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Comparendo will das Matching zwischen Ein- und Verkäufern optimieren

Das Schweizer StartUp-Projekt „Comparendo“ hat sich auf das Lead Marketing speziell für kleine und mittelständische Betriebe in der Schweiz spezialisiert. Service-Anbieter sowie Einkäufer können sich auf der Plattform registrieren und ihre Angebote bzw. Wünsche angeben – durch einen Algorithmus, der die Region, Bewertungen, Feedbacks, Preise etc. in Erwägung zieht, werden dann die besten potenziellen Geschäftspartner einander vorgeschlagen.

Grundsätzlich werden wir in Zukunft immer mehr MatchingTools erleben, die sehr zielgerichtet die richtigen Partner zusammenbringen. Versucht wird das schon seit Jahren, aber langsam steigt die Treffsicherheit. Deshalb habe ich mit Sergey Alekseyey, Mitgründer von Comparendo, ein E-Mail-Interview geführt, um mehr über sein StartUp und das Marktumfeld zu erfahren. Denn es gibt schon viele Anbieter, die mit Matching-Angeboten punkten wollen. Hier sind seine Antworten:

Wie kamen Sie auf die Idee zu Comparendo? Was ist die Gründerstory?
Sergey Alekseyev: „Anfang 2013 habe ich mit meinem Studienkollegen Fares Tounsi, Dipl. Ing. RWTH Aachen, die CaitSith AG gegründet, die vollständig auf hoch skalierbare und in Perspektive internationale Web 2.0 Projekte ausgerichtet ist, insbesondere das Comparendo Projekt. Die Gründung erfolgte über das Institut für Jungunternehmen und mit Unterstützung seitens Microsoft (wir sind in deren BizSpark Programm für vielversprechende IT Startups), Google (Google JumpStart Programm) sowie PostFinance (Banking und ePayment Lösung).

Die Ausgangssituation: Die Werbung bei Google AdWords ist in vielen Industrien kaum noch bezahlbar mit Preisen um 5-10 CHF pro Klick, und die Suchmaschinenoptimierung ist so komplex geworden und erfordert soviel Arbeit, um mit Google’s ständigen Algorithmenupdates mitzuhalten, dass viele KMUs das schon aufgegeben haben oder für viel Geld an Spezialfirmen outsourcen. Hier soll Comparendo mit einem simplen Modell – kostenlos registrieren, passende Offertenanfragen aus der Region mit vielen Details erhalten, und einen moderaten Pauschalbetrag nur für die Kontaktdaten bezahlen, die interessant sind – eine transparente und komplementäre Alternative sein.

Insbesondere auf Mobile (wo wir gerade die Entwicklung der Comparendo App abschliessen) sehen wir hier noch viel Potenzial in der Schweiz und auch darüberhinaus, denn derzeit gibt es einfach keine kompakte, bequeme, und übersichtliche Möglichkeit, mit einmalig ein paar Taps auf dem Tablet Offerten von den 3-5 besten (oder günstigsten) regionalen Spezialisten in jeder beliebigen Nische zu erhalten.“

Hatten Sie Vorbilder oder Wettbewerber, von denen Sie sich inspirieren ließen?
Sergey Alekseyev: „Ja, ein Anstoss waren die zahlreichen und oftmals sehr erfolgreichen Startups im Bereich Lead Marketing im Ausland in den letzten Jahren. So gibt es in den USA bzw. Deutschland mehrere erfolgreiche, aber nur auf die Handwerker-Sparte fokussierte Lead Marketing Firmen wie das milliardenschwere www.HomeAdvisor.com (vormals ServiceMagic), MyHammer AG in Deutschland, usw. Daneben sind mit Comparendo vergleichbare nicht mehr nischen-beschränkte Startups ebenfalls deutlich am Kommen – z.B. in Schweden www.servicefinder.se, in Australien www.truelocal.com.au oder sogar in der Schweiz www.gryps.ch oder das ältere und schon sehr bekannte www.comparis.ch (welches aber vor allem B2C ist).“

Wer sind Ihre stärksten Konkurrenten?
Sergey Alekseyev: „In der Schweiz – www.gryps.ch und www.offerten24.ch. Beide sind jedoch noch defacto Web 1.0 Seiten, wo alles noch per Telefon-Email abgewickelt wird, und nur auf die Deutschschweiz limitiert, wogegen bei uns fast der ganze Workflow automatisiert im Member-Bereich erfolgt und auch von Null an eine Internationalisierung vorbereitet und angestrebt ist.“

Was ist noch interessant ihrem Konzept?
Sergey Alekseyev: „Ich denke, das interessante an unserem Modell ist, dass wir so offen sind – es ist genauso leicht möglich, eine Anfrage für ein Hundetraining für CHF 300 zu stellen, wie für eine Photovoltaikanlage für CHF 100.000, und für beide bringen wir schnell und mit geringem Overhead den Kunden mit guten Anbietern zusammen. Ein weiterer Punkt ist unser internationales Team – unsere Marketing-Spezialistin ist in Irland, Programmierer sind in Weissrussland, der Designer in Indonesien, und die Autoren in Deutschland und der Schweiz.“

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