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ECommerce erfordert neue Infrastrukturlösungen: gekühlte Abholstation emmasbox

Mittlerweile werden fast alle Produkte auch online angeboten und gehandelt. Dazu gehören auch frische Lebensmittel, die eher als Spätzünder im ECommerce-Business gelten. Mittlerweile gibt es viele passende Angebote, wie z.B. mobile Abholstationen, Lieferservice für regionale Lebensmittel oder ein Rezept-Lieferservice. Entsprechend muss auch die Infrastruktur nachgerüstet oder neu aufgebaut werden. Das hat auch Michael Reichelt erkannt, der die Idee für eine gekühlte Abholstation hatte. Seit 2013 arbeitet er daran, dieses Geschäftsidee unter der Bezeichnung „Emmas Box“ umzusetzen.

Die erste Idee bestand darin, Paket-Abholstationen der Post entsprechend nachzurüsten. Als sich das als nicht praktikabel erwiesen hat, hat Michael Reichelt zusammen mit seinem Team eine gekühlte Abholstation für frische Lebensmittel konzipiert und entwickelt. Im Herbst 2014 konnten dann Investoren überzeugt werden, das Projekt mit einer siebenstelligen Summe zu unterstützen. Das frische Kapital soll vor allem in die technologische Weiterentwicklung der Abholstation und den flächendeckenden Einsatz in Österreich in enger Zusammenarbeit mit der österreichischen Pfeiffer-Gruppe fließen.

Derzeit befindet sich das Projekt „Emmas Box“ in einer Pilotphase mit der österreichischen Pfeiffer-Gruppe, dem drittgrößten österreichischen Lebensmitteleinzelhändler. Im Laufe des Jahres 2015 soll der Roll-Out unter den Marken Unimarkt und Zielpunkt insbesondere in Wien und Linz erfolgen. Neben Entwicklung und Roll-Out in Österreich soll ein Teil des Beteiligungskapitals in die Internationalisierung und Vertrieb investiert werden. Auch mit großen deutschen Supermarktketten wurden schon Verhandlungen geführt.

Die Boxen können das gesamte Lebensmittelsortiment aufbewahren und sind für den Außeneinsatz konzipiert, um Verbrauchern die Abholung einer Onlinebestellung rund um die Uhr zu ermöglichen. Dabei ist mittels verschiedener Temperaturzonen von -20 bis 20 Grad Celsius jede Temperatur zur Aufbewahrung der Lebensmittel möglich. Als Standorte für die Abholstationen bieten sich sowohl hochfrequentierte Innenstadtlagen, wie U-Bahn-Stationen oder Bahnhöfe, als auch Plätze unmittelbar vor Supermärkten an. Insbesondere Händler können mit emmasbox ihre stationären Supermärkte mit dem Onlinehandel verknüpfen und Endverbrauchern eine Alternative zur Heimzustellung bei online bestellten, frischen Lebensmitteln anbieten.

Die Bestellung der frischen Lebensmittel erfolgt bequem und jederzeit im Onlineshop eines Händlers. Anschließend wird der Warenkorb zusammengestellt und an die vom Verbraucher angegebene emmasbox geliefert. Sobald der Einkauf in der emmasbox verfügbar ist, bekommen Verbraucher eine Nachricht mit einem Abhol-Code, mit dem die Identifikation an der Abholstation erfolgt. Das Fach öffnet sich und der Einkauf kann entnommen werden.

emmasbox Abholstationen werden derzeit in einem Modulsystem angeboten, welches unterschiedliche Größen vorsieht. Je nach Angebot der Supermarktkette und Standort der Abholstation können auf diese Weise verschiedenste Größen realisiert werden. Die open ideas GmbH, das Unternehmen hinter der Abholstation „emmasbox“, betreibt die Abholstationen nicht selbst, sondern vertreibt diese an Supermarktketten und unabhängige Betreiber. Ein aktuelles Interview mit dem Gründer findet Ihr hier.

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