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Wird der Chip im Kleidungsstück bald Normalität sein?

Fashion-Apps wie asap54 sorgen dafür, dass die Fußgängerzone selbst zur Shopping-Area wird. Via asap54 kann man mit seinem Smartphone ein Foto von einem Kleidungsstück machen, das einem an einer anderer Person gefällt und erhält anschliessend einen Link zu einem Onlineshop, in dem man dieses Modeutensil kaufen kann. Geht das auch genauer? Können die Hersteller die Informations- und Kommunikationshoheit wieder zurück gewinnen? Diese und andere Fragen stellte sich Liron Slonimski aus Israel und will mit ihrem StartUp Awear Solutions die Antwort darauf geben.

Alles begann damit, dass Liron eine fremde Frau danach fragte, wo man ihre Tasche kaufen könnte und ihr darauf hin die „Kalter Schulter gezeigt“ wurde. Deshalb kam sie auf die Idee, dass jeder Hersteller einen Chip in das Kleidungsstück oder Modeutensil „einpflanzen“ sollte, damit jeder Nutzer in einem Umkreis von 10 Metern diesen Chip via Smartphone-App scannen kann, um mehr Informationen über das Produkt erhalten zu können, wie z.B. Kauforte, Waschanleitung, Produktinformationen etc.

Derzeit arbeiten die Mitarbeiter von Awear Solutions an einer funktionsfähigen App, die 2015 auf den Markt kommen soll. Vorher müssen allerdings möglichst viele Textilhersteller und Modemarken davon überzeugt werden, die Chips in ihre Kleidung „einzubauen“. Erste Teststellungen konnten mit Partnern wie DKNY schon durchgeführt werden. Jetzt kommt es darauf an, möglichst vielen Herstellern aufzuzeigen, dass sie mit Hilfe dieser Lösungen wieder die Hoheit über die Kommunikation mit den Kunden zurückgewinnen können. Mal sehen, welcher Anbieter hier das Rennen macht. Der Trend scheint auf jeden Fall nicht mehr aufzuhalten sein.

Gefunden bei Fashionista.com

6 Responses to Wird der Chip im Kleidungsstück bald Normalität sein?

  1. Lars sagt:

    Möchte ich denn, dass mein Anzug mittels Markeninfo „DKNY“ mich als lohnenswertes Überfallziel auszeichnet? Oder möchte ich, dass mein Anzug von „C&A“ mir eine schlechtere Position bei (Einstellungs-)Verhandlungen aufzwingt? Öffentlich auslesbare Infos wie oben beschrieben sind ein klares Don’t Buy Argument.

  2. Tom sagt:

    Die Idee geht auch anders. Wer wissen will ob er ein „billiges oder geklautes“ Falsifikat hat….“chipt“ das mal.

    Stimmt Chipnummer und Kaufort überein wirds grün….stimmt Chipnummer, aber Kaufort nicht überein wirds gelb….stimmt NIX wirds rot = hoher Verdacht auf „Falsifikat“….

    automatische Meldung an Hersteller….Auftrag an Außendiesnt…nachprüfen woher die Ware kam…. –

    So in etwa – könnten sich Markenhersteller, die was auf Ihre Marke halten, vor „Fälschern“ schützen…. und die Besitzer wüßten…Ich habe ein Original und keine Fälschung…Manchen ist das sehr viel Geld wert.

  3. Hallo Lars und Tom,

    wo Licht ist, ist auch Schatten.

    Ich könnte mir vorstellen, dass die „Chip-Klamotten“ 5 % billiger angeboten werden und für jeden Kauf, der durch den Chip getätigt wird, der Kunden 10 EUR Rabatt erhält usw.

    Und natürlich gibt es sicherlich auch bald Lösungen, um nicht erkannt zu werden.

    Der neue Trend wird viele Lösungen und Geschäftsideen parat halten, aber aufzuhalten ist er nicht. Manchmal bin ich auch der Überbringer schlechter Nachrichten 🙂

  4. Lex Brillant sagt:

    Ganz zu schweigen vom Mobbing auf den Schulhöfen und Zwangsgruppierungen

  5. Tom sagt:

    :-)..naja so gesehen kann ich mir auch vorstellen, dass bei betritt eines Ladens mein Smartphone mir gleich mal zeigt wo MEINE Auswahl sehr wahrscheinlich zu finden ist. Was ich auswählen will, wurde duch Algorithem längst herausgefunden….BIG DATA….Cool, wenn Dritte schon wissen was ich wollen muss….

    Ob die Überbringung eine „schlechte“ Nachricht war liegt in der Auffassung des Leser.

    Meine Oma z.B. mochte keine Külschränke – hatte noch Komposthaufen – kaufte wenig – hatte viel auf dem Acker – …machte sauviel Arbeit—– Bequem „Shoppen“ gehen, alles Portionsgercht aus einem Regal holen – ha…eben…für die einen eine gute Nachricht, für die anderen eine schlechte ;-)..gewonnen hat unter Anderem die Bequemlichkeit….der Trend ist uralt 😉

  6. Entscheidend ist aus meiner Sicht, dass wir in Zukunft die Wahl haben, ob wir „überwacht werden“ oder nicht. Daraus ergeben sich auch viele neue Geschäftschancen.

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