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Buchbesprechung „Wir sind das Kapital“ von Günter Faltin

Günter Faltin hat mit seinem Erstlingswerk „Kopf schlägt Kapital“ einen Bestseller und Standardwerk der Gründungsliteratur geschaffen. Auf Basis der Resonanz zu diesem Buch hat Faltin nun nachgelegt. Er erläutert das im Vorwort seines neuen Buches „Wir sind das Kapital. Erkenne den Entrepreneur in Dir. Aufbruch in eine intelligentere Ökonomie“: „Viele Leser von „Kopf schlägt Kapital“ haben mir gesagt, dass sie das Buch mit Begeisterung und Gewinn gelesen haben. Auf sich allein gestellt würde es sie aber nicht dahin bringen, ein eigens überzeugendes Konzept für die Gründung eines Unternehmens auszuarbeiten. Das hier vorliegende Buch macht den Versuch, die Schritte vom ersten Einfall, von der Anfangsidee zum ausgearbeiteten und tragfähigen Konzept darzulegen.

Insofern kann man das neue Buch als Fortsetzung bzw. inhaltliche Konkretisierung des Erstlingwerkes bezeichnen. Schließlich ist die Hintergrundfarbe des Buchcovers gleichgeblieben, wenn sich auch der Verlag geändert hat. Aber Faltin will mehr mit seinem neuen Buch erreichen, wie er ebenfalls in seinem Vorwort darlegt: „Unsere Gesellschaft braucht Entrepreneure, die helfen, die Probleme einer Welt zu lösen, die derzeit auf Konfrontationskurs mit den Möglichkeiten dieses Planeten liegen…. Stellen wir uns vor: Zehn Prozent der arbeitenden Bevölkerung (entspräche ca. 4 Mio. Menschen in Deutschland – Anmerkung von mir) würden innovative Entrepreneure sein…..“ Damit könnten wir aus Sich von Faltin fast alle aktuellen Probleme der Menschheit lösen, bedenkt man, dass es momentan vielleicht 40.000 innovative Entrepreneure in Deutschland gibt. Faltin ruft auf, die Welt zu verbessern, indem es mehr Entrepreneure gibt. Und genau dafür will er u.a. mit seinem Buch sorgen bzw. dazu beitragen.

In seinem Buch spart Faltin nicht mit Gesellschaftskritik. Er prangert vor allem das Marketing-Monster an, das den Mangel suggeriert, selbst wenn dem nicht so ist. Faltin kritisiert ausschliesslich nicht, dass Marketinginstrumente von Firmen eingesetzt werden, um sinnvolle Güter besser als bisher abzusetzen. Er kritisiert vielmehr den Irrweg, den viele Marketingverantwortliche gehen. Dass der Konsum dank des Marketings keine natürliches Sättigungsgrenze mehr kennt. Dass sich das Marketing quasi verselbständigt hat. Dass die Marketingleute uns häufig manipulieren, indem sie z.B. die Psychofalle „Duft“ einsetzen. Dass CSR häufig zur „Schönfärberei“ verkommt. Dass Marketing Produkte unnötig verteuert und damit der technische Fortschritt uns vorenthalten wird, sprich er die Preise nicht drückt. Aber es gibt auch Hoffnungsschimmer, wie das Prinzip der Freundes-Ökonomie und der Co-Creation-Bewegung.

Faltin ruft in seinem Buch dazu auf, die komplexe Welt zu vereinfachen. Nach seiner Ansicht liegen die Lösungen in diesem Bereich selten auf der technischen Ebene. Er nimmt als Beispiel das Problem der Reichweite von Batterien in Elektroautos. Warum nehme man eigentlich in Zukunft nur so viele Batterieeinheiten mit, wie man für die aktuelle Fahrt mit dem Elektroauto verbrauchen würde. Akkus, dies man nicht braucht, könnte man in der Zwischenzeit zu Hause oder an zentralen Ladestationen aufladen. Das Konzept lautet „Battery in Motion“, das ein Osnabrücker Unternehmen entwickelt hat. Mit solchen „Erfolgs-“ Beispielen will Faltin Mut machen. Schliesslich sei Kreativität ein unbegrenzter Rohstoff. Oder anders ausgedrückt: „Wir sind das Kapital“.

