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Werbung in Online-Shops: Amazon springt auf einen Trend auf, der Google wehtun könnte

Es herrscht seit langem ein harter Kampf zwischen Google und Facebook, was die Vorherrschaft im Onlinemarketing angeht. Jetzt könnte Amazon in diesen Wettkampf einsteigen. Laut einer Meldung im Wallstreet Journal will Amazon eine eigene Platztform für Online-Werbung aufbauen. Diese Plattform soll ähnlich wie das Google-Adwords-Sysstem funktionieren. Im ersten Schritt sollen diese Anzeigen auf den Amazon-Webseiten angezeigt werden. Tests dazu sind für dieses Jahr geplant. Ein Ausbau außerhalb des Amazon-Werbenetzwerkes ist nicht ausgeschlossen.

Ist das nur ein Gag oder eine echte Gefahr für Google & Co? Wenn man einer Studie, die vor einziger Zeit von eBay Advertising veröffentlicht wurde, glauben darf, dann ist die Werbung auf ECommerce-Seiten besonders wirkungsvoll. Demnach würden mehr als die Hälfte der Befragten (61 Prozent) bestätigen, dass sie auf E-Commerce Seiten besonders auf Werbung achten würden, die in einem relevanten Zusammenhang mit der gestellten Suchanfrage steht, in sozialen Netzwerken würden dies lediglich sieben Prozent tun. Somit hätten die Anzeigen in den Suchergebnissen der Suchmaschinen und auf E-Commerce Seiten den größten Einfluss auf eine Kaufentscheidung und können der Kaufauslöser sein.

Zu diesem Trend gibt es auf Gründerszene einen sehr guten Artikel aus dem letzten Jahr mit dem Titel: „Der heimliche Trend der E-Commerce-Werbung“. Und natürlich haben findige Unternehmer erkannt, dass man auf Basis dieses Trends mit der richtigen Geschäftsidee gutes Geld verdienen kann. Das Frankfurter Start-up Kairion vermittelt Werbeplätze auf hochfrequentieren ECommerce-Seiten, wie z.B. AllYouNeed, Edeka, REWE, Windeln.de, Apotheke.de, getgoods.de, notebooksbilliger.de, meinpaket.de und travelscout24.

Kairion erläutert den Nutzen ihrer Vermittlungsdienstleistungen wie folgt: „Erreichen Sie mit den integrierten Werbemitteln von Kairion bereits heute über 20 Millionen Shopper in Online-Shops der Bereiche FMCG, Consumer Electronics, Pharma und Reisen. Damit stehen Ihnen über 200 Mio. Page Impressions im Monat zur Verfügung. Kairion ermöglicht Ihnen vor allem, Ihre Werbung auf genau den Seiten zu platzieren, die von Kunden mit echtem Kaufinteresse für Ihre Produkte besucht werden. Somit steigern Sie den Wert Ihrer Kampagnen und profitieren von Branding-Effekten.“

Die Gründer von Kairion bezeichnen sich sogar als Retter der ECommerce-Welt. Da die Margen im Onlinehandel meist sehr gering wären, müssten zusätzliche Erlösquellen generiert werden, um im Wettbewerb bestehen zu können. Und genau hier könne Kairion helfen, wobei bisher eher große Onlineshops als Werbepartner in Frage kommen. Aber das kann sich ja durch entsprechenden Wettbewerb bzw. Wachstum dieses Werbesegments schnell ändern. Die Berichte über die Pläne von Amazon können hier als positive „Brandbeschleuniger“ fungieren. Was Amazon plant, das muss ja sinnvoll sein, oder?

Die Diskussion über die neuesten Pläne von Amazon (die von Amazon selbst noch nicht bestätigt wurden) könnte dem Trend „Werbeschaltung in Online-Shops“ Flügel verleihen. Letztlich ist bekannt, dass Amazon selten zu den First Movern gehört, sondern sich relativ lange anschaut, ob sich ein Trend durchsetzt und auch rentabel ist. Das kennen wir z.B. vom Angebot Videostreaming. Erst als Netflix den weltweiten Siegeszug angetreten hat, zog Amazon mit dem Prime Instant Video Angebot nach. Aus meiner Sicht sehr spät. Aber lieber spät als nie. Schliesslich ist nicht zu unterschätzen, welchen Wirtschaftskreislauf Amazon schon erschaffen hat. Die Klebewirkung wird immer größer. Dabei sollten wir nicht unterschätzen, an welchen spannenden StartUps Jeff Bezos persönlich beteiligt ist.

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