erleidet, weil er z.B. zu stark bewässert wurde oder in der Nähe der Heizung stand. Clever an dem Angebot dieser Baumschule ist, dass sie auf diesen Weg neue Kunden kennenlernt und durch Cross-Selling nennenswerte Zusatzeinnahmen generieren kann. Immer mehr deutsche Baumschulen erkennen mittlerweile auch diese Geschäftschance.

Green Christmas Programm in San Francisco
In San Francisco gibt es ca. seit einem Jahrzehnt eine geniale Aktion des SF Environment Departments. Hier kann man passend zur Weihnachtszeit Pflanzen leasen. Dabei handelt es sich weniger um Tannen, sondern um Bäume, die in dieser Region typischerweise wachse. Das Geniale an der Idee ist, dass die Bäume nach der Weihnachtszeit im Stadtgebiet von San Francisco eingepflanzt werden. Der Leasingpreis beträgt derzeit 75 USD. Wenn das SF Environment Department den Baum auch nach der Weihnachtszeit abholen soll, entstehen weitere 25 USD Transportkosten. Das ist kein billiges Vergnügen, aber dafür hat man etwas dafür getan, dass die Stadt noch grüner in Zukunft wird.

Eventagentur vermietet Weihnachtsbäume an Geschäfts- und Privatkunden
Die Zeremonia Festagentur aus dem ostdeutschen Dohna vermietet für Fest Weihnachtsbäume zusammen mit dem Christbaumschmuck. Der Einstiegs-Mietpreis (inkl. Anlieferung und Abholung in der Umgebung) liegt bei 109 EUR für eine 1,50 Meter große Nordmanntanne. Eine lebende Kegelfichte im Topf gibt es auch schon ab 109 EUR Mietpreis und sollte deshalb von den Kunden bevorzugt gemietet werden. Gleichzeitig wird auch Weihnachtsschmuck vermietet. Und natürlich gibt es auch künstliche Weihnachtsbäume im Programm. Vorteil für die Agentur liegt darin, dass sie etwas anbieten kann, was die Konkurrenten nicht anbieten. Dadurch können auch weitere Veranstaltungen „an Land gezogen werden“ und somit Cross-Selling-Effekte genutzt werden.

Versandunternehmen vermietet Weichnachtsbäume mit Schmuck
Im ECommerce-Zeitalter ist es „Ehrensache“, dass auch Weihnachtsbäume zur Miete versandt werden. Dies bietet z.B. „Weihnachtsbaum & More“ an. Die Mietgebühr in Höhe von ab 20 EUR ist sehr moderat. Allerdings kommen noch Versandkosten hinzu, so dass man ab ca. 50 EUR inkl. Hin- und Rücktransport dabei ist. Man kann auch Weihnachtsschmuck mieten. Dazu gehört auch „Naturweihnachtsbaumschmuck“. Zielkunden sind Geschäfts- und Privatkunden.

Baumärkte „vermieten Weihnachtsbäume“
Vor einigen Jahr machte ein Baumarkt in Gladbeck ein besonderes Angebot. Kunden, die einen Weihnachtsbaum im Baumarkt kaufen und nach Weihnachten zur Entsorgung wieder zurückgeben würden, würden die 20 EUR Kaufpreis als Einkaufsgutschein zurück erhalten. Dabei handelte es sich um eine spezielle Rabattaktion und nicht um ein Mietangebot im klassischen Sinn. Insofern könnten LOHAS-Kunden von diesem Angebot nicht überzeugt werden. Aber vielleicht lassen sich ja Baumschulen von dieser Idee inspirieren lassen und bieten solch ein Rabattangebot für lebende Bäume an.

Warum präsentiere ich jetzt diese Geschäftsideen, schliesslich ist die Saison gerade vorbei? Zum einen habe ich mich jetzt im Rahmen der Entsorgung eines Weihnachtsbaums damit beschäftigt. Zum anderen ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um sich frühzeitig Gedanken darüber zu machen, wie man in der nächsten Weihnachtssaison mit neuen Geschäftsideen bei den Kunden „punkten kann“. Und letztlich kann man die Idee auch auf andere Produkte adaptieren. Es ist nie zu früh, die Welt zu verbessern.

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