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In New York City wurde ein Waffengeschäft eröffnet, das keine Waffen verkauft

Die Waffengesetze sind in New York City (im Gegensatz zu vielen anderen US-Staaten) sehr restriktiv (zum Glück). Trotzdem wurde dort vor kurzem ein neue Waffengeschäft eröffnet. Durch einen Schriftzug im Fenster wurden vor allem potentielle Erstbesitzer von Waffen angesprochen. Und der Zuspruch war enorm. Doch schnell merkten die Kunden, dass dieses Geschäft anders war als die anderen:

In diesem Waffengeschäft wurden nur Waffen mit „Historie“ verkauft. An jeder Waffe war ein Zettel befestigt, auf dem niedergeschrieben war, wo die Waffe das letzte Mal eingesetzt wurde. Und spätestens jetzt erkannten die Passanten, dass es sich hier nicht um ein normales Waffengeschaft handelte, sondern um ein Guerilla-Marketing-Aktion, die dazu aufrief, den Waffenbesitz in den USA zu verbieten bzw. sehr restriktiv einzuschränken. Denn die Hinweiszettel waren brutaler, als jeder Warnhinweis auf eine Zigarettenschachtel.

Der Hinweiszettel für eine Waffe lautete z.B.:
Used: Sandy Hook Elementary School
Date: 14.12.2012
Shooter: Adam Lanza
Dead: 26
Wounded: 2

Noch Fragen? Die potientellen Kunden hatten danach keine Fragen mehr. Und sie gingen natürlich ohne Waffe nach Hause, aber mit vielen neuen Eindrücken. Man könnte meinen, solch eine Aktion wirkt nur wie ein Tropfen auf einem heißen Stein. Aber zum Glück gibt es das Internet. Via Youtube haben schon fast eine Mio. Menschen das Video zum Gun Story NYC gesehen. Alle Zuschauer werden aufgerufen, an der Petition zur Aktion teilzunehmen.

Das ist ein weiteres schönes Beispiel für eine Fake-Geschäftsidee, um in Wirklichkeit für etwas ganz Anderes zu sensibilisieren. Eines meiner Lieblingsbeispiele ist die Miracle-Machine, die angeblich aus Wasser Wein machen sollte und in Wirklichkeit für eine Wasserhilfsorganisation in Entwicklungsländern Werbung gemacht hat. Oder der Denti-Drill, der als DIY-Zahnbohrer vorgestellt wurde und in Wirklichkeit eine Werbung für eine Zahnarztzusatzversicherung war. Und vor kurzem habe ich auf die Fake-Geschäftsidee “Welpen-Abo“ aufmerksam gemacht, hinter der eine kanadische Tierschutzorganisation steckte.

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