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Sixt macht mit Chauffeurservice „myDriver“ vermehrt der Taxi-Branche Konkurrenz

Warum eigentlich nur Autos vermieten? Das dachte sich Sixt schon vor vielen Jahren und ist u.a. im Leasing-Geschäft und Fuhrparkflottenmanagement aktiv. Und ein Chauffeuerservice (Auto mit Fahrer) wird auch schon angeboten. Doch jetzt scheint es so, also ob Sixt jetzt den Frontalangriff in diesem Segment plant. Ganz klein fing alles im Jahr 2012 mit der Gründung von myDriver an. Auf dieser Plattform, die im Frühjahr 2013 online ging, werden Chauffeurservices zum Taxispreis vermittelt. Als Generalunternehmen bündelt myDriver alle Fahrten und Fahrer unter einem Dach und steuert einheitlich sämtliche Prozesse und Abläufe. Die Buchung ist bequem über App, Website oder Hotline möglich.

Zu Beginn hat myDriver ausschließlich mit externen Partnern zusammengearbeitet (aktuell ca. 1.000 Partner). Das soll sich nun ändern, wie in einer PM heute mitgeteilt wurde: „Der kostengünstige Premiumfahrservice myDriver reagiert auf die gute Nachfrage: Mit zunächst 20 eigenen Fahrzeugen und 30 festen Fahrern in Berlin und Hamburg wird sichergestellt, dass der myDriver-Service auch zu Stoßzeiten optimal verfügbar ist. Setzte myDriver bisher wie die Konkurrenz ausschließlich auf Kooperationsverträge mit selbstständigen Fahrdienstleistern, baut das Unternehmen jetzt konsequent seinen eigenen Fuhrpark auf.“

Der Fahrplan steht fest: „Die Erweiterung der Fahrzeugflotte und der Ausbau in allen von myDriver versorgten Metropolen werden kontinuierlich erfolgen. Geplant sind in diesem Jahr zunächst die Städte München, Frankfurt, Düsseldorf und Köln. Entsprechend des Ausbaus soll sich auch die Anzahl der eigenen Fahrer mittelfristig im dreistelligen Bereich bewegen.“ Das ist eine klare Kampfansage an andere Vermittlungsplattformen, Chaffeuer-Services und die ganze Taxi-Branche. Und Sixt traut man es auch zu, mit Werbepower schnell den Markt zu dominieren. Für die Konkurrenz heißt es: „Anschnallen“.

Eigentlich clever gemacht. Da hat Sixt mit myDriver zunächst eine Vermittlungsplattform für Chauffeurservices aufgebaut, um in den Markt rein zu schnuppern. Und jetzt erst ist klar, dass die Plattform ein wichtiger Baustein der zukünftigen strategischen Ausrichtung von Sixt ist. Der Kunden wird es freuen. Denn Uber.com, an denen sich Google beteiligt hat, will ja auch den deutschen Markt erobern, auf dem Blacklane (Daimler ist beteiligt) schon stark vertreten ist. Das wird spannend.

2 Responses to Sixt macht mit Chauffeurservice „myDriver“ vermehrt der Taxi-Branche Konkurrenz

  1. […] von diesem “Game Changer”. Damit gibt es ein StartUp mehr (nach mytaxi, blacklane und mydriver), das der Taxibranche enorm einheizen wird. […]

  2. Marco Engels sagt:

    Es gibt noch einen weiteren Game Changer: http://www.globalmobility.de . Müssen wir nun einen klassischen Preiskampf a la Bertrand vermuten? Dann werden die großen Anbieter hier klar ihre Vorteile haben. Skalenerträge in allen Bereichen werden einen großen Vorteil bieten. Auch Reputation wie die von Merceedes oder Sixt werden es den „Kleineren“ eindeutig schwerer machen. Wenn man allerdings treffend die Bedürfnisse der Fahrgäste analysiert und abgeschnittene Produkte anbieten kann, wird man auf lange frist sicher sehr erfolgreich sein. Auch kann man sicher mit der Fahrerauswahl punkten. Globalmobility bietet so ein breiter gefächertes Angebot und bietet neben Limoshuttle auch VIP-Sightseeing oder einen Flugzeugcharter-Service an um sich von der Konkurrent abzuheben und bringt so meiner Meinung nach noch mal frischen Wind in den Markt!

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