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Aufsteckbare Heelbopps begeistern nicht nur die Jury des Frankfurter Gründerpreises

Man muss nicht immer etwas neu erfinden, sondern bestehende Lösungen einfach nur verbessern. Beispiel gefällig? Vor einigen Jahren suchte Katharina Hermes für ihre schicken Highheels Absatzschoner, um auf Kopfsteinpflaster nicht schnell umzuknicken und die Absätze auch vor Kratzern etc. zu schützen. Im Rahmen ihrer Recherche fand sie keine Absatzschoner, die sie überzeugen konnten. Entweder fielen sie schnell wieder ab oder waren nicht formschön oder sie waren transparent.

Die diplomierte Fashion-Designerin entschied sich deshalb dafür, eine bessere Lösung auf den Markt zu bringen. Fast zwei Jahre sprach sie mit Werkzeugmachern, Kunststoffherstellern und anderen Experten, um das „perfekte“ Produkt auf den Markt bringen zu können. Entscheidend ist neben der stabilen Gitterstruktur der extrem elastische Kunststoff an der Oberseite, der sich jeder Absatzform anpasst, stabil ist und trotzdem nicht das Material des Schuhes zerstört.

Den Markteintritt wagte die Gründerin 2013 mit einem Auftritt auf der Fashion Week in Berlin. Seitdem bekommt sie viele Anfragen von Händlern auch außerhalb Deutschlands, die gerne ihre Heelbopps verkaufen wollen. Auch die ausländische Presse wie die italienische Vogue ist auf diese Produktneuheit schon aufmerksam geworden. Denn die Heelbopps sind nur in zweiter Linie Absatzschoner, vielmehr sind sie ein Modeaccessoires. Denn die Heelbopps gibt es ganz vielen Designs und peppen damit den Gesamtlook des Schuhes sogar auf.

Nicht nur viele Kundinnen, Vertriebspartner und Pressevertreter konnte Katharina Hermes für ihre Produkte und Geschäftsidee begeistern, sondern auch die Jury des Frankfurter Gründerpreises 2014. Sie schaffte hier den 2. Platz und musste sich nur dem Sieger, MeinUnternehmensfilm.de, geschlagen geben, über die wir hier im Blog schon berichtet haben. Mehr über die drei Preisträger des Frankfurter Gründerpreises 2014 gibt es hier in der PM.

Katharina Hermes hat nun 10.000 EUR mehr in ihren Kassen. Jetzt gilt es, auch international durchzustarten, bevor ihr Copy Cats den Rang ablaufen. Aus meiner Sicht bräuchte es jetzt einen Promi, der das Produkt weltweit bekannt macht. Wie wäre es mit Conchita Wurst? Mit ihr könnte man eine spezielle Edition erstellen und ein Teil der Erlöse für ein Projekt spenden, das sich für mehr Toleranz in der Gesellschaft einsetzt. Und natürlich braucht es auch viele Vertriebsstellen weltweit. Wie wäre es mit Automaten, die in jeder großen Modestadt aufgestellt werden, vielleicht jeweils in einem Gebiet mit Kopfsteinpflaster?

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