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Gastronomie entdeckt verstärkt Kickstarter als Finanzierungsquelle

Was verbindet Ihr als Leser spontan mit Kickstarter? Erfolgsprojekte wie die Pepple-Watch, deren Erfinder auf Kickstarter mehr als 10 Mio. USD einsammeln konnten? Oder die Games-Branche, die insgesamt fast 200 Mio. USD auf Kickstarter funden konnte? Das wäre zu kurz gegriffen. Denn Kickstarter ist für viele Branchen unverzichtbar geworden, um neue Projekte starten und finanzieren zu können.

Wusstet Ihr, dass auf Kickstarter schon mehr als 500 Restaurants erfolgreich Geld einsammeln konnten? Damit das allen bewusst wird, hat Kickstarter eine Google Map erstellt, auf der alle „Kickstarter-Restaurants“ eingezeichnet sind. Kickstarter-CEO Yancey Strickler macht in einem aktuellen Interview deutlich, dass Kickstarter ideal dafür geeignet sei, um für ein Restaurantprojekt Startkapital einzusammeln. Schließlich stellt jeder Nutzer auf Kickstarter durchschnittlich 71 USD pro Projekt zur Verfügung. Das entspräche ungefähr dem durchschnittlichen Rechnungsbetrag in einem Restaurant.

Und aus einem weiteren Grund ist Kickstarter die lang ersehnte „Rettung“ für neue Restaurantprojekte. Denn viele klassische Geldgeber winken nicht nur in den USA ab, wenn heute ein Gründer ein Restaurant gründen will. Meistens hat er zu wenig Eigenkapital im Verhältnis zu den hohen Fixkosten und Investitionen. Und zudem weiß er nicht, ob sein Angebot von den Kunden angenommen wird. Beides kann Kickstarter lösen. Hier kann man einen Markttest durchführen (ohne finanzielles Risiko) und zudem genug Startkapital einsammeln. Was will man mehr?

Aus diesen und anderen Gründen denkt Kickstarter darüber nach, der Gastronomie eine eigene Kategorie zu geben und die entsprechenden Projekte prominenter auf der Startseite zu positionieren. Der Zeitpunkt für diese Idee ist günstig. Erst vor kurzem konnte das Superior Motors Restaurant mehr als 300.000 USD einsammeln und damit ein Fundingrekord in diesem Segment vermelden. Ein Beispiel mehr, dass Kickstarter einer der wichtigsten Gründungsförderer in den USA geworden ist und das ganz ohne Fördergelder und staatlichem Programm.

Aus meiner Sicht könnte Kickstarter noch mehr tun, um mit Hilfe der Restaurants Werbung für sich zu machen. Warum schickt Kickstarter nicht jedem Restaurant, das das Funding erfolgreich abgeschlossen hat, einen Aufkleber mit der Aufschrift „finanziert durch Kickstarter“ zu, das an die Eingangstür des Restaurants geklebt werden könnte? Und warum entwickelt Kickstarter nicht mit anderen Partnern ein Mentoring-Projekt, so dass jeder Restaurantgründer von einem erfahrenen Mentor für längere Zeit kostenfrei begleitet wird? Denn es ist auch im Interesse von kickstarter, dass die Restaurants nicht gleich wieder schließen.

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