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5 Gastronomiekonzepte, die in Deutschland (noch flächendeckend) fehlen

Bis heute habe ich hier im Blog mehr als 125 Gastronomiekonzepte aus der ganzen Welt präsentiert. Während jedoch bei Internet-StartUps die Copy-Cat-Welle aus den USA schnell nach Deutschland rüber schwappt, dauert es bei Gastronomiekonzepten viel länger. Deshalb gibt es auch heute noch geniale Konzepte aus anderen Ländern, über die ich schon vor vielen Jahren hier berichtet habe, die aber den Weg in deutsche Großstädte immer noch nicht gefunden haben.

Deshalb habe ich mich entschieden, heute fünf solcher Konzepte vorzustellen. Inspiriert wurde ich von dem Artikel „5 Gastronomie-Konzepte, die fehlen“, der vor einigen Tagen im nomyblog erschien. Die nomy-Blogger vermissen u.a. folgende Konzepte hier in Deutschland: Gastropubs & Eetcafés, Gaststätten mit Branntweinausschank aus eigener Brennerei und Hotel-Lobbys für Nicht-Übernachtungsgäste. Ich persönlich vermisse ganz andere Gastronomiekonzepte flächendeckend hier in Deutschland:

Nextrestaurant -Tickets gibt es nur im Vorverkauf
Grant Achatz, Gründer des Nextrestaurants, hat sich vom Ticketing-System von Fluggesellschaften inspirieren lassen. Im Nextrestaurant, das im Frühjahr 2011 in Chicago die Türen geöffnet hat, ist Laufkundschaft nicht eingeplant. Vielmehr muss man vorher ein Ticket im Internet erwerben. Der Ticketpreis (für ein und dasselbe Menu) ist unterschiedlich hoch, je nach Nachfrage. So kostet ein Ticket für Samstag Abend deutlich mehr als für Montag Mittag. Damit die Nachfrage nach Tickets sehr hoch bleibt, verändert Achatz das Menu alle drei Monate. Danach gibt es dieses Menu nie wieder. Stichwort: Knappheitsmarketing. Zudem bietet Achatz eine kulinarische Welt- und Zeitreise an. Clever!

Das Blockbuster-Restaurant – Wenn das Essen zum Film passt
Schon lange hat sich bei Kinobetreibern rumgesprochen, dass heute das Geld häufig mit der Gastronomie verdient wird. Umgekehrt wissen auch Gastronomen, dass man seine Gäste heute unterhalten muss, um sie immer wieder anzulocken (siehe Erfolgsbeispiel Next Restaurant). Warum nicht beides kombinieren? Das dachten sich auch die Macher des MISE-Filmfestivals im kanadischen Toronto und kredenzten zu den Filmen die Gerichte, die im Film vorkamen. Daraus könnte man ein Restaurantkonzept entwickeln. Das könnte auch für beliebte Serien oder Sport-Events funktionieren.

Das Twitter-Restaurant bietet mehr als die Farbe Blau
Im Sommer 2013 habe ich hier im Blog über das erste Twitter-Hotel berichtet. Viele Idee, die in diesem Bericht vorgestellt habe, könnte auch ein Restaurant adaptieren: Twitter-Cocktail, Twitter-Lounge, exlusive Restaurant-App, auf die nur über das hauseigene WLAN zugegriffen werden kann, Twitter-Concierge, Twitter-Influencer-Rabatt, etc. Dieses neue Gastro-Konzept könnte sich auch von anderen Vorbildern inspirieren lassen, wie die Instagram-Speisekarte, das 1. Instagram-Hotel, etc.

Restaurants, in denen Kalorien gezählt werden
Das Restaurant & Take-away Hitzberger im schweizerischen Einkaufscenter Sihlcity hatte schon vor einigen Jahren eine clevere Idee: Auf jeder Quittung wurde vermerkt, wie viele Kalorien und wie viel Fett der Gast gerade zu sich genommen hatte. Diese Idee ist aus meiner Sicht ausbaufähig. Warum nicht einen Wettbewerb starten, dass der Tagesgast, der in einer Woche die meisten Kilos abgenommen hat, die Essensrechnungen zurückerstattet bekommt. Warum nicht a la Weightwatchers eine Diät-Community starten? Warum nicht spezielle Gerichte abends anbieten, die wenig bis keine Kohlenhydrate beinhalten (Viele Abnehmfreunde schwören auf dieses Erfolgsrezept).

Logbar: Gäste können Wunschcocktail kreieren und auf die Karte setzen lassen
In der Logbar können sich die Gäste Ihren eigenen Cocktail mit Hilfe eines iPads zusammenstellen. Sie wählen dafür die alkoholischen und nichtalkoholischen Getränkebestandteile, das passende Glas, die Verzierung und die Art und Weise, wie gemixt wird (gerührt oder geschüttelt). Anschliessend können sie dem Getränk noch einen Namen geben und schon ist das Getränk auf der iPad-Getränkekarte verewigt. Jetzt kann der Gast in Zukunft sein Stammgetränk bequem bestellen. Wenn es andere Gäste bestellen, erhält er eine Gutschrift von 50 Yen pro bestelltes Getränk. Clever! Warum lassen sich davon nicht Gastronomen hier in Deutschland inspirieren. Einen Namen hätte ich auch schon: Die Mitmachbar.

Wichtig ist, dass man kein Modekonzept entwickelt, das nach einem halben Jahr wieder „out“ ist. Zudem gilt obige Aufstellung auch als Inspirationsquelle. Gerne kann sich jeder das herauspicken an Ideen, das zu seiner Persönlichkeit passt und auch ganz neu zusammenstellen. Das gilt auch für bestehende Angebote im Gastronomiesegment Dabei sollte man die wichtigsten Trends nicht aus dem Auge verlieren: Erlebnismarketing, Knappheitsmarketing, Crowdsourcing, Bewusste Ernährung, Community-Marketing.

12 Responses to 5 Gastronomiekonzepte, die in Deutschland (noch flächendeckend) fehlen

  1. J. Jöhrens sagt:

    Persönlich sprechen mich verständlicherweise nicht alle an, ABER eines dieser konzepte hat mir doch sooooo super gefallen, dass ich dieses gerne in Kombination mit eigenden Ideen verwirklichen möchte.

    Alles in Allem ist dieser Beitrag eine gute Hilfe zur möglichen ersten Millionen.. Man muss nur was tun!

  2. Danke für den aufschlussreichen Artikel

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