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tabcircle will zum Lesezirkel 2.0 werden

Fast jede Geschäftsidee ist schon in die digitale Welt übertragen worden. Deshalb hat es keinen verwundert, als der Verband Deutscher Lesezirkel im Mai 2013 verkündete, die Leserzirkel auch digital verfügbar zu machen. Seitdem ist es still darum geworden. Dafür hat jetzt das bayerische StartUp Consupremo mit tabcircle eine passende Lösung auf den Markt gebracht.

Mit tabcircle, einem webbasierten Streamingangebot, können teilnehmende Locations den Besuchern und Kunden einen Extraservice bieten und sie damit zu sich locken: digitaler Lesestoff, der direkt vor Ort über das hauseigene WLAN in einem digitalen Kiosk angeboten wird. Der tabcircle Kiosk kann individuell gebrandet und mit Werbematerialien ausgestattet werden. Die Locations können aus bisher ca. 35 verschiedenen Titeln die Zeitschriften wählen, die für ihre Zielgruppe interessant sind.

Im Sortiment finden sich zum Beispiel die Wirtschaftswoche, auto motor sport oder verschiedene Inneneinrichtungs-, Garten-, Foto- und IT-Magazine. Tabcircle bietet seinen Locations derzeit noch einen 30 tägigen kostenlosen und unverbindlichen Test an. Später muss nur für die Zeitschriften gezahlt werden, die die Location sich aussucht – der Preis für eine Ausgabe ist dabei orientiert am Printpreis bzw. wird meist günstiger sein. Der Mitgründer Thorsten Schweigert erläutert in einem Interview mit mir die Gründerstory:

„Ich war als Unternehmensberater u.a. in London tätig. Dort habe ich mich nach deutschen Zeitungen gesehnt und mich gefragt, warum Business Hotels mit internationalen Gästen noch keinen kostenlosen Service in diese Richtung anbieten. Natürlich bietet sich hier digital an, da der internationale Printvertrieb viel zu teuer wäre. Ich habe viele Kollegen befragt die sich alle einig waren, dass sie ein Hotel mit so einem “digitalen Lesezirkel-Service” bevorzugt buchen würden. Damit war der Nutzen für beide Seiten, Gäste und Hotels klar und die Idee geboren.

Das Wettbewerbsumfeld ist taff, wie z.B. scribd.com, paperC, pressematrix, die VerlagsApps, AppStore-Anbieter etc. Einzigartig sei allerdings eine eigens entwickelte Streaminglösung: „Warum wir ein neues Streamingformat extra entwickelt haben: Weil wir glauben, dass DRM zu leserunfreundlich ist und trotzdem natürlich die Notwendigkeit sehen, digitale Inhalte nicht einfach illegal verbreiten zu können. Deshalb haben wir uns eineinhalb Jahre Gedanken gemacht und unser Format entwickelt, das ohne DRM auskommt und mit deutschem Datenschutz sehr leserfreundlich ist.“

Das Einnahmemodell ermöglicht ein schnelles Erreichen des Gewinn-Break-Even. Denn tabcircle erhält eine klassische Vertriebsprovision pro verkauftem E-Magazin. Zudem kann Geld über die Werbeeinnahmen erzielt werden. Derzeit läuft ein Beta-Test mit mehr als 30 Locations. Letztlich werden die Kunden entscheiden, ob das tabcircle-Angebot wiederum ihren Kunden solch einen Mehrwert bietet, dass sich die Investition lohnt. Top, die Wette gilt.

6 Responses to tabcircle will zum Lesezirkel 2.0 werden

  1. Marc sagt:

    der Page kann man aktuell nicht entnehmen, was der Service evtl. für Private/KMU bzw. Friseur o.ä. später kosten soll.
    handelt es sich um aktuelle Ausgabe oder lediglich um „ältere Produkte“ aus den Verlagshäusern um bspw. Anwerbung zu betreiben? (siehe http://www.pressekatalog.de/kostenlos-epaper.htm )

    auch zu der technischen Umsetzung = wenn man WLAN verlässte usw. ist wenig der Page zu entnehmen.

    finde aktuell unausgereift und undurchsichtig.

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