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Die Bürger AG aus Frankfurt will eine „gesellschaftliche Rendite“ erwirtschaften

Seit einigen Jahren nehmen immer mehr Bürger in Bürger-Energiegenossenschaften die Energieversorgung selbst in die Hand. Dieser Trend schwappt immer mehr in den landwirtschaftlichen Bereich herüber. Ein Leutturmprojekt in dieser Richtung ist das Kartoffelkombinat in München. Das Motto lautet: „Vom Konsumenten zum Mitproduzenten“. Dabei handelt es sich um eine Gemeinschaft aus mittlerweile 380 Münchner Haushalten, die sich eine regionale Versorgungsstruktur aufbauen. Einmal pro Woche bekommen die Genossen einen Ernteanteil mit Gemüse (ungefähr 6-8 Sorten), alles frisch, alles bio und auch noch saisonal! Einige Genossenschaftsmitglieder stellen dabei ihre Lokalitäten zur Verfügung, um als Verteilstation zu fungieren, damit der Lieferwagen tatsächlich nicht alle Genossen direkt ansteuern muss.

Gibt es auch andere denkbare Modelle? Dieser Meinung ist z.B. die Bürger AG für nachhaltiges Wirtschaften FrankfurtRheinMain. Vor wenigen Tagen wurde folgende Botschaft verkündet: „Am 9. März startet die Burger AG für nachhaltiges Wirtschaften Frankfurt-RheinMain mit der Ausgabe von Namensaktien. Ziel ist es, die regionale Bio-Wirtschaft zu stärken, den Bio-Anteil in der Rhein-Main-Region zu erhöhen und in eine ökologisch wie wirtschaftlich nachhaltige Entwicklung der Region zu investieren. Mit der Genehmigung des ersten Wertpapierprospektes durch die Finanzaufsicht BaFin ist der Weg frei für den Verkauf von Namensaktien.“

Auf der Webseite der Bürger AG wird das Angebot konkretisiert: „Lange haben wir intensiv an unserem Wertpapierprospekt gearbeitet. Es war eine Zeit voller Höhen und Tiefen, aber wir haben ein Ziel für das es sich lohnen wird. Es geht darum, alle Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass sich Bürgerinnen und Bürger aktiv in unserer Region einbringen können, um Bio-Erzeugern und Manufakturen durch künftige Beteiligungen, finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen. Am Freitag, 14. Februar 2014, bewilligte die BaFin unser erstes Wertpapierprospekt. Nun steht dem Vertrieb unserer Namensaktien nichts mehr im Wege. Aktien über eine Gesamtsumme von € 1,2 Mio. stehen zum Verkauf bereit. Ab sofort können Sie sich bei uns als Interessent/in registrieren lassen und ab 09. März die gewünschte Anzahl an Aktien ab einem Nennwert von € 500,00 zum Ausgabepreis von € 600,00 erwerben.“

Ausführliche Infos zum Konzept gibt es im Wertpapierprospekt. Hierbei handelt sich also um eine Beteiligungsgesellschaft und nicht um einen Betreiber von landwirtschaftlichen Flächen etc. Die Anlagestrategie wird hier bildlich dargestellt. Aber einem Zeichnungsvolumen von 300.000 EUR soll losgelegt werden. Die Zeichnungsfrist endet am 19. August 2014, an dem das Mindestzeichnungsvolumen von 300.000 EUR (600 Aktien a 500 EUR) gezeichnet sein muss. Damit die nötigen Vorbereitungen in den letzten zwei durchgeführt werden konnten, habe sich im ersten Schritt Aktionäre mit einem Gesamtbetrag von 187.000 EUR beteiligt. Noch vermisse ich ein konkrete Angebot für eine Naturaldividende oder Einkaufsrabatte von den potentiellen Beteiligungsunternehmen. Aber das wäre der zweite vor dem ersten Schritt. Mal sehen, ob dieses Konzept Nachahmer findet?

Warnhinweis:
Selbstverständlich handelt es sich hier nicht um eine Anlage- oder Beteiligungsempfehlung. Wir übernehmen keine Haftung für Fehlinvestments. Vielmehr ist unser Ziel, hier innovative Projekte mit Vorbilcharakter vorzustellen, um die Leser zu inspirieren.

14 Responses to Die Bürger AG aus Frankfurt will eine „gesellschaftliche Rendite“ erwirtschaften

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