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Schwedische Galerie setzt bei einer Auktion Emotionen als Währung ein

Kunstauktionen laufen i.d.R. immer ähnlich ab: Der Kunde, der am meisten Geld bietet, erhält zum Schluss das Kunstwerk. Anders war das bei einer Kunstauktion am 18. Juni 2014 in Stockholm, die von der Glaskunstgalerie Kost Boda durchgeführt wurde. Hier waren Emotionen das Zahlungsmittel und nicht Geld. Wie lief diese etwas andere Auktion ab?

Eingeladen wurden insgesamt 303 interessierte Kunstliebhaber, die vorher nichts über die drei Kunstwerke erfuhren, die zur Versteigerung zur Verfügung standen. Vielmehr wurde jede Person einzeln in einen Raum geführt und an Bio-Sensoren und einem Herzfrequenz-Monitor angeschlossen. Erst dann konnten die Interessierten für 60 Sekunden das Kunstwerk betrachten (das vorher noch abgedeckt war). Zum Schluss wurde eine Kennzahl ermittelt, die ausdrücken sollte, wie emotional berührt der Betrachter vom Kunstwerk war.

Die Person, die vom Kunstwerk am meisten emotional berührt war, erhielt das Kunstwerk zum Schluss als Geschenk. Insgesamt wurden auf diesen Weg drei Kunstwerke im Wert von EUR 1.900, EUR 8.500 und EUR 15.000 verschenkt. Bei dieser Versteigerung handelte es sich selbst um ein Kunstprojekt. Dabei sollte Geld als einzige Währung der Wertschätzung in Frage gestellt werden.

Man könnte schnell auf die Idee kommen, dieses Experiment abzuwandeln. Wie wäre es, wenn die bei einer Auktion nicht nur Geld eine Rolle spielen würde, sondern auch die emotionale „Währung“? Dementsprechend müsste ein Teilnehmer einer Auktion umso weniger Geld für das Kunstwerk bezahlen, umso emotionaler er davon berührt wird. Damit könnten Künstler erreichen, dass ihre Kunst nicht nur finanziell wertgeschätzt wird.

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