Und natürlich plädiert Faltin auch in seinem neuen Buch für konzeptkreative Gründungen. Es wäre schon alles erfunden, aber viele Erfindungen würden eben nicht so eingesetzt werden, dass sie den Kunden dienen und dabei auch wirtschaftlich erfolgreich wären. Vielmehr sollen sich die Entrepreneure bestehender Technologien und Innovationen bedienen, um Neues zu schaffen. Und sie sollten natürlich Herr Ihres Start-Ups werden, und nicht der Sklave des Start-Ups. Nicht im, sondern am Unternehmen arbeiten, dass ist die bekannte Devise von Faltin. Nicht neu, aber solange die wenigsten Unternehmer dieser Erfolgsregel folgen, lohnt es sich, dieses Mantra immer wieder zu wiederholen.

Das Herzstück seines Buches, wie schon im Vorwort erläutert, ist das Kapitel 3: Entrepreneurial Design. Dabei räumt er gleich zu Beginn des Kapitels mit einem „Märchen“ auf. Bei der Entwicklung eines Geschäftskonzeptes handelt sich nicht um einen geradlinigen Weg, sondern um Schleifen, um Vor- und Zurückspringen, um einen Prozess also, der dem Ringen eines Künstlers um seinen Stil ähnelt. Doch diese mühsame Arbeit lohne sich. Am Ende wäre man „Gewinner eines Lotterieloses“, ohne allerdings auf das Glück warten zu müssen. Vielmehr „gewinnt“ man den „Sechser im Lotto“ durch systematische Arbeit. Mit dieser Erkenntnis im „Gepäck“ sei es viel leichter, den beschwerlichen Weg zum erfolgreichen Geschäftskonzept zu gehen.

In einer anschaulichen Graphik präsentiert Faltin auf Seite 123 alle wichtigen Bausteine des Entrepreneurial Designs. Entscheidend sei, dass das Geschäftskonzept stimmig zur Person (des Gründers) und zum Markt sei. Der Weg bis dahin ist „kurvenreich“. Man muss kombinieren, verwerfen, re-kombinieren. Manchmal muss man auch weglassen können. Aber man sollte nicht nur „auf einem Bein stehen“. Die Kunst beim Entrepreneurial Design liegt darin, neue Sichtachsen zu legen, sprich die Perspektiven häufiger zu wechseln. Entwickeln Sie Szenarien. Prüfen Sie, ob Ihr Angebot mehrfach genutzt werden kann. Zudem sollte man immer in Komponenten denken. Zusätzlich zu beachten sei die Ökonomie der Sympathie, der Aufmerksamkeit und der Authentizität. Und letztlich müsse jeder Entrepreneurial Designer mit der Ambiguität leben.

Das ging zu schnell? Kein Problem. Prof. Faltin beschreibt den Prozess des Entrepreneurial Designs in seinem neuen Buch auf insgesamt 125 Seiten. Er nimmt den Leser dabei an seine „unsichtbare Hand“ und „bebildert“ alles mit vielen Beispielen. Noch nicht überzeugt? Dann belegen Sie doch einfach den 11-teiligen Onlinekurs von Prof. Faltin. Die Ansicht aller 11 Tutorial-Videos dauert insgesamt ca. 35 Minuten. Dann hat man viele Ratschläge von Faltin schnell und effektiv aufgesaugt. Allerdings sollte das erst der Anfang sein, sich mit dem Entrepreneurial Design näher zu beschäftigen.

Jetzt gibt es nur noch ein Problem. Woher nehme ich die vielen Ideen, um zu kombinieren, zu verwerfen, zu re-kombinieren? Woher nehme ich also den „Sand“, den ich durch meine Hände gleiten lassen kann, um eine neue „Sandburg“ erschaffen zu können? Die Lösung: Lesen Sie meinen Blog. Hier habe ich bisher mehr als 6.000 solcher „Sandkörner“ präsentiert, mit denen Sie arbeiten können. Das ist nicht genug? Kein Problem. Es kommen in meinem Blog täglich neue Sandkörner hinzu. Das ist Ihnen zu umständlich? Dann haben Sie bitte noch etwas Geduld. Mit meiner Ideen-Matrix kann diese Arbeit systematisiert und damit extrem beschleunigt werden. Ich arbeite derzeit an verschiedenen Ansätzen, Ihnen dieses System zu erschwinglichen Preisen zugänglich zu machen.

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