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Warum das investigative Online-Medium „The Intercept“ einen sehr „langen Atem“ haben wird

Eigentlich sollte der Launch des neue investigativen Online-Mediums „The Intercept“ erst in einigen Wochen erfolgen. Da allerdings laut dem Finanzier des Projektes, dem milliardenschweren Pierre Omidyar (Mitgründer von ebay), der Druck auf US-Journalisten ständig steige, die über die NSA-Affäre berichten würden, wäre jetzt der Start vorverlegt worden. Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Aushängeschild von „The Intercept“ ist Gleen Greenwald. Er ist weltberühmt geworden, nachdem Edward Snowden ihm die brisanten NSA-Unterlaten und Dateien zwecks Berichterstattung übergeben hat.

Insofern profitiert aktuell „The Intercept“ sehr stark von seinem „Frontmann“ Glenn Greenwald. Und deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass sich Intercept anfangs auf weitere Enthüllungen auf Basis der Snowden-Unterlagen konzentrieren werde. Aber natürlich sollen weitere Themen in Zukunft aufgegriffen werden und das Team auch noch stark erweitert werden. Insgesamt stünden 250 Mio USD für dieses Projekt zur Verfügung. Auch dank der Tatsache, dass Omidyar nicht die Washington Post gekauft hat, die ihm vor Jeff Bezos zum Kauf angeboten wurde.

Ich persönlich finde nicht die erste Story erwähnenswert und auch nicht die Tatsache, dass der Server aufgrund der hohen Nachfrage in den ersten Stunden öfters in die „Knie“ gegangen ist. Viel spannender finde ich das Einnahmenmodell des Medienunternehmens First Look Media, das nicht nur „The Independent“ herausgibt. Vielmehr will First Look Media sein Geld durch den Verkauf von Software und Know How verdienen und damit die Journalismusprojekte nachhaltig querfinanzieren. Insgesamt stehen 500 Mio USD Startkapital zur Verfügung. Es gibt derzeit drei Büros in New York, San Francisco und Washington.

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