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Im Freemarket kann der Kunde umsonst einkaufen

Im Jahr 2007 habe ich über das Sample Lab in Tokyo berichtet, in dem die Kunden gegen Zahlung eine kleinen Mitgliedsgebühr kostenlos Produkte testen und mitnehmen konnten. Als Gegenleistung mussten Fragebogen der Hersteller ausgefüllt werden. Insofern war das Sample Lab kein Einzelhandelsgeschäft, sondern ein Marktforschungslabor im Look eines Einzelhandelsgeschäftes. Weltweit wurde diese Idee in den Folgejahren kopiert, bevor es wieder ruhig um diese Idee wurde.

Jetzt belebt Simon Taylor diese Idee neu. In Kopenhagen hat er vor kurzem den Freemarket eröffnet. Gegen Zahlung einer Mitgliedsgebühr von 19 dänischen Kronen pro Monat (ca. 2,50 EUR) können die Kunden hier bis zu 10 Produkte pro Monat kostenlos „einkaufen“ und bis zu 3 Einkaufsgutscheine erwerben. In ihrer Auswahl sind die Kunden aber nicht frei. Sie bekommen nur Produkte, die ihrem Profil, das sie online ausgefüllt haben, entspricht.

Welche Entlohnung die Produkthersteller für das Verschenken wollen, entscheiden sie selbst. Häufig müssen die Kunden wie damals beim Sample Lab Fragebogen ausfüllen. Alternativ oder ergänzend können sich die Hersteller auch wünschen, dass die Kunden via Social Web über die neuen Produkte berichten, um sie bekannter zu machen. Insofern hat sich das Konzept im Vergleich zum Sample Lab weiter entwickelt. Das Ergebnis: Der Freemarket zählt schon mehr als 10.000 Mitglieder.

Simon Taylor hat sein Konzept Schritt für Schritt umgesetzt. Vor mehr als einem Jahr hat er zuerst einen Onlineshop eröffnet. Bis vor kurzem konnten somit die Kunden nur online Produkte kostenlos bestellen. Dafür war die Mitgliedschaft im Freemarket kostenlos. Aber solche Angebote gibt es schliesslich schon häufiger. Besonders war deshalb, dass er jetzt vor kurzem einen Laden eröffnet hat. Um die Fixkosten zu decken, braucht er die Mitgliedsgebühr der Kunden. In Zukunft kann Simon evtl. auch durch Lizenzgebühren Geld verdienen. Denn mittlerweile gibt es Anfragen aus vielen Ländern, dieses Konzept zu übernehmen, auch aus Deutschland.

Gefunden bei SZ

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