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Der Roboter-Bausatz „Robi“ ist der Serien-Star einer Zeitschrift in Japan

Vor kurzem habe ich hier im Blog vier Beispiele für Bausätze präsentiert, darunter auch einen Bausatz für einen Roboter. Eine Möglichkeit besteht darin, via Kickstarter genug Käufer für diesen Bausatz zu finden. Oder man verkauft diesen Bausatz via Zeitschriften-Abo, wie wir das schon von zahlreichen Beispielen kennen. Der Vorteil besteht darin, ausführliche Hintergrundinformationen zum Produkt bieten zu können. Der Trend geht mittlerweile dahin, immer komplexere Produkte als Bausätze anzubieten:

Der italienische DeAgostini-Verlag hat letztes Jahr im Februar damit begonnen, eine Zeitschrift in Japan zu vertreiben, die jeweils ein Teil eines Roboters enthielt, der zum Schluss vom Leser zusammengebaut werden kann. Jede Ausgabe kostet ¥1,990 (ca. 14 EUR). Insgesamt gibt es 70 Ausgaben, die im Abonnement bezogen werden müssen. Die letzte Ausgabe soll im Juni 2014 in Japan erscheinen. Das Ergebnis ist ein 35 cm großer Roboter, der 1 kg schwer ist und mehr als 270 Wörter sprechen sowie mehr als 200 Wörter verstehen soll. Sein Name lautet „Robi“. Entwickelt wurde der Bausatz-Roboter vom Japaner Takahashi. Und diese Geschäftsidee ist schon jetzt ein wirtschaftlicher Erfolg. Der DeAgostini-Verlag konnte mit dieser Zeitschrift schon einen Umsatz von mehr als 60 Mio EUR in Japan generieren.

Der Roboter kann keine Hausarbeiten erledigen, sondern soll „nur ein guter Hausfreund“ sein. Er besticht durch sein Design und die Kunst zuhören zu können und Emotionen zu wecken. Und er besticht dadurch, dass er im Rahmen des Story-Tellings in 70 Ausgaben dem Leser ans Herz wachsen soll. Vorfreude ist schliesslich die schönste Freude. Und vielleicht kommen auch wir in Deutschland bald in diesen „Genuss“. DeAgostini plant als nächstes, diese Roboter-Zeitschrift in Italien, Taiwan und Deutschland zu vertreiben, gefolgt von Großbritannien, USA, Frankreich und Spanien.

Gefunden bei Wired

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