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Die Ballkampagne will auf Faltins Spuren wandeln

Die Macher der Ballkampagne fassen das Problem vieler Amateur-Fussballclubs kurz und knackig auf ihrer Webseite zusammen: „Für einen Fußball hoher Qualität muss man in den Sportartikelfachgeschäften tief in die Geldbörse greifen und einen hohen zweistelligen oder sogar dreistelligen Betrag zahlen. Wieso muss ein guter Ball so teuer sein, obwohl jeder um das offene Geheimnis der Niedriglohnproduktion in Pakistan, China oder Thailand weiß? Fairplay sieht anders aus.“

Und genau hier will die Ballkampagne in Anlehnung an Faltins Teekampagne ansetzen: Nach dem Kapagnenprinzip sollen nur zweimal im Jahr (passend zum Start der Sommer- und Wintersaison) die Bälle zu günstigen Preisen den Fussballvereinen in Großpackungen (24 Stück je Packung) angeboten werden, damit die Lager-, Personal-, Miet- und Logistikkosten minimiert werden. Es gibt nur eine Ballsorte, allerdings unterschiedliche Größen, da die F-Jugend z.B. mit kleineren Bällen kickt als die C-Jugend. Die Preiskalkulation wird offen gelegt (siehe Bild oben) und Fair-Trade ist Ehrensache.

Eins ist allerdings besonders. Die Bälle können personalisiert werden, indem sie nach Kundenwunsch bedruckt werden (z.B. mit dem Logo des Fussballclubs oder des Sponsors). Erläutert wird das wie folgt: „Wir sind kein konventioneller Sportartikelhersteller, denn für uns seid Ihr die Marke! Für uns heißt das, wir nehmen uns zurück und stellen Euch in den Mittelpunkt. Der Ball wird dabei völlig an Euer Logo und Eure Farben angepasst, so dass euer eigenes, unverwechselbares Spielgerät entsteht. Das “Standarddesign” wird dabei regelmäßig von Kampagne zu Kampagne gewechselt.“

Klingt alles gut und durchdacht. Es gibt allerdings einen Haken. Faltins Tee kostet ca. halb so viel wie der der Konkurrenz. Bei einer kurzen Recherche habe ich aber festgestellt, dass es vergleichbare Bälle (von Adidas) schon zu günstigeren Preisen (19,99 statt 29,75 EUR) und schon ab der Lösgröße eins gibt. Es gibt zwar keine Personalisierungsmöglichkeiten, aber das hilft aus meiner Sicht nur, wenn ein Sponsor im Gegenzug die Bälle auch bezahlt. Hier könnte evtl. ein Ansatz liegen, eine Ballsponsorvermittlungsplattform aufzubauen. Allerdings müssten das die Sponsorverträge der Fussballvereine zulassen.

Ich bin gespannt, ob es die Ballkampagne trotzdem schafft, genug Kunden (sprich Fussballclubs) zu begeistern. Und vielleicht ist der Mehrwert der Personalisierung vielen Clubs den Preis Wert? Und evtl. habe ich auch einen Denkfehler? Aber dafür gibt es ja hier unten das Kommentarfeld. Auf jeden Fall ist auch die Ballkampagne eine Inspirationsquelle für viele andere StartUps. Und dann hätte sich dieser Bericht schon gelohnt.

7 Responses to Die Ballkampagne will auf Faltins Spuren wandeln

  1. Tom sagt:

    Ich seh da keinen Denkfehler. Das Thema scheint mir und das ist „ähnlich“ wie bei Faltin – der Vertieb und die Qualität – Faltins Teekampagne hätte ohne „gleiche Qualität“ zum günstigeren Preis wahrscheinlich nicht funktioniert. Der Preis ist eben nicht alles 🙂

    Gehen die Macher von Ballkampange nur die Fußballvereine an, wird es vermutlich schwierig, denn da sitzen – nimmt man mal die Profis raus – Amateure – und die denken eher in Spendenkategorien, als in kaufmänisch oder gar unternehmerisch [ glaube ich ].

    Außer Fußballvereine gibt es noch Handball, Basketball,- eventuell überhaupt Sportvereine oder Schulen. [ Was gibt eine Landesregierung für Bälle aus ? ]

    Anzusprechen wären z.B. neben den Vereinen die ortsansässigen Fachhändler,- da wo die Jugend auch ihre Sportsachen kaufen,- die Politiker – VOR ORT – alle Parteien haben da Büros.

    Die Idee mit der Ballsponsoringplattform finde ich gut 🙂 !

    Kurz – wenn die Macher der Ballkampagne das Argument nicht “ nur auf den Preis “ richten, sondern analog zm „Preis“, den Nutzen für viele sehen und DEN vermarkten, wird das was.

    Sich auf die Vereine zu „verlassen“ kann zum verlassen führen. Bei der Idee muss das Wasser erstmal den Bach runtergetragen werden 🙂

    Richtig gemacht wird das ca. 200 Programmierstunden [Palttform] kosten – zwei bis drei gute Vertrieber [ mit Herzblut ] 🙂 konzentriert erstmal auf einen Kreis oder eine Region.

    Vielleicht haben ja ein paar Lust das auf einer Crowd zu präsentieren – die ersten Sponsoren finden sich so bestimmt ganz leicht. Bei dem aktuellen Fußballhype vielleicht sogar noch leichter – und in USA bleibt der Hype erstmal – da gewinnt Fußball mehr und mehr „Fans“.

    Nein kein Denkfehler – gute Idee – Danke ! Deswegen lese ich hier immer wieder sehr gerne

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