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In Geschäftsidee, Idee - Mode

Feedback zur Geschäftsidee: heldify Gründer-T-Shirts

Es gibt viele gute Geschäftsideen. Kreative Menschen generieren mindestens eine gute Idee pro Tag. Wenn sie sich dann für eine Idee entschieden haben, stellen sie fest, wie schwer es ist, ein in sich schlüssiges Geschäftskonzept auf Basis dieser Idee zu entwickeln. Dabei können die Gründer in der Regel Hilfe von Dritten gut gebrauchen. Und genau deshalb will ich ab sofort regelmäßig hier im Blog Geschäftskonzepte vorstellen, die noch ein Feintuning gebrauchen können.

Beginnen will ich mit heldify, die im ersten Schritt T-Shirts für passionierte Gründer anbieten. Gründer dieses StartUps ist Achim Haas. Nach BWL-Studium war er zehn Jahre angestellt als Controller in einem Konzern. Schon zu dieser Zeit beschäftigte er sich intensiv mit dem Thema Entrepreneurship. Er war immer wieder fasziniert von der Leidenschaft und Energie der vielen Helden die in den jungen innovativen Startups die Zukunft aktiv gestalten. Im Rahmen des Masterstudienganges „Entrepreneurship & Innovation Management“ an der Hochschule Ostfalia hat er nun die Idee und den Mut gefasst, sein eigens StartUp zu gründen.

Folgende Vision hat Achim: „Führende Lifestylemarke in Deutschland für Kleidung, Assessoires und Wohnen für Menschen die ihr Lebensgefühl, ihre Werte und Einstellung und Identifikation nach Aussen zeigen wollen und mit Gleichgesinnten teilen möchten. Wir schaffen ein neues Produkterlebnis welches Menschen mit ihrer persönlichen Überzeugung verbindet. Bisher gibt es Fussballtrikots, T-Shirts von Künstlern und Musikern, von Modelabel und Designern. Menschen sind Fan von Dritten. Jetzt gibt es Heldify. Wir kleiden Helden. Werde Fan von dir.“

Und hier nun meine „Feintuning-Vorschläge“:

1. Design
Noch sind die Designentwürfe für die heldify-T-Shirts relativ austauschbar und haben noch einen geringen Wiedererkennungseffekt. Sie wirken auch nicht sexy. Wie kann man das ändern? An der Stelle der Gründers würde ich auf einer Crowdsourcing-Plattform wie z.B. 99designs einen Designwettbewerb ausrufen. Das hilft nicht nur, für kleines Geld gute Designs zu erhalten, sondern man könnten auch die bisherigen Fans von heldify aufrufen, mit abzustimmen. Dadurch würde gleich zu Beginn ein Community-Effekt entstehen. Das ist die bester Voraussetzung für Fanvertising.

2. Exklusivität / Knappheitsmarketing
Im nächsten Schritt sollte Achim versuchen, seinem Produkt eine exklusive Note zu verpassen. Das kann mit Hilfe des Knappheitsmarketings funktionieren. Warum bietet er bestimmte Motive nur in begrenzter Stückzahl an. Dabei kann er analog zu meiner eigenen Geschäftsidee „One Dress Only“ das Angebot regional limitieren oder pro Vertriebspartner oder pro Branche, oder, oder, oder. Für bestimmte T-Shirts könnte Achim z.B. Qualitätskriterien erstellen oder einen Publikums-Wettbewerb starten, unter Einbindung von Medienpartnern. Das würde zusätzlich einen Viral- und PR-Effekt generieren.

3. Promi- und Influencermarketing
Das Modelabel „Serfan“ hat es vorgemacht, wie man Promis begeistern kann, ihre Produkte zu kaufen. Promis können auf verschiedene Art- und Weisen in das Marketingkonzept eines StartUps eingebunden werden. Hier präsentiere ich verschiedene „Wege nach Rom“. Neben Promis können aber auch Influencer weiter helfen, insbesondere wenn sie öffentlichkeitswirksam (auf Events, in Videos, im Fernsehen) die T-Shirts von heldify tragen würden.

4. Exklusive oder ungewöhnliche Vertriebspartner einbinden
Wie das funktionieren kann, hat aus meiner Sicht die Gründerin Andrea Zimmermann mit ihren Lern-T-Shirts „Kleinstein“ eindrucksvoll gezeigt. So verkaufen Lerntherapeuten für Kinder die Lern-T-Shirts von Andrea Zimmermann. Analog könnten z.B. Gründungszentren und -netzwerke sowie Veranstalter von Events Vertriebspartner für heldify werden. Oder Kneipen, in denen Gründerstammtische stattfinden. Oder Einzelhändler, die selbst Gründer sind, oder, oder, oder.

5. Mass Customization
Viele Gründer legen großen Wert auf Individualität. Deshalb sollten sich die Kunden von heldify ihre T-Shirts mass customizen können. Das gehört heute schon fast zum Standard, wie auch das Beispiel von Kleinstein zeigt. So können die Gründer z.B. T-Shirts in ihren Firmenfarben bestellen und auch ihr Firmenlogo ins Design integrieren. Das macht fast automatisch jedes T-Shirt zum Unikat. Damit können sich Gründer wahrscheinlich viel besser identifizieren.

6. Erweiterung der Produktpalette
T-Shirts stellen einen guten Einstieg dar. Achim sollte sich allerdings überlegen, mit welchen Kleidungsstücken und Modeaccessoires Gründer noch zeigen können, dass Sie die Helden der Gesellschaft sind. Das können Rücksäcke sein, oder Base-Caps, oder Schals, oder, oder. Es können natürlich auch Handyschutzhüllen sein, oder LaptopTaschen oder, oder, oder. Hier sollte Achim überlegen, mit anderen StartUps zu kooperieren, die solche Produkte herstellen. Wie z.B. mit Smart Fashion StartUps.

7. Weitere Zielgruppen ansprechen
Nicht nur Gründer sind Helden. Es gibt auch viele andere Helden des Alltags, wie z.B. alle, die im Ehrenamt tätig sind. Deshalb sollte Achim im zweiten Schritt überlegen, ob er sein Produkt auch anderen Zielgruppen anbietet. Dadurch könnte er seinen Absatz steigern und ganz neue Vertriebspartner gewinnen. Sein Name „heldify“ ist so gewählt, dass er seine Produkte an verschiedene Zielgruppen vertreiben kann.

Das sind erst einmal genug „Hausaufgaben“. Gerne könnt Ihr im Kommentarfeld weitere Ideen posten. Wir sollten weniger, wie es in vielen Internetforen passiert, die Geschäftsideen von Gründern „zerlegen“, sondern Input anbieten, um aus der Idee ein erfolgsversprechendes Geschäftskonzept zu machen. Damit würden wir auch den Gründerspirit einer ganzen Gesellschaft verbessern.

5 Responses to Feedback zur Geschäftsidee: heldify Gründer-T-Shirts

  1. […] Feedback zur Geschäftsidee: heldify Gründer-T-Shirts […]

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